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Ansprüche nach Trennung eheähnliche Gemeinschaft (muskelhypothek)

06.01.2016 22:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag,

Hoffe das ich hier eine Antwort bekommen kann.
Ich habe mich von meinem Partner ( nicht verheiratet) nach 10 Jahren getrennt, wir haben zwei gemeinsame Kinder und zusammen ein gr. Haus umgebaut. Mein ex Partner ist der alleineigentümer, da er sein damaliges Haus (wo ich auch schon mitgelebt habe und auch Miete bezahlt habe an ihn) verkauft hat und ich zu diesem Zeitpunkt nicht so viel Bargeld hatte. Ich habe ca 6000€ bar investiert und 5 Jahre am Stück "muskelhypothek" wirklich 35 Std / Woche evtl noch mehr aber definitiv nicht weniger und nebenbei in dieser Zeit komplett noch mich um die Kinder und Haushalt gekümmert.

Jetzt möchte er mir bei meinem Auszug mit den Kindern knapp 3000€ zahlen und ich darf das Auto behalten VW 10 j alt geschätzter wert 2500-3000€ er meinte das es mehr als genug wäre meine Arbeit in dem Haus könnte ich nicht geltend machen auch nicht nach dieser langen Zeit des zusammen Lebens?!

Ist es wirklich so das ich gar keine Ansprüche habe?? Die Kinder sind 7&5jahre.

LG Beata

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich können Ausgleichsansprüche dann geltend gemacht werden, wenn es dazu vertragliche Vereinbarungen gibt, wovon ich zunächst nicht ausgehe.

Eine Anspruch kann sich aber dann ergeben, wenn Sie sogenannte gemeinschaftsbezogene Zuwendungen gemacht haben, die gerade von der Vorstellung getragen wurden, dass die Lebensgemeinschaft auf Dauer Bestand haben werde.

Als gemeinschaftsbezogene Zuwendung könnten die 6.000,00 € anzusehen sein, die Sie investiert haben. Ein Anspruch in dieser Höhe und nicht nur der angebotenen 3.000,00 € kann dann gegeben sein, wenn zu Ihren Gunsten nach Abwägung der Vermögensverhältnisse, der Dauer der Beziehung und der Lebensverhältnisse von einer solchen Zuwendung auszugehen ist, wofür hier einiges spricht.

Hinsichtlich Ihrer Arbeitsleistung für die Renovierung in den Jahren kann ebenfalls ein Anspruch gegeben sein, wobei dieses individuell zu prüfen ist. Es muss sich um Arbeitsstunden in erheblichen Umfang gehandelt haben, wovon bei 35 Stunden die Woche auszugehen ist. Aufgewandte Arbeiten zur Renovierung stellen eine geldwerte Leistung dar. Sie haben diese Leistungen auch im Vertrauen auf die Lebengemeinschaft gemacht.

Es kann daher ein Ausgleichsanspruch gegeben sein. Die Höhe allerdings muss individuell geklärt werden; dürften aber vermutlich den Gegenwert des PKW übersteigen.

Sie sollten vor Ort einen Rechtsanwalt beauftragen und die Ansprüche der Höhe nach genau ermitteln.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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