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Ausbeute bei Zeitarbeit

| 08.07.2009 10:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrter Herr Anwalt,

ich arbeite seit 06.07.09 bei einer Zeitarbeit und bin bei einem Kunden eingesetzt ( Tankstelle und Waschanlage,Car Cosmetik),
in den zwei Tagen habe ich gemerkt das da einiges nicht in Ordnung ist.Erstens hält der sich nicht an den Arbeitszeiten und auch nicht an die Pausenregelung.Ich mußte gestern über 11 Stunden arbeiten und hatte nur 20 Minuten Pause,auch nur durchs betteln bekommen,weil es mir schon schlecht war. Und die 11 Stunden Arbeit,wurden nicht freiwillig von mir gearbeitet, wie kann ich mich da vor schützen, ich habe auch mit bekommen,dass er das öfters mit den Mitarbeitern macht.Ich habe darauf hin,die Zeitarbeitsfirma angesprochen und gesagt das ich das nicht so hin nehme und eine andere Arbeit möchte,sie sagte mir hat sie nicht und wenn es mir nicht passt,soll ich kündigen.Das geht aber nicht,weil ich sonst eine Sperre vom Arbeitsamt bekomme und ich in einer privaten Insolvenz bin. Was kann ich dagegen unternehmen.
Weil beim dem Kunden stimmt auch die Kommunikation nicht und die Arbeit doppelt und dreifach verrichten muß,weil einem keiner was sagt.Bitte helfen Sie mir.Danke.
MfG

Sehr geehrter Fragesteller/in,
vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzten kann, sondern ausschließlich den Zweck hat, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Die zulässige Höchstarbeitszeit an Werktagen beträgt acht Stunden, vgl. § 3 Satz 1 ArbZG. Insoweit ergibt sich eine gesetzliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche (d.h. 6 Tage mal 8 Stunden).

Eine Verlängerung der jeweiligen Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden täglich ist zulässig, wenn innerhalb eines Ausgleichszeitraums von sechs Monaten oder 24 Wochen die durchschnittliche Arbeitszeit höchstens acht Stunden beträgt, vgl. § 3 Satz 2 ArbZG.

Die Dauer der Pause beträgt bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden bis neun Stunden 30 Minuten. Bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden 45 Minuten. Die Pausen können dabei in Zeitabschnitte von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Jedoch muss spätestens nach sechsstündiger ununterbrochener Arbeitszeit eine Pause gewährt werden, vgl. § 4 ArbZG.

Folglich liegt nach alledem hier ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz vor.

Etwas anderes kann sich zu dem oben genannten aus dem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ergeben.

Sie sollten daher nochmals Ihre Zeitarbeitsfirma und auch den Kunden auf diese gesetzlichen Regelungen hinweisen. Sollte es eine Einigungsstelle oder sogar einen Betriebsrat geben, sollten diese über die Umstände informiert werden. Gleichfalls sollten Sie Ihrer Zeitarbeitsfirma und den Kunden mit dem Gewerbeaufsichtsamt „drohen“. Gemäß § 17 Absatz 2 ArbZG kann die zuständige Aufsichtsbehörde gegenüber Ihrem Arbeitgeber die Maßnahmen anordnen, die dieser zur Erfüllung der sich aus dem Arbeitszeitgesetz ergebenden Pflichten zu treffen hat. Bei den zuständigen Aufsichtsbehörden handelt es sich regelmäßig um das Gewerbeaufsichtsamt und das Amt für Arbeitsschutz.

Eine Möglichkeit, aufgrund der von Ihnen geschilderten Verstöße, den Arbeitsvertrag zu kündigen, ohne eine Sperrzeit befürchten zu müssen, gibt es nicht. Insoweit bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, einen Aufhebungsvertrag zu schließen. Dieser ist jedoch von der Zustimmung des Arbeitgebers abhängig. Des Weiteren muss dieser auch entsprechend formuliert werden, dass gerade keine Sperrzeiten durch das Arbeitsamt zu befürchten sind. Zu letzt bleibt Ihnen nur die Möglichkeit über einen Anwalt die entsprechende Hilfe zu bekommen. Andere Möglichkeiten sehe ich in Ihrem Fall nicht.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

André Neumann

Rechtsanwalt Dipl. Jur.

Bewertung des Fragestellers 07.11.2009 | 09:02

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