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Auftraggeber befürchtet Schwarzarbeit


| 17.06.2006 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag !
Am übernächsten Wochenende richte ich eine Familienfeier aus. Das Essen wird von einer Fleischerei geliefert, die wir das erste mal beauftragen, aber schon auf einem anderen Fest gesehen haben. Die Beauftragung dieser Fleischerei erfolgte telefonisch. Schriftwechsel dazu existiert nicht.
Nach Rückfrage bezüglich der Bezahlung erhielten wir die Antwort : "Am liebsten bar."
Ich habe nun natürlich die Befürchtung das die Bezahlung an der Steuer vorbei geht. Der relativ günstige Preis ( kein Dumpingpreis, aber auch nicht wirklich teuer) spricht auch dafür. Ich möchte den Auftragnehmer ungern vorher darauf ansprechen, da ich befürchte er könnte uns ansonsten abspringen.Ich möchte aber auf keinen Fall etwas tun, was sich im Nachhinein als strafbar herausstellt.
Mache ich mich strafbar, wenn ich ersteinmal bezahle, und in dem Falle das mir keine Rechnung ausgestellt wird, die Angelegenheit später melde ? Müsste ich in diesem Falle, einfach naträglich 16 Prozent Mehrwertsteuer abführen und die Sache wäre für mich erledigt, oder käme noch eine Strafe dazu ? An wen wäre eine solche " Selbstanzeige " zu stellen ?
Sehr geehrter Fragesteller,

die Umsatzsteuer (MWSt) wird nicht von Ihnen, sondern von dem Lieferanten geschuldet. Sie schuldeten diese nur dann dem Finanzamt, wenn Sie sich an einer Steuerhinterziehung des Lieferanten beteiligen, nur dann bestände auch ein strafrechtliches Risiko für Sie. Hierfür wäre es jedoch erforderlich, daß Sie um die vom Lieferanten geplante Steuerhinterziehung wissen, was bei Ihnen offensichtlich aber nicht der Fall ist. Die bloße Vermutung reicht nicht aus, auch nicht im Hinblick auf den günstigen Preis, zumal es sich nach Ihrer Schilderung hierbei ja nicht um einen Dumpingpreis handelt. Und der Barzahlungswunsch kann auch einfach daher rühren, dass die Fleischerei bei ihr unbekannten Kunden nicht ihrem Geld nachlaufen möchte.

Von daher sehe ich in Ihrem Fall keine Probleme, wenn Sie die Lieferung bar bezahlen. Sie sollten allerdings auf die Erstellung einer Rechnung und einer Quittung für Ihre Barzahlung bestehen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 17.06.2006 | 12:26

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Wäre es als Beteiligung an der Steuerhiunterziehung zu sehen, wenn ich am Ende nicht auf einer Rechnung bestehe, oder der Lieferant sich weigert eine auszustellen, und ich in trotzdem bezahle ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2006 | 12:27

Sie sind nicht verpflichtet, auf eine Rechnung zu bestehen. Wenn allerdings der Lieferant auf Ihre Bitte hin Ihnen weder eine Rechnung noch - nach Bezahlung - eine Quittung erteilt, sollten Sie "hellhörig" werden.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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