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Bemessungsentgeltberechnung ALG I

16.10.2020 10:54 |
Preis: 70,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Ich schreibe wegen einer - m.E. falschen - Berechnung des Bemesssungsentgelts in meinem ALG I-Bewilligungsbescheid. Bei einem Nettoeinkommen von ca. EUR 3700 wurde mir ein monatliches ALG von EUR1382 berechnet, deutlich unter 60%. Laut dem ALG-I-Rechner der AfA sollte mein ALG ca. EUR1900 betragen.

Das Bemessungsentgelt sind doch die Bruttoeinnahmen in den vergangenen 12 Monaten geteilt durch 360 (oder 365, ich habe unterschiedliches dazu gelesen).

- Gilt das auch wenn man wie ich ("unechter Grenzgänger" mit Lebensmittelpunkt Hamburg) im Ausland davor sozialversicherungspflichtig erwerbstätig war?

- Hat das etwas mit der "Beitragbemessungsgrenze West" zu tun? Ich habe in Dänemark gearbeitet, habe aber nicht mehr als diese Grenze verdient (ca. EUR5000 Brutto monatlich). Ich war auch nicht an einer A-Kasse angemeldet (sonstige soziale Leistungen und Steuern bezahlt), mir wurde aber gesagt es spielt für die deutsche AfA keine Rolle solange der monatliche Lohn über 500 Euro liegt.

Meine eigentliche Frage: Gibt es eine gewisse Regelung die mir hier entgangen ist? Oder handelt es sich offenbar um einen Fehler der Agentur?

Danke im Voraus
18.10.2020 | 14:31

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

das Arbeitslosengeld berechnet sich anhand des Bruttoentgelts, das im Bessungszeitraum erzielt wurde (Bruttoentgelt). Da Sie als Grenzgänger direkt vor der Arbeitslosigkeit im Ausland beschäftigt waren, wird auch das ausländische Arbeitsentgelt bei der Berechnung des Bemessungsentgelts berücksichtigt.

Die Berechnung kann einmal konkret anhand des tatsächlich erzielten Bruttoentgelts erfolgen. Oder in Ausnahmefällen fiktiv anhand der Qualifikation des Arbeitslosen.

Bei der konkreten Berechnung ist das Bruttoentgelt maßgebend, das im letzten Jahr (Bemessungsrahmen) vor dem Ende des letzten versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses erzielt wurde. Entscheidend sind die Gehaltsabrechnungen, die in diesem Zeitraum liegen. Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben Zeiträume z.B. mit Elterngeld oder Erziehungsgeld oder mit Teilzeitarbeit außer Betracht.

Falls in diesem Jahr keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt liegen, wird der Bemessungszeit auf zwei Jahre erweitert. Oder falls es eine unbillige Härte darstellen würde, wenn nur das Bruttoentgelt des letzten Jahres berücksichtigt würde und ein entsprechender Antrag des Arbeitslosen vorliegt.

Bemessungsentgelt ist dann das das durchschnittliche Arbeitsentgelt/Tag, das der Arbeitslose im Bemessungszeitraum bekommen hat.

Falls in dem Bemessungsrahmen von zwei Jahren auch keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt liegen, findet eine fiktive Bemessung statt. Es wird ein fiktives Arbeitsentgelt zugrunde gelegt je nach Qualifikation des Arbeitslosen.

Zur Qualifikationsgruppe 1 gehören Arbeitslose mit Hoch- oder Fachhochschulausbildung (2020: 127,40 €/Tag). Zur Qualifiktionsgruppe 2 Arbeitslose mit Fachschulabschluss, Meisterprüfung oder vergleichbare Abschlüsse (2020: 106,17 €/Tag). Zur Qualifikationsgruppe 3 zählen Arbeitslose mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem Ausbildungsberuf (2020: 84,93 €/Tag). Qualifikationsgruppe 4 sind Arbeitslose ohne Ausbildung (2020: 63,70 €/Tag).

Von dem konkreten oder fiktiven Bemessungsentgelt werden je nach Lohnsteuerklasse pauschale Abzüge vorgenommen für Steuern und Sozialversicherung. Freibeträge und Pauschalen, die nicht jeder Arbeitnehmer bekommt, werden nicht berücksichtigt. Das pauschalierte Netto-Engelt wird auch als Leistungsentgelt bezeichnet.
67 Prozent des Leistungsentgeltes erhalten Arbeitslose, bei denen Kinder zu berücksichtigen sind. Die anderen 60 Prozent.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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