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Autoverkauf ohne Erbschein

| 28.04.2013 19:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Sehr geehrte Damen und Herren,
Vor einem Monat ist mein Mann verstorben. Ich und seine volljährige Kindern aus der anderen Ehe sind gesetzliche Erbfolgen. Es liegt kein Testament vor. Die Erbscheine sind beim Nachlassgericht beantragt. Geld auf dem Konto, Immobilien und ein Auto gehören zur Erbmasse. Nun verkauft der Sohn das Auto ohne mein Einverständnis und möchte die Hälfte vom Erlös an mich überweisen. Ich bin damit nicht einverstanden, da ich nicht weiß ob er tatsächlich das Auto zu dem Preis verkauft, den er mir genannt hat. Wir haben es auch ausgemacht, dass das Auto erst nach der Erteilung des Erbscheines verkauft wird und ich ein Vorkaufsrecht habe. Eventuell hatte ich ein höheres Angebot für das Auto von einem Autohändler aus dem Bekanntenkreis bekommen. Ich musste das Auto später bei ihm vorstellen.
Welche rechtlichen Schritte kann ich gegen dem Sohn des Verstorbenes einleiten? Kann ich unter anderem bei der Polizei eine Anzeige erstatten?
Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Vielen Dank für die eingestellte Frage. Diese möchte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben und in Ansehung Ihres verminderten Einsatzes wie folgt beantworten.

Mit dem Erbfall entsteht die Erbengemeinschaft. Sie ist eine „Zwangsgemeinschaft" mit einer starken Bindung zwischen den Erben, weil sämtliche Vermögenswerte des Nachlasses nur allen Erben gemeinsam zustehen.
Hier kann der einzelne Erbe oder auch mehrere gemeinsam NICHT einfach über den Nachlass verfügen. In der Erbengemeinschaft, die regelmäßig erst rechtmäßig durch den Erbschein festgestellt wird (der Erbschein ist aber keineswegs erforderlich um Erbe zu sein, dieses Recht erwirbt der Erbe kraft Gesetzes!!! …der Erbschein wirkt nur als amtlicher Nachweis der Überprüfung dessen).

Nicht destotrotz ist der Sohn Ihres verstorbenen Ehemannes nicht ohne Zustimmung (zustimmen = vorher ./. genehmigen = nacher) berechtigt, über einzelne Nachlassgegenstände zu verfügen. Insoweit hier der Erbengemeinschaft vor ihrer Auseinandersetzung ein Schaden entstanden ist, wäre der Sohn hier gegenüber der Erbengemeinschaft schadensersatzpflichtig. Ein solcher Schaden müßte aber konkret nachgewiesen werden können.

So Sie Ihrerseits mit der Erbengemeinschaft Vereinbarungen zur Auseinandersetzung dieser bzw. bezüglich der Verwertung von Nachlassgegenständen getroffen haben, sind diese gegenüber den Miterben verbindlich. So wäre darauf zu verweisen, dass Ihnen nach einer solchen Vereinbarung ein Vorkaufsrecht an dem Nachlassgegenstand zustünde. Soweit Ihnen hier ein nachweisbarer Schaden entstanden ist, wäre auch hier der Sohn Ihnen gegenüber zum Ersatze des Schadens verpflichtet.

Eine Anzeige bei der Polizei wird hier keine Aussicht auf Erfolg haben, da der Verfügende zum Personenkreis der Berechtigten gehört, hier aber insoweit nur seine Verfügungsbefugnis gegenüber den Miterben überschritt, dürfte kein Straftatbestand erfüllt sein und damit keine Straftat vorliegen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.04.2013 | 22:38

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