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Überstunden und Urlaub

| 20.02.2015 09:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Lohn für Überstunden ist bei der Berechnung des im Krankheitsfall dem Arbeitnehmer fortzuzahlenden Entgelts nicht zu berücksichtigen.

Hallo! Es werden in dem Betrieb extra Überstunden angehäuft, damit man in
den Saison schlechten Monaten zu Hause bleiben kann bei vollem Lohnausgleich.
Also wird vom 01.03. bis 01.11. in einer 5 Tage Woche mit 15 Std. in der Woche
gearbeitet. Weiterhin wird der Urlaub auch in Stunden umgerechnet und mit in die
Überstunden genommen.
Jetzt wurde der AN in der Zeit der Überstunden (Nov. - Feb.), Krank und musste sich einer OP unterziehen. Die Krankmeldung wurde abgegeben, jedoch soll es keinen
ausgleich für die Krankheitstage geben. Begründung: Der AN war ja in der Zeit von
Nov - Feb. nicht im Arbeitsplan vorgesehen und für Freizeit gibt es keinen ausgleich.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 3 Abs. 1 des Entgeltfortzahlungs-Gesetzes (EFZG) muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Falle Krankheits-bedingter Arbeitsunfähigkeit dasjenige Entgelt fortzahlen, das ihm bei der für ihn regelmäßigen Arbeitszeit zusteht. Nach § 3 Abs. 1 a EFZG wir hiervon das für Überstunden gezahlte Entgelt ausdrücklich ausgenommen.

Es hängt davon ab, welche regelmäßige Arbeitszeit für den erkrankten Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag für den Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit vereinbart war. Den sich hierfür errechnenden Lohn hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zu zahlen. Dass andere Arbeitnehmer von Nov. - Feb. wegen Freizeitausgleichs nicht arbeiten, spielt für den Arbeitnehmer keine Rolle. Es ist also für die Berechnung des regelmäßigen Arbeitsentgeltes von der durchschnittlichen täglichen Zeit auszugehen, die der Arbeitnehmer nach seinem Arbeitsvertrag während der Zeit seiner Erkrankun ohne Freizeit für Überstunden-Ausgleich und ohne Überstunden zu arbeiten verpflichtet gewesen wäre.

Eine "Umwandlung" des gesetzlichen Mindesturlaubs in "Überstunden" ist übrigens unzulässig. Eine hierauf gerichtete "Vereinbarung" im Arbeitsvertrag ist deshalb ebenfalls unwirksam.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 24.02.2015 | 08:08

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