Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.392
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anzeige wegen Diebstahl nach starkem Alkoholkosum


27.11.2013 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Pilarski


Zusammenfassung: Es geht um den Straftatbestand des Diebstahls nach § 242 StGB und die Möglichkeit der Einstellung, der Freiheits- oder Geldstrafe in diesem Verfahren.


Ich war stark angetrunken (laut Polizei 1,4 Promille Atemalkohol). Nach meiner Kneipentour bin ich irgendwie in einem Bordell gelandet. Leider kann ich mich nicht daran erinnern wie ich dort hin kam und ob ich dort Dienste einer Dame in Anspruch genommen habe ( ich muss sagen, das ich noch nie zuvor in einem Bordell war und eigentlich auch kein Interesse daran habe). Ich muss das Etablissement dann irgendwann verlassen haben und bin offensichtlich auch nochmal zurück zu besagtem Ort gelaufen. Dort wurde ich dann von einer Person herein gebeten und mir wurde sofort vorgeworfen, dass ich ein Handy gestohlen hätte. Ich wurde aufgefordert meine Taschen zu leeren und tatsächlich befand sich ein Handy in meiner Jacke oder Hose. Es wurde die Polizei gerufen und eine Anzeige wegen Diebstahl erstattet. Dabei wurde mir dann auch noch der Diebstahl einer Geldbörse zum Vorwurf gemacht. Ich wurde durch die Polizei durchsucht ohne das diese Geldbörse gefunden wurde.

Ich habe noch nie gegen ein Gesetz verstoßen und kann mir nicht erklären wie das Handy in meine Kleidung kam. Ich kann mir nur vorstellen, dass ich das Handy aus Versehen eingesteckt habe. Eine Anhörung meiner Person ist durch die Polizei noch nicht erfolgt. Angeblich soll ich auch noch eine Kredit-Kartenzahlung unterschrieben haben. Ich kann mich wirklich an nichts erinnern, was in dieser Nacht passiert ist. Am folgenden Tag stellte ich fest, dass in meinem Geldbeutel sämtliches Bargeld fehlte (ca. 50 bis 90 Euro). Ich habe den Verdacht, dass mein stark alkoholisierter Zustand ausgenutzt wurde.

Wie soll ich mich verhalten? Was soll ich bei der Polizei aussagen? Mit welcher Strafe ist zu rechnen?


-- Einsatz geändert am 27.11.2013 15:13:02

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eingangs möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne Einsicht in die Ermittlungsakte nicht möglich ist.

Im Raum steht ein Diebstahl nach § 242 Abs. 1 StGB. Danach wird, wer eine fremde bewegliche Sache in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten zuuzeignen, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Ihren Angaben nach war tatsächlich ein fremdes Handy in Ihrer Tasche, so dass diese Voraussetzung erfüllt sein dürfte.

Damit Sie sich strafbar machen, müssten Sie zum einen vorsätzlich gehandelt haben, das heißt, dieses Handy wissentlich und willentlich, also in dem Bewusstsein, dass Sie ein Handy, das Ihnen nicht gehört, entwenden. Dies könnte man bei der Beurteilung eines hinreichenden Tatverdachts durchaus in Frage stellen. Bei der Vielzahl an Handy, die heutzutage in der Bevölkerung vorhanden sind und zudem auch häufig die gleichen Handytypen in Umlauf sind, ist durchaus denkbar, dass Sie das Handy aus Versehen eingesteckt haben, insbesondere da Sie stark alkoholisiert waren.

Außerdem hätten Sie sich absichtlich bereichern wollen müssen. Grundsätzlich ist dies schwer nachzuweisen, die Staatsanwaltschaft müsste Ihnen dies nachweisen. Leider kann ich ohne Akteneinsicht nicht einschätzen, ob und wie viele Zeugen für Ihre vermeintliche Tat vorhanden sind. Ich würde anhand der häufig gegebenen Zwielichtigkeit solcher Gewerbe nicht ausschließen, dass Sie dort ausgenutzt und an der Nase herumgeführt wurden.

Da Sie jedoch keinerlei Vorstrafen zu haben scheinen und alkoholisiert waren, könnte man abhängig von Beweisen, die der Staatsanwaltschaft vorliegen, durchaus auf eine Einstellung des Verfahrens hinwirken, wenn denn überhaupt Anklage erhoben wird. Zudem könnte man den Sachverhalt so darstellen, dass Sie ja deshalb zu dem besagten Ort zurückgelaufen sind, weil Sie das Handy gerade zurückbringen wollten, da Sie gemerkt hatten, dass Sie es versehentlich eingesteckt hatten.

Sie sollten derzeit keine Aussage gegenüber der Polizei machen. Einer Vorladung der Polizei muss nicht Folge geleistet werden, lediglich einer Beschuldigtenvernehmung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht. Würden Sie sich bei der Polizei vernehmen lassen, so könnten Sie Ihre Situation noch verschlimmern. Wie gesagt, wird das Verfahren vielleicht sogar eingestellt werden können, so dass ich nicht mit einer Freiheitsstrafe rechne.

Als weiteres Vorgehen würde ich Ihnen empfehlen, dass Akteneinsicht genommen beantragt wird und die Rechts- und Beweislage sodann erst abschließend eingeschätzt wird, um eine Entscheidung hinsichtlich des weiteren Vorgehens zu treffen.

Ich kann Ihnen gerne bei direkter Beauftragung meiner Person anbieten, die Akteneinsicht zu beantragen und eine etwaige Korrespondenz mit der Polizei oder der Staatsanwaltschaft zu führen, um auf eine Einstellung des Verfahrens hinzuwirken.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit der Entscheidung hinsichtlich Ihres weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, falls Unklarheiten bestehen, damit ich diese ausräumen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Pilarski, Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 61064 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Mein Erstnutzer-Eindruck : kompetent und schnell - unbedingt weiterzuempfehlen. Eine der sinnvollsten Internetseiten die ich kenne. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Unsere Fragen wurden konkret beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat uns sehr geholfen Können so mit guten Voraussetzungen im einem Rechtsstreit gehen. Vielen Dank und gerne wieder Sehr zu empfehlen ...
FRAGESTELLER