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Anzeige wegen Diebstahl

13.07.2014 10:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: In den meisten Fällen empfiehlt es sich, als Beschuldigter in einem Strafverfahren den Termin zur polizeilichen Vernehmung über einen Strafverteidiger abzusagen und zunächst Akteneinsicht beantragen zu lassen.

ich habe mich von meinem Ex getrennt und in seiner Wohnung befanden sich noch persönliche Gegenstände von mir. Ich forderte ihn mehrmals auf, diese einzupacken und mir bei einer Verabredung in einem Lokal mitzubringen. Er kam zu diesen Verabredungen ohne meine Sachen und versuchte mich in seine Wohnung zu locken, ich sollte selber einpacken, was ich nicht tat. Er ließ mich nicht in Ruhe und ich zeigte ihn später wegen Stalking an. Als ich ihn zufällig in einer Klinik traf, in der er sich behandeln ließ, drohte ich ihm mit Anzeige wegen Unterschlagung. Er gab mir seinen Wohnungsschlüssel und sagte hole Dir doch Deinen Kram selber. Ich fuhr mit meinem jetzigen Ehemann in die Wohnung, packte meine Sachen und brachte ihm den Schlüssel zurück. 1 Tag später erschien er bei meiner Familie, versuchte die Tür einzutreten und verlangte von mir eine große Summe Bargeld, die ich ihm angeblich aus der Wohnung gestohlen haben soll. Wir riefen die Polizei. Jetzt erhielt ich eine Vorladung zur Vernehmung - es gibt eine Anzeige gegen meinen Mann und mich wegen Diebstahl. Was erwartet mich nun. Ich habe auch zwischenzeitlich eine einstweilig Verfügung gegen ihn erwirkt. Zum Vorwurf des Diebstahles möchte ich noch erwähnen das er ALG 2 seit vielen Jahren bezieht und eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, das er mittellos ist.
Vielen Dank für eine Info von Ihnen
13.07.2014 | 11:44

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Eine Beurteilung des Falles ohne erfolgte Akteneinsicht ist höchst spekulativ. Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung liegt es jedoch nahe, dass der Diebstahlsvorwurf sich auf Ihren Aufenthalt in der Wohnung Ihres Ex-Freundes zur Abholung der Gegenstände bezieht.

Ich gehe davon aus, dass gegen Sie und Ihren Mann als Beschuldigte ermittelt wird, Sie also von der Polizei als Beschuldigte vernommen werden sollen. Normalerweise ergibt sich die Beschuldigteneigenschaft bereits aus dem Text der polizielichen Vorladung. Wenn Sie den Termin zur polizeilichen Beschuldigtenvernehmung wahrnehmen, wird Ihnen dort zunächst der Tatvorwurf eröffnet. Sodann werden Sie zur Sache befragt.

Problematisch an dieser polizeilichen Vernehmung ist, dass Sie nicht genau wissen, worauf sich der Vorwurf gründet und hier allenfalls Bruchstücke erfahren. In den meisten Fällen wird Ihnen der Wortlaut der Strafanzeige des Anzeigeerstatters oder die Aussagen anderer Zeugen nicht vollständig zur Kenntnis gebracht. Bei der polizeilichen Fragetechnik besteht zudem die Gefahr, sich schnell durch die eigene Aussage zu belasten, selbst wenn Sie die Tat nicht begangen haben. Viele Antworten auf harmlose Fragen bergen die Gefahr, sich in logische Widersprüche und Ungenauigkeiten zu verstricken. Oftmals läuft die Aussage des Beschuldigten dann an dem vorbei, was überhaupt vorgeworfen wird oder enthält unnötige Details.

Aus diesem Grund wird in der überwiegenden Zahl der Fälle geraten, den Termin zur polizeilichen Vernehmung zunächst abzusagen und über einen Strafverteidiger Akteneinsicht zu beantragen. Dies können Sie ohne weiteres tun, da Sie als Beschuldigte das Recht haben, zu dem Tatvorwurf zu schweigen (§ 136 StPO). Aus dem (möglicherweise vorübergehenden) Schweigen dürfen auch keine nachteiligen Schlüsse gezogen werden.

Sobald der Strafverteidiger die Akte erhält, kann er Ihnen mitteilen, durch welche konkrete Aussage Sie der Anzeigeerstatter belastet hat und was etwaige Zeugen hierzu ausgesagt haben. Sodann kann - etwa durch eine schriftliche Stellungnahme - der Sachverhalt aus Ihrer Sicht geschildert werden. Ebenso kann der Strafverteidiger auch auf andere Aspekte hinweisen (etwa die von Ihnen geschilderte Vorgeschichte einschließlich der einstweiligen Verfügung und der abgegebenen eidesstattlichen Versicherung) und auch eine rechtliche Bewertung des Tatvorwurfs vornehmen. Zudem kann der Strafverteidiger Kontakt zu dem zuständigen Staatsanwalt aufnehmen und eine sachgerechte Erledigung des Falles anregen.

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung könnte das Verfahren am Ende mangels Tatverdacht eingestellt werden. Die Beweislast liegt schließlich bei den Strafverfolgungsorganen. Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte dafür, dass die Strafanzeige hier aus sachfremden Erwägungen erfolgt ist (Rachegefühle, Eifersucht, etc.)

Eine abschließende Beurteilung ist allerdings erst nach erfolgter Akteneinsicht möglich.

Wenn Sie nicht zur polizeilichen Vernehmung erscheinen wollen, wofür einiges spricht, können Sie mich gerne mit der Beantragung der Akteneinsicht beauftragen. Nutzen Sie hierzu die Kontaktdaten in meinem Profil.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Schilling
-Rechtsanwalt-


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