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Berechnung Kindesunterhalt und (Ehegatten)Unterhalt


| 16.11.2017 16:02 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Guten Tag,

Ich hätte gerne dass Sie mir den Kindesunterhalt und (Ehegatten)Unterhalt berechnen. Die Angaben die ich unten gemacht habe sind nur Schätzungen und ich möchte nur eine ungefähre Berechnung haben, dass ich ungefähr weiß wieviel mir zustehen würde. Ich bin und war nicht verheiratet aber weiß dass mein Ex und der Vater meines Kindes mir 3 Jahre lang Unterhalt bezahlen müsste zusätzlich zum Kinderunterhalt.

Zu meinem Hintergrund-
Ich bin jetzt seit kurzem Alleinerziehende Mutter mit einem Baby dass 2,5 Monate alt ist. Ich wohne in Deutschland und mein Ex im Ausland. Ich habe erst vor in 2 Jahren wieder zu arbeiten, da ich mich um mein Kind kümmern möchte.

Mein Baby wurde Anfang September 2017 in Deutschland geboren. Seit Beginn der Schwangerschaft Januar 2017 arbeite ich nicht mehr da ich Krankenschwester bin und deshalb Arbeitsverbot habe wegen den gesundheitlichen Risikon für ein ungeborenes Kind.
Von Oktober bis Dezember 2016 habe ich 3 Monate Teilzeit im Ausland gearbeitet und ca 2000 Euro netto in den 3 Monaten verdient. Im Ausland habe ich mit dem Vater des Kindes zusammengewohnt.
Davor war ich arbeitslos von Juli bis Oktober 2016 und hatte keinerlei Verdienst und mein Ex hat im Ausland alle Kosten übernommen.. Miete, Essen,..etc
Von April bis Juli 2016 habe ich in Deutschland Vollzeit gearbeitet und netto 4500 Euro bekommen für die 3 Monate (das zu versteuernde Einkommen).
Vor April 2016 habe ich auch nicht gearbeitet und war nur auf Jobsuche da ich mein Studium September 2015 abgeschlossen habe. Während des Studiums habe ich nicht gearbeitet.

Meine Einkünfte jetzt sind Kindergeld 194 Euro, Elterngeld 300 Euro, Arbeitslosengeld 2 von Geburt an für Sep 709 EUR und Okt 793 EUR.

Und in den kommenden Monaten werde ich folgende Einkünfte haben (Arbeitslosengeld 2, schon angepasst mit Kindegeld etc)
Nov 793 Euro
Dez 600
Jan bis Mai 2018, 600 EUR.
Die weiteren Einkünfte nach Mai 2018 weiß ich noch nicht.
Meine Ausgaben sind nur Ausgaben für das Baby und Essen.

Mein Ex und Vater des Kindes lebt weiterhin im Ausland und ich bin zurück in Deutschland und lebe bei meinen Eltern mit meinem Kind seit der Geburt.
Der Vater verdient ca 6500 brutto Monat was ca 3000 EUR netto sind (Krankenversicherungskosten schon berücksichtigt). Sein Jahresgehalt sind ungefähr 40000 netto im Jahr.
Seine Miete beträgt 1500 Euro ca und er hat keine weiteren Ausgaben wie eine Lebensversicherung. Er hat auck keine Schulden.

Ich möchte von meinen Ex jetzt den Kindesunterhalt und Meinen Unterhalt einfordern, deshalb bräuchte ich eine ungefähre Summe die mir zustehen würde.

Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen





16.11.2017 | 18:35

Antwort

von


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HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Kindesunterhalt:
Der Kindesunterhalt richtet sich nach dem für Unterhaltszwecke zur Verfügung stehenden Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen.
Sie teilen mit, dass der Vater ca. 3000,00€ netto im Monat verdient. Damit wäre der Kindsvater in die 1. Altersstufe, 5. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle einzuordnen. Danach hätte das Kind einen Anspruch auf Unterhalt in Höhe von 411,00€, wobei das hälftige Kindergeld in Höhe von derzeit 96€ abzuziehen ist. Der Zahlbetrag würde dann 315,00€ betragen.

Dies aber alles unter der Voraussetzung, dass keine genaue Berechnung möglich ist, solange das konkrete Einkommen und etwaige Abzugsposten nicht bekannt sind.

2. Unterhalt wegen Betreuung des Kindes in den ersten drei Lebensjahren:
Dieser Unterhaltsanspruch ergibt sich aus § 1615l Abs. 1, 2 BGB. Die Höhe bestimmt sich nach der Lebensstellung der Mutter, also danach, was sie ohne Schwangerschaft, Geburt, Betreuung des Kindes an Einkommen erzielt hätte. Er beträgt in der Regel aber mindestens 880,00€.
Nun wird es in Ihrem Fall etwas kompliziert, da zunächst darauf abzustellen ist, ob Sie Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet hätten und damit eben auch ein mehr oder weniger an Einkommen erzielt hätten.
Vernünftigerweise wird zunächst auf das vor der Schwangerschaft tatsächlich erzielte Einkommen (Teilzeit) abzustellen sein. Sie teilten mit, dass Sie 2000,00€ netto verdient hätten.
Dies bedeutet aber nicht, dass der Kindsvater zur Zahlung von 2000,00€ verpflichtet ist. Von seinem unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen wird zunächst der Kindesunterhalt abgezogen, Es würde dann nach den Beträgen, die Sie genannt haben, ein Unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen in Höhe von ca. 2680,00€ verbleiben. Das bedeutet, dass ca. 1480,00€ zur Unterhaltszahlung an die Kindesmutter zur Verfügung stehen würden (wenn diese einen Unterhaltsanspruch in dieser Höhe hätte), da der Vater gegenüber der unterhaltsberechtigten Mutter grundsätzlich einen Selbstbehalt in Höhe von 1.200,00€ hat. Dieser wird aber bereits durch die Miete des Vaters überschritten, so dass fraglich ist, ob der Selbstbehalt möglicherweise zu erhöhen ist.

