Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Alternativ.d.vorweggenommenen Erbfolge bzgl.Steuer bei stark unterschiedl.Steuerlast

07.02.2015 22:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Die Eltern E (jeweils 65 Jahre alt) besitzen 2 gleichwertige Imobilien, eine davon bewohnen sie selbst (A) und eine ist vermietet (B). Sie zahlen fast keine Einkommenssteuer, da sie mit Rente + Mieteinnahmen gerade so den Grundfreibetrag erreichen. Sie möchten beide Immobilien an Sohn (S) und Tochter (T) geben (vorweggenomme Erbfolge), jedoch weiterhin die Immobilien nutzen, also in A wohnen und zumindest die Miete aus B bekommen (oder vergleichbare Zahlungen zumindest in ähnlicher Höhe oder darüber hinaus). Das Jahreseinkommen beider Kinder überschreitet jeweils 53.000 Euro, so dass deren Einkommen jeweils mit dem Spitzensteuersatz versteuert werden. Die Immobilien haben jeweils einen Wert unterhalb des Schenkungsfreibetrags von 400.000 Euro.

Welches Vorgehen ist in den Fällen (A an S) und (B and T) jeweils steuerlich am günstigsten (vorweggenommene Erbfolge gegen Nießbrauch, wiederkehrende Leistungen, dauernde Lasten, Rentenzahlung,...)?

Welche Konsequenzen hat dies auf Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen hinsichtlich der Steuer? Haben z.B. die Kinder dann die Möglichkeit, in die Immobilien zu investieren, um deren Wert zu steigern oder eine höhere Miete zu erzielen, wie wird dies steuerlich behandelt?

Gibt es weitere steuerliche Fallstricke oder Unsicherheiten zu beachten, welche zu einer ungewollten Doppelbesteuerung führen könnten (evtl. hinsichtlich vom Finanzamt unterstellter Zinsteile oder Ertragsteile)?

Vielen Dank für Ihre Information

Einsatz editiert am 08.02.2015 18:59:42

10.02.2015 | 11:41

Antwort

von


(562)
Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel: 0351/2699394
Tel: 0900 1277591 (2,59 €/. ü , )
Web: http://www.anwaltskanzlei-sperling.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine vorweggenommene Erbfolge stellt rechtlich eine Schenkung dar. In diesem Fall kann dann das Wohnrecht für die Eltern eingetragen werden und als Nießbrauch kann vereinbart werden, dass die Mieten bei den Eltern bleiben. Dann ändert sich an der steuerlichen Gestaltung nichts.

In diesem Fall, können jedoch keine Investitionen, die die Kinder tätigen, steuerlich abgesetzt werden.

Eine Rentenzahlung an die Eltern, was eine Unterhaltsübernahme darstellen würde, wäre steuerlich nicht abzugsfähig.

Gegebenenfalls könnte ein Kauf vereinbart werden, insbesondere für die vermietete Immobilie und der Kaufpreis ist als Raten zu zahlen z.B. in Höhe der monatlichen Miete. In diesem Fall zählen die Mieteinnahmen zwar bei den Kindern als Einkommen, es können hier jedoch die Investitionen steuerlich zum Abzug gebracht werden und der anteilige Kaufpreis des Gebäudes kann abgeschrieben werden. Ob diese Variante günstiger ist, gegenüber der Zahlung der Investitionen muss unter Beachtung des Wertes des Gebäudes, den Meteinnahmen und den geplanten Investitionen und im Zusammenhang mit Ihrem Einkommen über einen Steuerberater genau berechnet werden.

