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Berechnung von Überstunden

06.09.2010 23:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem Arbeitsvertrag findet sich der folgende Passus: "Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Wochenstunden. Mehrstunden werden durch Freizeitausgleich abgegolten und werden nicht finanziell vergütet. Die ersten 4 Mehrstunden pro Woche bleiben grundsätzlich unberücksichtigt."

Ich habe mein Arbeitsverhältnis gekündigt. Da die von mir geleisteten Überstunden im Zeitraum bis zum Ende des Arbeitsverhältnis nicht mehr durch Freizeit auszugleichen waren, bekomme ich finanziellen Ausgleich für diese.
Mein Arbeitgeber hat zur Berechnung meines Stundenlohnes 44 Wochenstunden zu Grunde gelegt. Ich denke, dass dies nicht korrekt ist, da meine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit laut Vertrag nicht 44 Stunden, sondern 40 Stunden beträgt. Zudem denke ich, wäre dies wäre dies ein doppelter Nachteil für mich: 4 Stunden "kostenfreie" Mehrarbeit für die Firma und Reduzierung meines Stundenlohnes in Bezug auf die Auszahlung meiner Überstunden.
Dies habe ich meinem Arbeitgeber mitgeteilt; er stimmt mir hierbei nicht zu, ist zu weiteren Gesprächen über dieses Thema nicht bereit und bittet bei weiterer Diskussion um die Aufklärung durch einen Fachmann/ eine Fachfrau unter Angabe der entsprechenden Rechtsgrundlage.
Das Wort "grundsätzlich" deutet für mich schon qua Definition auf eine Nichtregelmäigkeit hin - sonst würde doch der Arbeitsvertrag direkt eine 44-Stunden-Woche enthalten.

Ich freue mich auf Ihre baldige Antwort und verbleibe
mit freundlichen Grüßen!

06.09.2010 | 23:30

Antwort

von


(736)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Bedauerlicherweise findet sich in gesetzlichen Vorschriften keine Vergütungsregelungen für Überstunden Zwar ist in § 17 Abs. 3 Berufsbildungsgesetz die Vergütung für Azubis ausdrücklich geregelt, auch dort ist aber über die Berechnungsweise nichts gesagt.

Richtig ist dennoch, bei der Berechnung der Überstundenvergütung einfach das Entgelt zugrunde zulegen, das der Mitarbeiter pro Stunde erhält. Ist ein Stundenlohn vereinbart, gilt dieser. Erhält der Mitarbeiter ein monatliches Entgelt, berechnet man den Durchschnittssatz.

Beispiel: Ein Angestellter mit einer Arbeitszeit von 25 Stunden pro Woche, bekommt ein monatliches Entgelt in Höhe von 2.000 €. Ausgehend von 4,33 Wochen pro Monat berechnet man dementsprechend folgenden Durchschnittsstundenlohn: 2.000 € : 4,33 € : 25 (Stunden) = 18,48 €.

Bei der Berechnung ist also in jedem Falle die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zugrundezulegen, also in Ihrem Fall 40 Stunden.

Da für die ersten 4 Stunden keine Gegenleistung geschuldet sein soll, bleiben diese Stunden bei der Vergütung ausser Ansatz. Da Sie diese Regelung im Arbeitsvertrag akzeptiert haben, ist diese Klausel auch bei Beendigung und Auszahlung der Überstunden zu beachten. Sittenwidrig oder sonst unwirksam ist diese Regelung nicht.

Der Stundenlohn ist also anhand der vertraglichen Arbeitszeit zu errechnen. Die "freien Überstunden" sind von der so errechneten Vergütung aber abzuziehen. Spezielle gesetzliche Regelungen existieren hierzu nicht, vielmehr ergibt sich dies auch allgemeinen arbeitsrechtlichen Erwägungen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit zufriedenstellend im Rahmen dieser Erstberatungsplattform beantwortet zu haben.


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

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