Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Post, Datenschutz, Mieter, Privatsphäre

| 29.05.2015 09:50 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Hallo,

ich habe seit geraumer Zeit Probleme mit Mietern über mir. Vermieter und ich sind uns einig, dass neben dem eigentlichen Mieter dort diverse UNTERMIETER wohnen, die dort nicht wohnen dürften - den Lärmpegel jedoch entsprechend verdoppeln, verdreifachen.

Nun habe ich kürzlich am gemeinschaftlichen Briefkasten im Treppenhaus ein Foto von einem Brief an einen dieser Untermieter aufgenommen (der Name des Untermieters steht natürlich weder am Briefkasten noch sonst wo - der Brief war c/o adressiert). Er hat seine Wahlunterlagen erhalten. Der Brief hing aus dem Briefkasten. Ich musste also nicht stöbern und selbstverständlich habe ich den Brief nicht durchleuchtet oder gar geöffnet!

Ich würde dieses Foto gerne meinem Vermieter als Nachweis vorlegen, dass diese Person offensichtlich hier ihren Wohnsitz hat (meines Erachtens werden Wahlunterlagen nur an die Meldeadresse verschickt).

MEINE FRAGE: Könnte ich, indem ich dieses Foto dieses Briefes gemacht habe und hierzu verwenden will, irgendein Schutzrecht dieser Person verletzen (Datenschutz, Briefgeheimnis oder etwas in der Art)?

Vielen Dank und Grüße

Marcus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Briefgeheimnis dürfte hier nicht betroffen sein, da Sie das den Umschlag nicht geöffnet und das Schriftstück bzw. dessen Inhalt nicht zur Kenntnis genommen haben und auch kein verschlossenes Behältnis geöffnet oder eine sonstige Zugangssicherung überwunden haben. Soweit es nur die Meldeadresse betrifft, dürften auch regelmäßig keine datenschutzrechtlichen Bedenken bestehen, da diese Informationen auch jederzeit über eine Melderegisterauskunft eingeholt werden können und bei der Zusendung von Wahlunterlagen durch die Behörde auch nicht der Privat- oder Intimbereich des Empfängers berührt ist.

Wenn der Blick auf diese Daten also vom gemeinsamen Treppenhaus frei zugänglich war, dürfte ein Abfotografieren und Weiterleiten an den Vermieter grundsätzlich zulässig sein - zumal in Ihrem Fall ja auch ein berechtigtes Interesse sowohl von Ihnen als auch des Vermieters besteht, wenn diese Person dort nicht als Mieter aufgeführt ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.05.2015 | 13:36

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Jetzt Frage stellen