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Berechnung von Kindesunterhalt

| 14.08.2012 20:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Abend,

folgender Sachverhalt:
Ehepaar lebt nach 12jähriger Ehe seit ca. 2 Jahren getrennt, es gibt 2 Kinder, 14 und 11, die beim Vater in dem vor 13 Jahren gemeinsam angeschafften Haus leben. Die Frau ist vor etwa einem Jahr dort ausgezogen.
Die Frau verdient ca. 3300,- € netto, der Mann etwa 1000,-€. Die Frau zahlt die Hypothek für das von Mann und Kindern bewohnte Haus i.H.v. 800,-€ mtl., der Mann trägt die Kosten für Wasser, Strom und Wärme. Sie selbst wohnt mittlerweile zur Miete und zahlt hierfür rd. 900,-€ mtl. WM. Das Kindergeld bekommt der Vater.
Frage: Wieviel Unterhalt ist für die Kinder zu zahlen?
Vielen Dank für eine rasche Antwort und beste Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

ihre Frage möchte ich unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts sowie der Höhe ihres Einsatzes wie folgt beantworten:


Anhand des von ihren Ihnen gelieferten Sachverhaltes ist lediglich eine überschlägige Berechnung der Höhe des Kinderunterhaltes möglich. Im Rahmen dieser Erstberatung können Sie, auch in Anbetracht der Höhe ihres Einsatzes, keine exakte Unterhaltsberechnung erwarten.

Die Höhe des Kindesunterhalts berechnet sich im allgemeinen nach der sog. Düsseldorfer Tabelle und ist abhängig vom Einkommen des Unterhaltspflichtigen sowie dem Alter der Kinder. Die Düsseldorfer Tabelle hat zwar keine Gesetzeskraft, stellt jedoch eine gefestigte Richtlinie dar, an der die Familiengerichte sich gemeinhin orientieren.

Die aktuelle Version der Düsseldorfer Tabelle finden Sie hier:
http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_tabelle/index.php

Bitte beachten Sie, dass das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen nicht dem Nettoeinkommen entspricht. So sind beispielsweise angemessene Rücklagen für das Alter und berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen. Die Behandlung dieser Positionen ist jedoch bei verschiedenen Oberlandesgerichten uneinheitlich. Für meine – überschlägige – Antwort gehe ich im folgenden von einem Unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen aus, welches ihrem Nettoeinkommen entspricht.

Die Mietkosten für Ihre Wohnung sind davon nicht abzuziehen, da in den Selbstbehalten bereits die Kosten für die Warmmiete enthalten sind.

Die Kosten für die Bedienung des Hauskredits sind abzugsfähig. Einige Oberlandesgerichte gewähren daneben zudem einen weiteren prozentualen Abschlag vom Kindesunterhalt, da dieser ja auch den Wohnbedarf umfasst, undder ja durch die Zahlung des Kredites geleistet wird. Die angemessene Höhe des Abzug wird im Einzelfall durch den Richter festgelegt, und dürfte sich etwa im Rahmen von 15 % des Kinderunterhalts belaufen. Andere Oberlandesgerichte wollen einen Abzug neben einer Berücksichtigung der Kreditraten im Rahmen des Einkommens nicht gelten lassen.

Damit läge ihr zu berücksichtigendes Einkommen in der 4. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle

Da mit ihren beiden Kindern zwei gleichrangige Unterhaltsberechtigtevorhanden sind, wovon auch die Tabelle ausgeht, sind insoweit keine Korrekturen vorzunehmen.

Das Einkommen ihres Mannes spielt für die Höhe des Unterhalts keine Rolle, da er seiner Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern dadurch nachkommt, dass er die Kinder betreut.

Das Kindergeld, welches ihr Mann erhält, wird berücksichtigt, indem vom jeweiligen Betrag das hälftige Kindergeld abzielt, um den endgültigen Zahlbetrag zu erhalten.

Es ergeben sich folgende Beträge:

Für das elfjährige Kind ( 2. Altersstufe): 327 € (419- (184/2))

Für das vierzehnjährige Kind (3. Altersstufe): 398 € (490 -(184/2))


Damit ist sowohl ihr Selbstbehalt in Höhe von 950 €, als auch der Bedarfskontrollbetrag in Höhe von 1250 € gesichert, so dass auch insofern keine Korrektur vorzunehmen ist.

Für die genaue und belastbare Berechnung wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt. Anzuraten ist ihnen jedenfalls, die unterhaltsrechtlichen Leitlinien des für sie zuständigen Oberlandesgerichts überprüfen, da deren Vorgehensweise in einzelnen Punkte abweichen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen und eine erste Orientierung bieten. Sollten diesbezüglich noch Unklarheiten bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Ich verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Axel W. Vahl
Rechtsanwalt

Stammheimer Str. 101a | 50735 Köln
Tel. 0221/1696953 | Fax. 0221/169634745
E-Mail. info@kanzlei-vahl.de
www.kanzlei-vahl.de

Bewertung des Fragestellers 14.08.2012 | 23:22

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