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Anzeige wg. Warenkreditbetruges

16.04.2010 20:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz zu meiner Vorgeschichte. Ich heute 29 Jahre weibl. wurde im Sep. 2008 wg. Warenkredibetruges auf 3 Jahre und 6 Monate auf Bewährung verurteilt. Im selben Jahr nur 2 Monate später habe ich wieder Ware bestellt auf falschen Namen diese aber in vollem Umfang wieder an das Warenhaus zurück geschickt. Allerdings habe ich die Ware im Dez. 2008 und wg. eines Krankenhausaufenthaltes erst im Feb 2009 retoure geschickt. Ich hatte das Warenhaus per Email darüber informiert aber keineAntw. bekommen. Nach dem ich die Ware retoure schickte, bekam ich von dem Inkassounternehmen des Warenhauses ein Schreiben, dass meine Ware dort eingegangen sei 3 Artikel wegen Mängel zurück genommen wurden und die restliche Ware originalverpackt und unbenutzt wieder an mich zurück geschickt wird. Diese Ware kam aber bei mir nicht mehr an und deshalb habe ich auch die Ware nicht bezahlt. Dazu aber später mehr. Im Jahr 2009 habe ich meine Inolvenz vorbereitet und mein Insolvenzhelfer hat alle meine Gläubiger angeschrieben bzgl des Schuldenbereinigungsplanes. Und plötzlich hat mich das Inkassounternehmen des Warenhauses wg. Betruges und einem Bestellwert von 260,-€ angezeigt. Auch wurde mir vorgeworfen ich wäre nicht zahlungswillig und fähig gewesen- ich kann aber an Hand meiner Kontoauszüge nachweisen, das ich zum Zeitpunkt der Bestellung 1.600,-€ auf dem Konto hatte und auch die Ware demnach wenn ich sie behalten hätte, bezahlt hätte. Auch wird in der Anzeige geschrieben das ich die Ware zum 01.12.2009 bestellte doch in einem Schreiben an mich wurde ich darauf hingewiesen, dass die Ware bereits am 27.11.2009 bestellt wurde. Dann wird geschrieben das die Retoure dafür allerdings schon am 13.3.2009 einging und ich ja ein Rückgaberecht nur von 14 tagen hätte. Nun frage ich mich wie kann ich am 13.3.2009 Ware bereits retoure geschickt habe wenn ich sie doch erst laut Schreiben der Inkasso am 27.11.2009 bestellte und warum werde ich dann angezeigt für Ware die ich angeblich zum 1.12.2008 bestellte. Es handelt sich auch um ein und die selbe Inkassonummer-das heißt ein Irrtum wegen noch einer Bestellung kann nicht vorliegen. In der Anzeige schreibt das Inkasso auch das die Ware an die Geschädigte ausgeliefert wurde - ich bin doch aber die Angeschuldigte.

Nun die Fakten: Ich habe einen Retourenbeleg, dass ich die Ware am 27.2.2009 an das Warenhaus zurück geschickt habe, Ich habe auch 2 Kontoauszüge auf den zu ersehen ist das einmal im Juli 2009 eine Gutschrift über 69,00€ und im Oktober eine Gutschrift über 139,00€ erflolgte demnach bleibt eine Resthauptforderung von ca. 52,00€. Ich habe mir auch von dem Versandunternehmen Hermes bestätigen lassen, das bei der Rücksendung nach meiner Retoure das Paket mit der Ware ein 2. Mal nicht an mich ausgeliefert wurde, sondern das Paket wieder ein 2. Mal an das Warenhaus zurück ging.

Jetzt ist meine Frage, nachdem die Hauptforderung nur 52,00€ beträgt ich aber allerdings dummer Weise und von mir sehr unüberlegt und wirklich dumm auf falschen Namen bestellt habe trotzdem ich schon in der Bewährung war, welche Chancen habe ich das meine Bewährung verlängert wird? Meine Privatinsovenz ist inzwischen auch schon eröffnet worden. Auch weiß ich von dem Inkassounternehmen, dass noch eine Forderung von 2006 von ca. 500,-€ offen ist von dem selben Warenhaus wo aber mit EC-Karte bezahlt wurde der Betrag aber per Lastschrift nicht abgebucht werden konnte. Kann es sein das auch diese Forderung mit in der Verhandlung bearbeitet wird ohne das es dafür eine Anzeige gibt? Ich weiß das nur durch Nachfrage beim Inkassounternehmen, da sagte mir die Dame von der Fordernung aus 2006, eine Strafanzeige habe ich darüber aber nicht erhalten! Diese Forderung wurde auch mit in die Insolvenz genommen. Wie könnte meine Strafe dafür ausgehen?! Kann das Verfahren gegen mich eingestellt werden bzw. ohne das ich eine Freiheitsstrafe bekomme verhandelt werden weil das Inkassounternehmen bei der Anzeige eine Hauptforderung von 260,-€ angegeben hat obwohl laut Kontoauszug schon zum 1.10.2009 nur noch 52,00€ an Hauptforderung waren? Es wäre mir wirklich wichtig zu wissen was auf mich zu kommt, da ich eine neue Arbeit habe, ich meine Insolvenz nicht gefährden und natürlich auch nicht ins Gefängnis möchte.

