Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auskunftspflicht des Schuldners

04.11.2008 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Guten Tag !

Inwieweit habe ich als Gläubiger in der Wohlverhaltensphase des Schuldners die Richtigkeit der abgeführten gepfändeten Beträge zu überprüfen ?

Kann ich Kopien der entsprechenden Lohnabrechnungen beim Schuldner oder beim Drittgläubiger anfordern ?

Und, fallen selbstschuldnerische Anerkenntnisse auch unter die Restschuldbefreiung ?

Sehr geehrter Fragesteller,

nach § 301 InsO unterfallen der Restschuldbefreiung sämtliche Forderungen. Auch Forderungen von Gläubigern, die Ihre Forderung nicht angemeldet haben und deren Forderung auch nicht infolge grober Fahrlässigkeit vom Schuldner nicht angegeben worden ist, § 290 Abs. 1 Nr. 6 InsO , unterfallen dieser Regelung. Auch Anerkenntnisse unterfallen daher grundsätzlich der Restschuldbefreiung.

Die Pflichten des Schuldner richten sich für die Zeit der Wohlverhaltensperiode nach § 295 InsO . Eine Auskunftspflicht ggü. dem einzelnen Gläubiger besteht daher nicht. Auskünfte erhalten Sei demgegenüber vom Treuhänder. Darüber hinaus ist auch der Drittschuldner (meist AG) gesetzlich nicht verpflichtet, dem Gläubiger unterlagen zukommen zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschafft zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA

Rückfrage vom Fragesteller 04.11.2008 | 12:37

Hallo Herr Scholz,

der Treuhänder hat mir mitgeteilt, das er Stichprobenartig die Unteralgen geprüft hat und er zur Erkenntnis gekommen ist, das der AG den Pfändungsbetrag richtig errechnet hat, was ich aber anzweifele aufgrund mir vorliegender anderweitiger Informationen.

Unterlagen bzw. Kopien von den in Frage kommenden Verdienstbescheinigungen will er aber nicht aushändigen.

Kann hier das Insolvenzgericht weiterhelfen ?

Freundliche Grüße aus Hessen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.11.2008 | 12:52

Sehr geehrter Fragesteller,

ganz Recht, Sie können beim zuständigen Insolvenzgericht unter Begründung anregen, die Tätigkeit des Treuhänders einer Prüfung zu unterziehen, ergibt sich aus § 58 InsO , der nach § 313 Abs. 1 Satz 3 auch für Treuhänder gilt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90223 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Eine sehr sehr schnelle (<2h) und ausführliche sowie passende Antwort. Super Service vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Sehr freundlich und hilfreich. Würde ich bei einem nächsten Fall, gern wieder Fragen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und kompetent. Danke ...
FRAGESTELLER