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Alkohol - Strafe wegen Alkohol vorbelastet

14.07.2008 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Hallo,
ich habe eine Frage wegen Führerscheinentzug.
In der vorigen Woche habe ich mir folgendes angetan:
Ich fuhr nach einem Arztbesuch eine Tankstelle an und kaufte dort
3 Stück 0,2L Wodka. Danach fuhr ich in einen Nachbarort und bog in eine Nebenstraße ein und parkte mein Fahrzeug ordnungsgemäß.
Da ich meine beiden Hunde dabei hatte, ließ ich diese aus dem Kofferraum und ging ca. 250 - 300m vom Fahrzeug weg.
Unterwegs begann ich den Wodka zu trinken, nacheinander alle 3 Flaschen. Nach ca. einer halben Stunde ging ich wieder in Richtung Fahrzeug und setzte mich auf eine Böschung. Ich bin dort ausgerutscht und hingefallen, was eine Frau aus der Umgebung gesehen hatte. Diese Frau nahm an, mir wäre unwohl und alarmierte
die Rettungsstelle, die wiederum die Polizei informierte. Bevor der Rettungsdienst eintraf war ich an meinem Fahrzeug um meine Hunde in den Kofferraum zu lassen. Ich kann versichern das ich nicht in meinem Auto gesessen habe und ich auch nicht die Absicht hatte zu fahren. Ich hatte vor meine Tochter anzurufen, die mich abholen sollte. Laut einem weiteren Zeugen, der sich mit seinem Fahrzeug hinter mein Fahrzeug stellte, hätte ich gesagt, er möchte mich doch bitte nach Hause fahren lassen. Die Polizei testete meinen Alkoholgehalt und veranlasste eine Blutprobe die
1,9 Promille ergab und zog den Führerschein ein. Ich versichere , das ich weder im Fahrzeug gesessen, noch gefahren bin. Da ich aber 2005 schon einmal den Führerschein wegen Alkohol abgeben musste, bin ich vorbelastet. Meine Frage an Sie wäre hauptsächlich: Wie kann im schlimmsten Fall die Strafe sein?
Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Ihr Verhalten wäre nur dann strafbar bzw. zu ahnden, wenn Sie tatsächlich gefahren sind. Der Versuch ist vorliegend nicht strafbar und auf Grund des Sachverhaltes kann keine Bestrafung erfolgen. Ich empfehle Ihnen für das weitere Vorgehen die Hilfe eines Anwalts in Anspruch zu nehmen.

Die Strafe bestimmt sich nach § 316 StGB (sh. Anhang).

In der Regel wird eine Strafe von ca. 40-60 Tagessätzen festgelegt und eine Sperrfrist für die Erteilung der Fahrerlaubnis von ca. 8-12 Monaten, auf Grund der einschlägigen Vorstrafe wird eine üblicherweise Erhöhung von ca. 20% vorgenommen. Ein MPU Test wird Voraussetzung zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis sein.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel. für Rechtsberatung: 0 90 01277 59 1 (2,59 €/Min., Mobilfunk kann abweichen)
Tel.: 0351 2699394
Fax: 0351 2699395
E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de




§ 316 Trunkenheit im Verkehr
(1) Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.
(2) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die Tat fahrlässig begeht.


Nachfrage vom Fragesteller 21.07.2008 | 17:41

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
wir haben einen Anwalt in unserer Nähe beauftragt. Entgegen Ihrer positiven Antwort, äußerte sich dieser eher skeptisch zu dem Vorfall. Wir sind jetzt verunsichert, ob wir die richtige Vertretung gefunden haben. Da wir einige neue Fakten heraus gefunden haben, hier der Ablauf nach bestem Wissen und Gewissen.
> 07:00Uhr Arzttermin, Arzt kann als Zeuge befragt werden, das kein Alkohol vorher getrunken wurde.
> 08:45Uhr Beendigung Arztbesuch, wurde beim herauskommen von weiterer Zeugin gesehen, anschließend ca. 11Km gefahren, bis 09:10Uhr. Mein Fahrzeug ordnungsgemäß in einer Nebenstrasse geparkt und mit den Hunden spazieren gegangen und getrunken.
> 09:30 von einer Anwohnerin wahrgenommen, diese Zeugin alarmierte um 10:10Uhr den Rettungsdienst.
> 10:22Uhr traf der Rettungsdienst ein. Diese Zeiten 10:10Uhr u. 10:22Uhr sind bei der Rettungsleitstelle dokumentiert. Die Polizei traf um ca. 10:30Uhr ein. Die leeren Flaschen wurden nicht gefunden, da sich der Weg neben einem dicht bewachsenen Gebüsch befindet auf ca. 250m Länge.
Wie sehen Sie meine Chancen.
Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2008 | 18:00

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Ihrer Schilderung des Sachverhaltes sehe ich keine Anhaltspunkte für eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit und darf auf meine bisherige Antwort verweisen.

Eine genauere Einschätzung wird sicher erst nach Akteneinsicht möglich sein, die Ihr Anwalt bei ordnungsgemäßer Verteidigung beantragen wird.


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

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