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Änderung Kindesunterhalt bei neuer Schwangerschaft

14.02.2019 14:51 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag!

Mein Lebensgefährte hat 2 Kinder (6+7 Jahre alt) und ist von seiner Exfrau geschieden.
Diese arbeitet halbtags und hat ein Einkommen von ca 1.350 Euro, mein Lebensgefährte von ca 1.800 Euro.

Die Kinder werden zu genau 50% von beiden betreut, das Wechselmodell wurde gerichtlich so entschieden.

Sie versucht seit Trennungsbeginn immer wieder 450 Euro Kindesunterhalt einzufordern, was unsere Anwältin für überzogen hielt. Ihr Anwalt drohte nun im Dezember, bei Nichteinlenken auch hier wieder einen gerichtlichen Entscheid herbeizuführen. Unsere Anwältin forderte daraufhin weitere Unterlagen an bezüglich ihrer Einkommensverhätlnisse an und gab zu Bedenken, dass die Exfrau ja durchaus Vollzeit arbeiten könne und sich damit ja das Einkommen deutlich erhöht und sie im zweifelsfall unterhaltspflichtig sei.

Seit dem haben wir nichts weiter davon gehört. Aus irgendeinem Grund liegt das Verfahren seitens der Exfrau erst einmal brach. Es kommt keine Antwort auf Nachfragen, weder vom Anwalt, noch von ihr.

Nun haben wir per Zufall erfahren, dass sie wieder heiraten möchte und ggf. weitere Kinder anstrebt.

Nun meine Frage: Wenn Sie aufgrund der Schwangerschaft/Elternzeit nicht mehr arbeiten geht:
ist es dann so, dann mein Lebensgefährte ggf. mehr Unterhalt zahlen muss, da Sie ja gar keine Einkommensbasis mehr hat?
Dabei kann er ja nichts für das evtl. neue Mutterglück? Das würde ja heißen, dass sie bis zu 3 Jahre lang erwerbslos sein kann und somit mehr Unterhalt fordern kann, bzw. keinerlei Einkommen ihrerseits hat, welches für den Kindesunterhalt angerechnet werden könnte?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Beim Wechselmodell sind beide Elternteile anteilig, aber eben nur im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit barunterhaltspflichtig.

Wenn die Mutter erneut ein Kind bekommt, muss sie in den ersten drei Jahren nicht arbeiten. Das bedeutet, dass sie sich am Barunterhalt nicht beteiligen muss.

Fraglich ist, ob das Wechselmodell dann fortgeführt wird. Sollte das der Fall sein, muss Ihr Lebensgefährte jedenfalls nicht den vollen Zahlbetrag der Düsseldorfer Tabelle zahlen, weil er einen Teil des Unterhalts in natura zur Verfügung stellt.

Sollten die Kinder im wesentlichen bei der Mutter leben, gelten die Beträge der Düsseldorfer Tabelle.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2019 | 16:04

Inwiefern ist das Wechselmodell dann fraglich? Kann Sie dann doch noch die komplette Betreuung der Kinder einklagen , weil Sie dann mehr Zeit hat? Oder wie meinten Sie diesen Zusatz?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2019 | 17:29

Sehr geehrte Fragestellerin,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Grundsätzlich zeigt die Erfahrung, dass Kinder, die das Wechselmodell leben, in vielen Fällen das nicht auf Dauer durchhalten oder irgendwann "ein festes Zuhause" einfordern. Da kann, muss aber in Ihrem Fall nicht so sein.

Die Konstellation mit einem weiteren Kind und ohne Berufstätigkeit der Mutter könnte nach meinem Dafürhalten ein Auslöser dafür sein, dass die Mutter ein Interesse am Residenzmodell hat und auch die Kinder dann möglicherweise hier entsprechende Wünsche äußern.

Wenn es Streit darüber gibt, ob das Wechselmodell fortgeführt wird oder nicht, ist das meist das Ende des Wechselmodells, weil Gerichte das Wechselmodell gegen den Willen eines Elternteils nur sehr selten anordnen (auch wenn der BGH dies vor einigen Jahren in einem Einzelfall getan hat).


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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