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Betrug / Bestechung


28.03.2005 21:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich darf heute einen Fall schildern und währe um eine 2.Meinung sehr dankbar (2.Meinung da ich bereits einen Anwalt habe).
Sachverhalt :
Ich studiere in den letzten Zügen für ein höheres Lehramt an Gymnasien und mache gerade Prüfung im 1.Fach im Herbst 05 dann im 2.Fach . Ich war immer ein recht guter Student und habe alle Scheine/ Klausuren jeweils im 1.Anlauf geschafft. Des weiteren habe ich einige HIWI-Jobs gehabt und habe nach wie vor einen. Des weiteren habe ich in meinem ganzen Leben noch nie etwas mit der Justiz,Polizei, Drogen oder sonst etwas zu tun gehabt - soviel zur Vorgeschichte.

Anfang März tauchten bei mir (ich wohne noch zu hause) 2 Polizisten in der Frühe auf mit einem Hausdurchsuchungsbefehl - nachdem ich mich halbwegs von dieser Nachricht erholte, wurde mir mitgeteilt, dass eine eMail an eine Sekretärin der Uni geschickt wurde in der versucht wurde Geld anzubieten für Herausgabe der Prüfungsfragen (obwohl ich ganz genau weiss das eben diese Dame in keinster Weise etwas mit der Prüfung bzw. den Fragen im Vorfeld zu tun hat) . Man hätte unseren Anschluß bzw. den meines Vaters hinsichtlich der "IP-Adresse" zurückverfolgt. Die Polizisten haben sodann unseren Computer mitgenommmen und mein Zimmer durchsucht (ich komme mir vor wie ein Schwerverbrecher) - sie haben mir während dieser Aktion auch imemr versucht mit dem Zaunpfahl zu winken so nach dem Motto : "Ach wir sind doch Ihre Freunde uns können Sie es doch sagen..." ansonsten müssten sie den Computer mitnehmen und einer Spezialfirma übergeben und es würde dann ein 5-stelliger Betrag für die Untersuchung auf mich zukommmen. Ich verneinte eindeutig die Tat (ich bin wirklich aus allen Wolken gefallen und das 4 Tage vor der schriftlichen Prüfung...)war aber sonst kooperativ und die Beamten dann auch recht anständig.
Darauf hin bin ich zu einem Anwalt gegangen, der mir jedoch einzen ziemlich unbeholfenen Eindruck macht. Er hat vor einigen Tagen die Polizei und den Staatsanwalt angerufen und hat dort erfahren, dass die nunmehr 4 Wochen andauernde Überprüfung unseres Computers eindeutig ergeben hätte, dass diese Mail von unserem Computer geschrieben worden währe( lt. einem Freund von mir der Informatiker ist nahezu unmöglich, da die Mail online vor fast 4 Monaten geschrieben wurde und auf unserem Computer ein Programm installiert ist, der den freien Speicherraum also auch gelöschte Sachen absolut unkenntlich macht...). Gleichzeitig würden aber weitere Ermittlungen erfolgen und man würde ggf. in der Uni Mitarbeiter zu mir befragen (was immer das auch bringen soll - Sekretärinnen kennt wohl jeder Student und umgekehrt...)
Gleichzeitig bietet der Staaatsanwalt eine Einstellung nach §153a an wobei hier eine empfindliche Strafe auf mich zukommen würde - sonst würde der Staatsanwalt auf jeden Fall einen Strafbefehl erlassen wollen.
Mir kommt aber das Verhalten der Polizei und Staatsanwalt als Taktieren vor, da :
1. Warum weitere Untersuchungen wenn die Sache angeblich nachweislich und eindeutig von unserem Rechner geschrieben wurde ?
2. Was ausser mich zu einem Geständnis zu bewegen soll es bringen Mitarbeiter der Uni nach mir zu befragen (zumal ich nie ein Geheimnis darauf machte diese Sekretärin zu kennen)

Nunmehr meine Fragen :
1. Was halten Sie von diesem Fall hinsichtlich des Verhaltens von Polizei und Staatsanwaltschaft - kann es sein dass selbige taktieren wie oben beschrieben ?

2. Eine Einstellung nach §153a würde bedeuten, dass ich nicht vorbestraft währe - damit meine ich ausdrücklich, nicht nur keine Eintragung in das klassische Führungszeugnis sondern auch das Bundeszentralregister ( alles andere währe für mich als künftigen Beeamten tödlich...)

3. Warum legt Polizei und Staatsanwalt nicht die Karten auf den Tisch und sagt das und das haben wir so und so auf dem Rechner gefunden, damit wir auch die Chance haben einen entsprechenden Gutachter zu beauftragen ?

4. Bei einer Einstellung nach §153a (gegen die ich mich eigentlich nach wie vor sträube...) würde der Anzeigensteller (in diesem Falle die Universität) meine Identität preigegeben bekommen in der Einstellungsverfügung?

Ich währe sehr dankbar, wenn jemand meine Frage auch nur für die 20,00 € bald beantworten würde, da ich als Student leider nicht mehr bezahlen kann.

Herzlichen Dank und viele Grüße
Ein Student mitten im Examen mit halbem Magengeschwür....
28.03.2005 | 22:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtsuchender,

es ist schwer zu sagen, ob die Staatsanwaltschaft nur taktiert. Wenn die Staatsanwaltschaft aber wirklich eindeutige Hinweise gefunden hätte, wären die Ermittlungen abgeschlossen und sie müsste Anklage gegen Sie erheben.

Ich gehe davon aus, dass die Staatsanwaltschaft Sie zu einem Geständnis verleiten will, um das Verfahren gegen einen Geldauflage endgültig einstellen zu können.

Wenn Sie also an der Sache nicht beteiligt gewesen sind, müssen Sie natürlich auch nichts aussagen, was nicht zu trifft und Sie belastet. Denn es obliegt der Staatsanwaltschaft, Ihre Schuld zu beweisen.

Bei einer Einstellung nach § 153a StPO wären Sie auf jeden Fall nicht vorbestraft. Es erfolgt daher auch keine Eintragung im Bundeszentralregister

Über die Einstellung bekommt die Universität eine formlose Mitteilung in der Ihre Identität aufgedeckt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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