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Beim Erbe trotz bestehender Forderung nicht berücksichtigt

10.06.2007 01:21 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren !

Vielen Dank das Sie sich Zeit nehmen meine Fragen zu beantorten.

Ausgangssituation:

Meine Oma ist im April im Alter von 101 Jahren verstorben. Ihr Mann ist bereits vor ca. 25 Jahren verstorben. Aus Ihrer Ehe sind 3 Töchter hervorgegangen. Meine Großeltern haben in den 50er Jahren ein Haus gebaut. Meine Mutter hatte die Finanzierung des Hauses durch Überweisung von 2 Jahresgehältern in den 50er Jahren unterstützt. Sie hatte damals in der Schweiz gearbeitet und von dort das Geld überwiesen. Die Belege der Überweisungen sind vorhanden. Mündlich wurde eine Rückzahlung durch meine Großmutter versprochen. Das Haus der Großeltern wurde später auf Druck der jüngster Tochter auf Ihren alleinigen Namen überschrieben. Der Großvater verstarb nach über 10 Jahren nach dieser Überschreibung. Daher wird das Haus für den Plichtteil nicht mehr berücksichtigt. Meine jüngste Tante hat nun das Haus im Besitz. Bis zum 99. Lebensjahr konnte meine Oma noch selbständig Ihr Konto verwalten. Nach einem Schlaganfall war Sie aber nicht mehr in der Lage Ihre finanziellen Dinge zu regeln. Etliche Rentenzahlungen /Sparbuchbeträge meiner Oma sind nun in die Verschönerung und Renovierung des Hauses geflossen sodaß nun damit zu rechnen ist, daß nur noch geringste Beträge dort verblieben sind.

1. Frage: Hat meine Mutter eine r e e l l e Chance Ihr überwiesenes Geld aus den 50er Jahren von meiner Tante zurückzubekommen ?

2. Kann meine Tante das Geld meiner Oma, als Sie nicht mehr in der Lage war es zu verwalten, einfach in Ihr Haus stecken und damit den Pflichtteil reduzieren ?

3. Macht so ein Rechsstreit Sinn ? Kann so ein Rechtsstreit Jahren dauern ? Mein Eltern sind finanziell nicht sonderlich gut bestellt (ca. 1300.- Rente komplett).

4. Meine älteste Tante ist hörbehindert und hat angeblich Wohnrecht auf Lebenszeit in der Dachgeschoßwohnung. Sie kann meine jüngste Tante aber aufgrund von Ungerechtigkeiten (wurde auch für die Finanzierung des Hauses herangezogen) nich sonderlich leiden. Kann Sie die Wohnung vermieten und ausziehen ?

Danke vorab für die Antworten (ich hoffe Sie schaffen das in 10 Minuten ;-) ).

MfG

Bossi0815



2. Frage:
10.06.2007 | 12:51

Antwort

von


(99)
Köbelinger Str.1
30159 Hannover
Tel: 0511 330893 80
Web: http://www.pi-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrer Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Die Forderung dürfte mit Sicherheit längst verjährt sein. Längste Verjährungsfrist ist 30 Jahre.

2. Grundsätzlich kann natürlich Ihre Oma zunächst mal nur über ihr Geld verfügen. Was der Schlaganfall verursacht hat, lässt sich nicht sagen. Denkbar ist zum einen, dass Ihre Oma schlicht körperlich bewegungsunfähig ist, aber in Ihren Hirnfunktionen unbeeinträchtigt. Dann wäre sie wohl noch geschäftsfähig, und hätte ja ihre Tante bezüglich dieser Investionenen ins Haus anweisen können. Zum anderen kann der Schlaganfall auch eine Beeinträchtigung der Hirnfunktionen, und damit eine Gschäftsunfähigkeit nach sich ziehen. Wer dann für Ihre Oma handeln kann, bestimmt das Vormundschaftsgericht, oder wenn Ihre Oma eine Betreuungsvollmacht gemacht hat, Ihre Oma.
Als Kläger hätte Ihre Eltern zum einen zu beweisen, dass Ihre Tante ohne Berechtigung über Gelder verfügt hat, zum anderen, dass diese Gelder in das Haus geflossen sind. Das könnte schwierig werden.

3. Bei dem Einkommen dürften ihre Eltern Anspruch auf Prozesskostenhilfe haben. Dazu muss aber die Rechtsverfolgung Aussicht auf Erfolg haben. Daran habe ich nach Ihrem Vortrag Zweifel. In erster Instanz sollten Sie schon einmal mit einer Verfahrendauer ab sechs Monaten rechnen. Je nach dem, was die Parteien vorzutragen haben, kann das schnell viel mehr werden.
Für eine 100 prozenmtig abschließende Prüfung der Erfolgsaussichten müssen Sie alle vorhandenen Unterlagen einem Anwalt vorlegen.

4. Hier müssen Sie schauen, was im Grundbuch eingetragen ist. Ist zugunsten Ihre Tante lediglich ein Wohnrecht bestellt, kann sie nicht ausziehen und weiter vermieten. Ist ein Nießbrauch bestellt, dann kann sie auch die Nutzungen ziehen, und ggf. vermieten.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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