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Ausgleich für 10 Jahre Betriebszugehörigkeit - Anspruch auf Abfindung?


12.08.2007 11:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich möchte bitte eine Klärung folgenden Sachverhalts.

Mein Chef möchte, die Softwareentwicklung von Kerngeschäft abkoppeln. Ich soll zum Übergang in die andere GmbH selber
kündigen und werde dann von der neuen GmbH (bei der ich 10% Gesellschafter werde) überganslos neu angestellt. Ich verstehe mich mit meinem Chef sehr gut, und kann mit Ihm über alles reden.

Ich bin fast 10 Jahre bei der alten GmbH (10jähiges im September). Dies und meine Kündigungsfristen würden mir sicher später nichts mehr bringen.

Frage deshalb? Wenn ich mich mit meinem Chef drauf einige, dass wir einen Ausgleich für die 10Jahre schaffen, was würde mir etwa zustehen?

Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder. Bin wie gesagt fast 10 Jahre dabei und verdiene etwa 4000€ Brutto.


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Grundsätzlich wird eine Abfindung nur als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes gezahlt. Allerdings besteht ein genereller gesetzlich geregelter Anspruch entgegen einer weit verbreiteten Meinung nicht.
In ihrem Fall soll jedoch nur eine Abfindung für den Verlust der längere Kündigungsfristen und sonstiger Vorzüge aus der langjährigen Anstellung abgegolten werden. Die Höhe der „Abfindung“ unterliegt daher grundsätzlich nur der Verhandlung zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber.
Als Anhaltspunkt kann hier unter Umständen § 1a Abs. 2 KSchG dienen. Hiernach beträgt die Höhe der Abfindung 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. In Ihrem Fall, 4.000 € Verdienst und 10 Jahre Beschäftigungszeit, wären dies 20.000 €. Bedenken Sie allerdings, dass § 1a Abs. 2 KSchG nur Anwendung bei betriebsbedingten Kündigungen durch den Arbeitgeber findet.

Letztlich bleibt die Höhe der Abfindung reine Verhandlungssache.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de
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