Für Ihre Antwort und Ihre Bemühungen bedanke ich mich schon jetzt herzlichst im vorraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage lässt sich natürlich nicht abschließend beantworten, da dazu zunächst Akteneinsicht nötig wäre - sofern ein Strafverfahren gegen Sie eröffnet wird.

Grundsätzlich empfielht es sich, mit dem Inkassounternehmen Kontakt aufzunehmen, um die offenen Restschulden ( unbeachtlich ob Sie nun denn rechtmäßig sind oder nicht) abzubezahlen, um Ihren guten Willen zu zeigen und es zu verhindern, dass tatsächlich noch ein Strafverfahren wegen Warenkreditbetrugs gegen Sie erstattet wird.


Für den Fall, dass eine Strafanzeige gegen Sie eröffnet werden sollte, so darf ich Ihnen dringend anraten, sofort beim zuständigen Amtsgericht einen Berechtigungsschein zu beantragen und sich vom Anwalt ausführlich beraten zu lassen. Gerne stehe ich Ihnen dafür zur Verfügung. Für den Fall einer Anklageschrift sollten Sie bei Gericht beantragen, dass Ihnen ein Pflichtverteidiger beigeordnet wird. Dieser kann im Vorfeld bereits mit dem Gericht bzw. der zuständigen Staatsanwaltschaft Kontakt aufnehmen, und so die zu erwartende Strafe bereits im Vorfeld auf ein geringes Maß einzuschränken, so dass kein Bewährungswiderruf stattfindet.


Dazu empfiehlt es sich natürlich, dass Sie bereits zivilrechtlich den entstandenen Schaden ersetzt haben ( --> Zahlung an Inkassounternehmen) sowie gute soziale Aussichten haben ( fester Job, feste Wohnung, Schuldnerberatung etc).


Im Falle einer Pflichtverteidigung stehe ich Ihnen natürlich als Strafverteidiger zur Verfügung.


Bei weiteren Fragen darf ich Sie bitten, die kostenlose Nachfragefunktion zu benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Michael Bauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2010 | 21:21

Sehr geehrter Herr Bauer,

ein Strafverfahren gegen mich wurde eröffnet die Verhandlung ist bereits am 21.4.2010. Ich habe auch schon einen Verteidiger dieser will mir aber erst eine halbe Std. vor Verhandlung sagen was ich für Chancen habe. Seine Aussagen waren nur das die geringen Beträge mit im Strafmass berücksichtig werden und das er nur davon ausgeht das nur der kleine Betrag verhandelt wird.

Ich versteh nicht warum mir niemand wenigstens eine ansatzweise Aussage darüber geben kann mit welchem Strafmass ich rechnen muss!? Ich habe einen Job, ich habe eine Wohnung, ich habe ein eröffnetes Insolvenzverfahren aber stehe mit 3 Jahren auf 6 Monaten in Bewährung. Eine Zahlung an das Inkasso wurde mir von meinem Anwalt abgeraten da ich sonst einer neuen Straftat angezeigt werden kann wegen Bevorzugen von Gläubigern.

Warum kann mir denn niemand helfen!? Ich habe doch den Fall schon ausführlich wie möglich geschildert :-(

Was habe ich denn für ein Strafmass zu erwarten wo ich doch schon einmal auf Bewährung verurteilt wurde. MIr ist das wirklich ernst denn ich möchte nicht ins Gefängnis, versuche mein Leben wieder in den Griff zu bekommen und ganz von vorn anzufangen mit meinem Job und der Insolvenz.

Ich hoffe das ich evtl. noch eine ausfürhliche und für mich etwas beruhigende Antwort bekommen kann.

Vielen Dank.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2010 | 10:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihr Verteidiger kann nicht vorhersagen, wie Ihre Chancen stehen.

Noch viel weniger ist es für mich nachvollziehbar, da ich keine Akteneinsicht habe.


Stehen Sie unter offener Bewährung und haben innerhalb der Bewährungszeit erneut eine einschlägige Straftat begangen, so ist es höchstwahrscheinlich ( meiner Erfahrung nach in 4 von 5 Fällen), dass Sie keine erneute Bewährung erhalten sondern eine Haftstrafe antreten müssen.

Gelingt es Ihrem Verteidiger allerdings, Ihre soziale Prognose derart gut darzustellen, dass das Gericht davon ausgeht, dass in Zukunft keinerlei Straftaten mehr verübt werden, so kann es sein, dass die zu erwartende Strafe nocheinmal zur Bewährung ausgesetzt wird.

Das Strafmaß für den erneuten Betrug geht von Geldstrafe bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe.

Ohne Akteneinsicht bzw. konkrete Gesrpäche mit dem zuständigen Gericht (im Vorfeld) kann leider keine genauer bzw. positivere Auskunft gegeben werden.


Mit freundlichen Grüßen


Michael Bauer
Rechtsanwalt

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