Ein Kauf ist im weiteren auch vom Vorteil, bei entsprechender Festlegung des Kaufpreises, dass nach Zahlung des Kaufpreises das Haus, für den Fall das Ihre Eltern pflegebedürftig werden, die Mieten Ihnen zustehen, anders als beim Nießbrauch. Hier kann das Sozialamt dann direkt darauf zu greifen.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)





Rückfrage vom Fragesteller 10.02.2015 | 12:48

Sehr geerhrte Frau Sperling,

danke für Ihre Antwort, leider gab es anscheinend ein Missverständnis, meine Frage bleibt weiter offen, da ich ausschliesslich eine Auskunft bzgl. der steuerlichen Wirkung gefragt habe. Andere Aspekte, welche sich nicht auf die Steuer beziehen (wie das Sozialamt) habe ich nicht gefragt, da mich diese Informationen nicht interessieren. Meines Wissens hat steuerlich ein Kauf die gleiche Wirkung wie eine vorweggenommenen Erbschaft gegen eine dauernde Last nur mit dem Unterschied hinsichtlich der Sicherung (welcher keinen Einfluss auf die zu zahlenden Steuern hat). Meines Wissens wird bei einem Kauf wie auch bei einer vorweggenommenen Erbschaft gegen eine dauernde Last dieser vom Finanzamt in einen entgeltlichen Teil und einen unentgeltlichen Teil aufgeteilt, je nachdem welcher Teil überwiegt, der Barwert der Zahlungen oder der Wert des Objekts. Weiter werden die monatlichen Zahlungen (anscheinend zwingend vom Finanzamt?) in einen Zinsanteil und einen Kapitalanteil aufgeteilt. Mit meiner Anfrage wollte ich nur wissen, wie diese Aufteilung in den entgeltlichen und den nicht entgeltlichen Teil aus steuerlicher Sicht vorgenommen werden muss und wie aus steuerlicher Sicht die Aufteilung der monatlichen Zahlungen in Zinsanteil und Kapitalanteil geschehen muss. Dies betrifft meines Wissens vermietete wie selbst genutzte Objekte. Ich vermute, selbst genutzte Objekte könnte steuerlich zusätzliche Probleme verursachen hinsichtlich Marktgerechtigkeit. Eine Beantwortung anhand eines kleinen Beispiels oder ähnlichem,an dem das grundsätzliche Vorgehen ersichtlich ist wäre völlig ausreichend. Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.02.2015 | 14:25

Sehr geehrter Fragesteller,

ich darf mich zunächst entschuldigen, dass ich Ihre Frage nicht korrekt verstanden habe.

Zutreffend ist, dass bei einer Übertragung mit Nießbrauch eine Aufteilung in Entgeltlichkeit und Unentgeltlichket erfolgt.

Es wird dabei der sogenannte Jahreswert herangezogen. Der Jahreswert errechnet sich folgendermaßen: Grundlage der Berechnungen ist immer die Nettokaltmieteinnahme der Immobilie. Dieser Wert kann höchstens mit dem Immobilienwert geteilt durch 18,6 angesetzt werden, d.h. wenn dieser Wert niedriger ist als der Jahreswert, dann ist dieser heranzuziehen. Wenn man von einem Jahreswert des Nießbrauchs von 20.000 € ausgeht, wird dieser Jahreswert noch mit dem Altersfaktor multipliziert, welcher bei 65 Jahren 9,019 für Männer und 10,601 für Frauen beträgt. Folgende Berechung ergibt sich, wenn beide Eltern im Grundbuch eingetragen sind.
10.000x9,019 = 90.190€
10.000x10,601 = 106.010€
Diese Beträge blieben dann steuerlich unbeachtlich.

ANTWORT VON

(562)

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel: 0351/2699394
Tel: 0900 1277591 (2,59 €/. ü , )
Web: http://www.anwaltskanzlei-sperling.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Familienrecht, Verkehrsrecht, Fachanwalt Arbeitsrecht, Inkasso, Fachanwalt Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81014 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Antwort. Sehr verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam sehr schnell und überdies wurde die Rückfrage prägnant und zügig beantwortet. Ich würde mich jederzeit wieder vertrauensvoll an ihn wenden. Jedem, der dringend juristischen Rat sucht, nur zu empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr Freundlich und kompetent sehr Ausführlich weitergeholfen nur zu Empfehlen . Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER