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Arbeitsplatzverlust wegen Kollegin


| 27.12.2013 16:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Ich war über 6 Jahre als Personalsachbearbeiterin für eine grosse Firma tätig. Ende März diesem Jahres erhielt ich meine Kündigung ohne Gründe und ohne Abfindung, kurz nachdem mir von der Zentrale ( 2 Wochenvorher ) ein Entwurf eines Zwischenzeugnisses mit dem tenor hervorragend zugesandt worden war. Dieses hatte ich beantragt, da in den letzen zwei Jahren drei Fusionen stattgefunden hatten. Diese Kündigung traf mich sehr, da ich bis dahin keine Anzeichen derartigen ereignisses auch nur geahnt hatte.

Beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht begründete die Firma dann die Kündigung damit, dass ich mich negativ über den Niederlassungsleiter geäußert hätte und eine weitere Zusammenarbeit unmöglich wäre. Diese Äußerungen hatte ich in mehreren Unterhaltungen mit meiner Kolegin getan, mit der ich bis dahin befreundet war und wir uns gegenseitug über den Niederlassungsleiter geärgert hatten. Nachdem auf Betreiben der Richterin die Firma eine kleine Abfindungh ( 3,5 Monatsgehälter ) zugestanden hatte und mir auch ein Endzeugnis auf Basis des Zwischenzeugnisses zugesagt hatte, schloss ich auf Anraten meines Anwaltes diesen Vergleich.

Dass meine Ex Kollegin aus welchen Gründen auch immer diese Äußerungen an denNiederlasungsleiter weitergegeben hat, hat mich doch wesentlich stärker getroffen als ich dachte. Zumal´sue nun meine position übernommen hat, ich habe weder vor dem Arbeitsgericht nich sonst mich zu den Gesprächen geäußert, da es sich um vertrauliche Unterredungen zwischen ihr und mir ging und diese Dinge ungern an der Öffentlichkeit sehe. Zumal wenn ich bedenke was sie über den Niederlassungsleiter und ihren Mann mir erzählt hat bzw über sie ausgelassen hat würde es sicher ihr nicht nur den Arbeitsplatz kosten.

Meine Frage ist nun:
1. Ist das Verhalten meiner Ex Kollegin, insbesodere die einseituge Weitergane vom gesprächsauszügen an den Niederlassugsleiter strafbar? Wennja, wäre das eine Strafanzeige oder eine Privatklage?

2. Trotz des guten Zeignisses ist es mir, vermutlich auch wegen meines Alters ( über ) deteit nicht möglich, eine adäquate Stelle zu finden. ich werde sicher einen erheblichen Abstrich was das Gehalt anbelangt in Kauf nehmen müssen. Kann ich ggfs. diesen Schaden an sie weiterbelasten?

Ich bin seit der Kündigung in therapeutischer bejandlung, da ich diesen Vertrauensbruch sehr schlecht verarbeiten kann.



Einsatz editiert am 27.12.2013 16:34:09

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1. Leider ist das Verhalten nicht strafbar, da nach § 201 StGB nur das Aufnehmen oder Abhören des nichtöffentlichen Wortes strafbar ist. Es ist nicht strafbar den Inhalt von Gesprächen weiter zu geben.

Desweiteren ist ein Strafantrag notwendig, der nur binnen drei Monaten ab der Tat gestellt werden kann. Diese Frist dürfte abgelaufen sein.

Ihre Kollegin hätte sogar vor Gericht als Zeugin aussagen können, ohne sich strafbar zu machen.

2. Um diese Frage zu klären, müsste man den Sachverhalt vollständig kennen. Es gilt im Arbeitsverhältnis aber § 105 SGB VII. Arbeitnehmer haften untereinander nur für Vorsatz. Dieser muss sich auf die Handlung und den Eintritt des Schadens beziehen. Spätestens hier würde es sehr schwierig werden, weil man diesen Vorsatz kaum wird nachweisen können. Man muss auch bedenken, dass Ihre Chancen mit der Kündigungsschutzklage Erfolg zu haben, nicht schlecht gewesen wären. Den gesamten Verlauf der Dinge konnte Ihre Kollegin kaum vorhersehen.

Nicht ganz auszuschließen wäre ein Schmerzensgeldanspruch wegen der Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Aber auch hier gibt es Zweifel.





Bitte bedenken Sie, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten Beurteilung führen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Paulistr. 10
31061 Alfeld
Tel.05181/5013
Fax 24163
mail:anwaltwoehler@hotmail.de

Bewertung des Fragestellers 27.12.2013 | 18:43


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