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Überstunden Berechnung

| 05.02.2014 21:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


10:35

Zusammenfassung:

Es geht um die Vergütung von Überstunden bzw. Mehrarbeit.

Hallo!

In meinem Arbeitsvertrag steht:

Durch die Bruttovergütung ist eine etwaige Über- oder Mehrarbeit bis zu 5 % des regulären Stundenkontingentes abgegolten. Wie muss das berechnet werden? Auf die Tagesstunden, Wochen -oder Monatsstunden? Denn das macht ja schon einen Unterschied.

Vielen Dank schonmal.

MfG

05.02.2014 | 21:51

Antwort

von


(175)
Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich mitteilen, dass die Einschätzung der Rechtslage ohne die Einsicht in den Arbeitsvertrag nicht abschließend möglich ist.

Grundsätzlich sind nur pauschale Klauseln in Arbeitsverträgen, die eine Abgeltung von Überstunden durch die Zahlung des festen monatlichen Lohns vorsehen, unwirksam.

Eine Klausel, wonach Mehrarbeit in Höhe von 5 Prozent des regulären monatlichen Stundenkontingents mit der Bruttomonatsvergütung abgegolten ist, dürfte wirksam sein, da die Stunden auf diese Weise bestimmt sind, wenn das reguläre Stundenkontingent im Vertrag konkret bezeichnet ist.

Die Bruttovergütung erfolgt üblicherweise monatlich nach Erbringung der Arbeitsleistung durch den Arbeitnehmer. Ich nehme daher an, dass das Stundenkontingent am Ende eines jeden Monats betrachtet wird und dann die über die 5 Prozent des regulären Stundenkontingents hinausgehende Mehrarbeit vergütet wird. Jedenfalls bleiben fünf Prozent eben 5 Prozent, so dass es bei monatlicher Abrechnung im Grunde keinen Unterschied machen dürfte, ob jeder Tag, jeder Woche einzeln oder der Monat insgesamt hinsichtlich der Mehrarbeit betrachtet wird.

Angenommen Sie arbeiten 40 Stunden die Woche, 8 Stunden am Tag sowie 160 im Monat, dann wären 5 Prozent 2 Stunden die Woche, 24 Minuten am Tag sowie 8 Stunden im Monat. Multipliziert man die 24 Minuten mit fünf Tagen in der Woche, so ergeben sich die zwei Stunden in der Woche. Multipliziert man die 2 Stunden in der Woche mit 4 Wochen im Monat, dann erhält man 8 Stunden. Hiernach ändert sich an den Stunden bei 5 Prozent nichts.

Abhängig vom Betrieb bzw. Unternehmen wird für jeden Mitarbeiter ein Zeitkonto unterhalten, auf dem die geleisteten Stunden minutengenau dokumentiert sind.

Ich hoffe, ich habe Sie richtig verstanden. Sollten Unklarheiten bestehen, nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, damit ich diese ausräumen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hinsichtlich der Entscheidung für Ihr weiteres Vorgehen behilflich sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Pilarski

Rückfrage vom Fragesteller 05.02.2014 | 22:20

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Überstunden mit Freizeit ausgeglichen werden. Ich arbeite 38 Stunden die Woche, aufgegliedert in 4 x 7 Stunden und 1 x 10 Stunden. Wenn ich jetzt an einem 7 Stunden Tag 1 Stunde länger arbeiten würde, würden mir also 5 % abgezogen, also 21 Minuten. Würde die Berechnung täglich erfolgen, hätte ich an diesem Tag 39 Minuten gut gemacht. Würde es auf die Monatsstunden gerechnet, wären es keine Überminuten.
Müssen sie jetzt auf den Tag oder auf den Monat berechnet werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.02.2014 | 10:35

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Entschuldigen Sie die Verspätung, ich befinde mich auf einem mehrtätigen anwaltlichen Seminar, daher antworte ich mal zwischen Tür und Angel, wenn es derart dringend ist.

Ich verstehe Sie so, dass Sie bei einer monatsgenauen Abrechnung hinsichtlich der Überstunden schlechter stehen, als wenn taggenau abgerechnet werden würde. Das hängt dann wohl tatsächlich an der ungleichen Verteilung der Stunden in der Woche zusammen. Ich weiß nicht, wie die betriebliche Übung hinsichtlich der Abrechnung der Überstunden ist und ob es überhaupt eine gibt oder ob man aus der Gesamtvereinbarung etwas herauslesen kann, da sie mir nicht vorliegt. Allerdings ist es so, dass bei Formularverträgen, die Arbeitsverträge in der Regel sind, gemäß 305c BGB uneindeutige Regelungen zu Lasten des Verwenders gehen, was bedeutet, dass Sie nicht so ausgelegt wird, dass der Arbeitgeber möglichst wenige Überstunden abrechnet, sondern eben zu Uhren Gunsten mehr oder je nach dem, ob vielleicht die gesamte Klausel unwirksam ist, jede einzelne Stunde angerechnet wird. Das heißt im Ergebnis, dass die Abrechnung grundsätzlich nicht zu Ihren Ungunsten erfolgen dürfte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen auf die Schnelle weiterhelfen.

Bewertung des Fragestellers 08.02.2014 | 13:47

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