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Auflösung einer Wohngemeinschaft


14.10.2006 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Unser Sohn hat gemeinsam mit einer ehemaligen Mitschülerin zum 01.09 eine Wohnung in Berlin bezogen.Die junge Frau fungierte dabei als Hauptmieterin. Da die Wohnung renovierungsbedürftig war, gestand die Wohnungsgesellschaft die Erlassung der Zahlung von 2 Kaltmieten (also für Sept. und Okt.)zu, die durch die selbständige Ableistung der Renovierung abgegolten werden sollten. Nach 3 Wochen gemeinsamen Wohnens (und Fertigstellung des Laminatbodens durch meinen Sohn in seinem Zimmer) stellte nun die junge Dame fest, dass mein Sohn mit seiner Belastung durch seinen Zivildienst als Krankenpflegehelfer wohl doch nicht der geeignete Mitbewohner ist und verlangte von ihm den Auszug.Als Termin setzte sie den 31.10.
Nun verlangt sie von ihm für diesen Monat Miete, obwohl sie selbst ja auch keine zahlt.
Wir sind damit nicht einverstanden. Wer hat also recht? Außerdem interessiert mich, ob sie den Fußbodenbelag einfach so behalten darf? Wir haben den finanziert unter der Voraussetzung, dass unser Sohn dort vernünftig leben kann. Das Gegenteil ist nun eingetreten. Unser Sohn ist wieder (nach seinem Dienst) auf Wohnungssuche. Er und wir müssen erneut Kraft, Zeit und Geld investieren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt summarisch beantworten möchte:

Offensichtlich hat die ehemalige Mitschülerin Ihres Sohnes als Hauptmieterin einen Mietvertrag abgeschlossen und einen Teil des Wohnraums sodann an Ihren Sohn als Untermieter "untervermietet".

Die Erlassung des Mietzinses für zwei Monate durch die Wohnungsgesellschaft ist demzufolge für das Untermietverhältnis zwischen der Hauptmieterin und Ihrem Sohn -rechtlich gesehen- irrelevant.
Ausschlaggebend für den von Ihrem Sohn geschuldeten Mietzins ist allein der mit der Hauptmieterin geschlossene Untermietvertrag.
Sofern für die ersten beiden Monate keine Sondervereinbarung zwischen Ihrem Sohn und der Hauptmieterin getroffen wurde (evtl. auch mündlich? Zeugen?) schuldet Ihr Sohn den Mietzins für diesen Zeitraum.



Der von Ihrem Sohn verlegte Fußbodenbelag kann dagegen gem. §539 II BGB grundsätzlich jederzeit wieder vor dem Auszug durch Ihren Sohn entfernt werden.
Alternativ besteht gem. §539 I BGB zudem grundsätzlich ein Anspruch Ihres Sohnes auf Aufwendungsersatz gegenüber der Hauptmieterin, so daß hier relativ problemlos eine "Entschädigungszahlung" durch die Hauptmieterin realisiert werden kann.


Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf den mir zur Verfügung gestellten Angaben, bzw. dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt basiert, daneben aber durchaus andere Punkte relevant sein könnten, die zu einem möglicherweise anderen Ergebnis führen können.

Eine umfassende und verbindliche rechtliche Beratung ist nur im Wege einer Mandatserteilung und hier insbesondere nur nach Prüfung des zugrundelegenden (Unter-)Mietvertrages möglich.

Ich hoffe, Ihnen die im Rahmen dieses Forums angestrebte erste rechtliche Orientierung ermöglicht und Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben, stehe über die Nachfragefunktion für etwaige Rückfragen selbstverständlich gerne zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michael Kümpfbeck
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.10.2006 | 19:24

Der Mietvertrag wurde von der Mitschülerin unterzeichnet, mein Sohn erscheint darin als Mitmieter. Ist das mit einem Untermietverhältnis gleichzusetzen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.10.2006 | 22:07

Wenn der Mietvertrag alleine von der ehemaligen Mitschülerin unterzeichnet wurde und in dem Vertrag lediglich die Gebrauchsüberlassung an Dritte (in diesem Fall an Ihren Sohn) geregelt wurde, ja.


Andernfalls wäre evtl. zu prüfen, ob der Mietvertrag nicht zwischen der Wohnungsgesellschaft und der Mitschülerin und Ihrem Sohn geschlossen wurde; dann könnte die Mitschülerin Ihrem Sohn aber natürlich auch nicht so einfach kündigen, weil die Kündigung von der Wohnungsgesellschaft (als Vermieter) ausgehen müsste.

Ich würde an Ihrer Stelle zunächst mit der Hauptmieterin Kontakt aufnehmen, meine obigen Ausführungen kommunizieren und eine "Ablösesumme" für den Laminatboden vereinbaren.
Sollte mit der Gegenseite kein Kompromiß erzielbar sein, würde ich an Ihrer Stelle schlicht und einfach den Laminatboden entfernen.


Mit freundlichen Grüßen

Michael Kümpfbeck
Rechtsanwalt

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