Ich kann Ihnen nur raten, zunächst die Mindestbeträge einzufordern, den Kindesvater zudem aufzufordern, vollumfänglich Auskunft über sein Einkommen zu erteilen.
Es können sich sodann vollkommen andere Unterhaltsbeträge ergeben.
Gerne stehe ich Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Interessen im Rahmen der Mandatserteilung zur Seite.

Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall meine Kanzlei.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2017 | 22:51

Sehr geehrte Frau Türk,
Ich hätte noch eine Frage zu Punkt 2. Ich habe hier in etwa ausgerechnet wieviel der Mindestselbstbehalt wäre von dem Kindsvater.

Er bezahlt ca 1500 Euro Miete, ca 500 Euro für Lebenshaltungskosten und ca 300 Euro für Sonstige Ausgaben.
Das heißt es wären ca 2300 Euro Mindestselstbehalt die er bräuchte um angenehm leben zu können.

Sie sagten dass ihm nach dem Abzug des Kindesunterhalts ein Einkommen von ca 2680 Euro verbleiben.
Das heißt wenn man dann sein Einkommen 2680 – dem Selbstbehalt 2300 EUR rechnen würde, würden ca 380 Euro übrigbleiben.
Wäre es fair dann ca 380 Euro als meinen Ulterhalt zu verlangen? Also insgesamt mit Kindesunterhalt von 411 Euro könnte ich vom Kindsvater 791 Euro bekommen?

1. muss ich erstmal 411 Euro von ihm für den Kindesunterhalt verlangen oder 315 Euro und dem Arbeitsamt sagen dass die Hälfte des Kindergelds schon abgezogen habe?
2. Bekomme ich den Unterhalt (meinen Unterhalt) für 3 Jahre auch wenn ich nach 2 Jahren wieder Vollzeit oder Teilzeit arbeite oder muss ich dann wieder einen Anwalt fragen um mir die Summe anzupassen je nach meinen Verdienst?

Bitte um eine Antwort ob es angebracht wäre ca 790 Euro von Ihm einzufordern. Ich muss unbedingt eine ungefähre Summe wissen, da ich den Unterhalt baldmöglichst einfordern will.
Ich habe viele Ausgaben wegen dem Baby und brauche dringend den Kindes- sowie meinenUnterhalt von ihm.

Danke
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2017 | 08:26

Sehr geehrte Fragestellerin,
es geht hier nicht darum, was der Vater haben muss, um selbst angenehm leben zu können.
Er hat Ihnen gegenüber einen Selbstbehalt in Höhe von 1.200,00€. Das bedeutet, von diesen 1200,00€ müsste er miete und Lebenshaltungskosten, versicherungen, etc. bezahlen und alles, was darüber hinaus geht, für Unterhaltszwecke einsetzen.
Problematisch ist dies hier, da die Miete bereits über diesen 1200,00€ liegt.

Sie sollten zunächst generell Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt einfordern. Der Kindesunterhalt, zahlbar ab sofort, sollte zunächst mit dem derzeit errechneten Betrag in Höhe von 315,00€ ( Zahlbetrag) gefordert werden. Gleichzeitig sollte mitgeteilt werden, dass der exakte Betrag nach Auskunfterteilung auch rückwirkend geltend gemacht wird. Deshalb sollten Sie, um nicht etwaige höhere Unterhaltsansprüche zu verlieren, den Vater zur umfassenden Auskunft über sämtliches erzieltes Einkommen in den letzten 12 Monaten nebst Vorlage von Belegen auffordern. Dieser Anspruch steht ihnen zu. Setzen Sie dem Vater hier eine Frist von 3 Wochen zur Erteilung der Auskunft.

Zudem sollten Sie den Vater auffordern, Betreuungsunterhalt zu zahlen und diesen zunächst im Rahmen des Ihnen zustehenden Mindestunterhaltes (880,00€) geltend machen. Auch hier sollten Sie ihn nochmals zur Auskunft auffordern.

Erst nach Erhalt der Auskünfte ist eine exakte Berechnung möglich.

Sie sollten gegebenfalls die Angelegenheit durch einen Rechtsanwalt durchführen lassen. Sie können hier möglicherweise einen Beratungshilfeschein beantragen, so dass die Kosten übernommen werden.

Gerne können Sie sich mit mir in Verbindung setzen. Der Vater könnte dann von hier aus aufgefordert werden. Danach könnte eine Berechnung erfolgen.

Bewertung des Fragestellers 20.11.2017 | 12:34


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