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Ausgenutzt


| 12.01.2006 10:23 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Sehr geehrten RAe,

im Oktober ´05 lernte ich (20) eine junge Dame R. (16) kennen. Ich glaubte, dass sie mich wirklich liebt und fuhr 3 mal zu ihr (Entf. ca. 550 km).

Alles war schön und gut, bis sie sich ab Weihnachten nicht mehr meldete. Ich nahm an, ihre Eltern hätten ihr den Kontakt zu mir verboten. Am 28.12. meldete sie sich bei mir und meinte, dass sie nun doch über Silvester zu mir kommen würde. Dies war geplant und dann wieder abgesagt worden (durch den Vater). Abends stellte sich durch Zufall heraus, dass ihre Eltern hiervon nichts wussten.

Ab da hatten wir keinen Kontakt mehr, bis ich am 5.1. einen Brief vom RA der Eltern per 3.1. bekam. Inzwischen schrieb mir R. am 4.1. per SMS, dass sie dringend mit mir reden müsste, ihr Vater hätte "mist gebaut". Ich meldete mich mittags am 5.1., bevor ich heim kam und meine Post lesen konnte. Sie erläuterte mir, dass ihr Vater beim Anwalt ein Schreiben hat aufsetzen lassen, in dem er mich auffordert, jegliche Kontaktaufnahme zu unterlassen. Dieses Telefonat führten wir "geheim", dennoch entdeckte ihr Vater sie in einer Seitenstraße stehend, entriss ihr das Telefon und sah, dass ich dran war.

Am darauf folgenden Tag reagierte ich auf das Schreiben des RA und entschloss mich entgegen des Verbot bei den Eltern anzrufen. Es stellte sich heraus, dass R. in der ganzen Zeit, in der sie mir SMS schrieb und meinte, sie würde mich lieben, ihren Eltern erzählte, dass ich sie "belästigen" würde und entgegen ihrer ausdrücklichen Bitte mich immer wieder bei ihr melden würde. Dem war ja nicht so. Ich meldete mich nur weil sie die SMS schrieb und meinte, es sei "dringend". Ihre Eltern und ich klärten die Angelegenheit und als ich betonte, dass ich gewisse SMS von ihr gespeichert habe ("ich liebe dich,...") und per Einzelverbindungsnachweis belegen kann, dass ICH mich nicht gemeldet hab begannen Sie mir zu glauben. Am Sonntag telefonierten wir nochmal, hier erfuhr ich, dass R. bereits jemand neues hat.

Alle Anzeichen und gewisse Äußerungen zeigen, dass sie es wohl nur auf "das eine" abgesehen hatte und mich, bzw. meine Gefühle sehr hintergangen hat.

Sie wusste, dass ich aufgrund eines "schlimmeren" Vorkommnisses direkt bevor ich sie kennen lernte, psychisch SEHR angeschlagen war. Dies war ihr bei ihrem "heimtükischen" Spiel vollkommen egal. Inzwischen bin ich (leider) wieder in psychologischer Behandlung, kann nicht mehr schlafen und kaum noch essen.

Nun zu der Frage: Gäbe es eine Möglichkeit sie zu verklagen? Wegen Täuschung? Ausnutzen? Hintergehen?....

Es soll nicht unbedingt wie ein "Rachezug" aussehen, aber ich wäre froh, wenn man hier etwas unternehmen könnte.

Ich bedanke mich bereits im Voraus für Ihre Hilfe. Bitte seien Sie so nett und antworten NICHT, wennn es keine Möglichkeit gibt. Dankeschön für Ihr Verständnis.
Eingrenzung vom Fragesteller
12.01.2006 | 10:30
Eingrenzung vom Fragesteller
12.01.2006 | 10:44
Eingrenzung vom Fragesteller
12.01.2006 | 11:02
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich, nachdem Sie die „Bedingung“ zurückgenommen haben, im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Strafrechtlich ist der jungen Dame nichts vorzuwerfen, da diese gegenüber Ihnen keine strafrechtlich relevanten Täuschungshandlungen begangen hat, die bei Ihnen zu „Vermögensschäden“ geführt haben. Vielmehr handelt es sich hier bei den „Fahrtkosten, Telefonkosten, etc.“ um „beziehungstypische“ Aufwendungen.

II. Diese Aufwendungen können Sie grds. auch zivilrechtlich nicht zurückfordern. Von einer vorsätzlichen sittenwidrigen Handlung der jungen Dame während der Beziehung kann man nicht ausgehen, da ja, Ihrer Beschreibung nach, gerade eine solche Beziehung bestanden hat. Ob die junge Dame überhaupt zivilrechtlich haften muss, richtet sich (im Deliktsrecht) nach § 828 Abs. 3 BGB, wonach es darauf ankommt, ob die junge Dame bei der Begehung der schädigenden Handlung die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht gehabt hat.

III. Wehren sollten Sie sich aber gegen eine etwaige Kostenrechnung des Anwalts der Familie wegen seiner Schreiben an Sie. Da Sie Ihrer Schilderung nach keinerlei „Aufdringlichkeiten“ an den Tag gelegt haben, die zur Abwehr solcher Handlungen provoziert hätten, besteht für Sie auch kein Grund zur Übernahme dieser Kosten.

IV. Ansonsten sollten Sie die Sache hinter sich lassen und sich auf die positiven Umstände in Ihrem Leben konzentrieren.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.01.2006 | 12:31

Sehr geehrter Herr RA Schmidt,

danke für die Ausführung. Teils bedauerlich, dass ich nichts unternehmen kann im jur. Sinne, teils ist es wohl doch besser so.

Ich werde mich weiterhin (wie bislang auch) komplett distanzieren und hoffe, dass auch von der "anderen Seite" nun Ruhe herrscht.

Sollten noch gravierende "Rückschläge" kommen, werde ich mich gerne direkt persönlich an Sie wenden.

Nochmals, besten Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.01.2006 | 12:45

Sehr geehrter Fragesteller,

ich freue mich, dass ich Ihnen mit meiner Antwort geholfen habe.

Bei weiteren Problemen können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
St. Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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