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Absicherung Kind aus erster Ehe


25.11.2009 10:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einen Sohn ( 13 Jahre ) aus erster Ehe . Außerdem eine Eigentumswohnung die mir gehört und vor meiner zweiten Ehe gekauft ist. Da eine Scheidung Fragen aufwirft bitte ich auf diesem Weg um Auskunft.
1. Ich habe kein Testament und nach dem Tod geht mein Vermögen je zur Hälfte an meine jetzige Frau und meinen Sohn .Richtig ?
2. Sollte ich vor der Volljährigkeit meines Sohnes versterben schaltet sich das Jugendamt ein . Passiert das automatisch und was passiert dann ?
3. Ich habe kein Interesse Spalterei zu betreiben. Was passiert denn , falls ich bei der Kreisverwaltung eine Verfügung Todes wegen hinterlege , in der mein Sohn im Todesfall Wohnrecht in der Wohnung hat ?
( Meine Frau hat Wohneigentum und wohnt nicht in der Wonung )
4. Falls ich keine Verfügung oder Testament mache , wie kann ich denn die Hälfte des Vermögens für meinen Sohn bis zu dessen Volljährigkeit absichern ?
Vielen Dank für die Auskunft und den einen oder anderen Tipp.

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

1. Hier ist zu differenzieren: Tritt der Erbfall vor der Scheidung ein, so wird Ihr Nachlass nach den gesetzlichen Erbfolge in der Tat, wie von Ihnen ausgeführt, aufgeteilt. Nach der Scheidung hingegen ist alleiniger Erbe Ihr Sohn, eine Ex-Frau ist keine gesetzliche Erbin.

2. Das Jugendamt wird sich dann einschalten, wenn eine Gefahr für das Wohl des Kindes besteht. Ob dies hier der Fall ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Kümmert sich jemand um das Kind, so besteht wohl keine Notwendigkeit für das Jugendamt, irgend etwas zu veranlassen. Jedenfalls wird das Familiengericht aber eine Entscheidung über die Sorge für das Kind treffen müssen, falls kein Sorgeberechtigter mehr vorhanden ist. Dies wäre bspw. dann der Fall, wenn bei Ihrer ersten Scheidung Ihnen allein das Sorgerecht zugestanden wurde. Haben Sie mit Ihrer ersten Frau aber das gemeinsame Sorgerecht (diese Regelung ist mittlerweile üblich), so fällt nach Ihrem Tod die Sorge der ersten Frau zu.
Ist kein Sorgeberechtigter vorhanden und kann das Gericht keinem nahen Angehörigen die Sorge übertragen, so wird sich wohl das Jugendamt um die Sorge des Kindes kümmern.

3. Vorab ist zu sagen, dass ein Testament grundsätzlich nicht bei der Kreisverwaltung hinterlegt werden kann. Falls Sie den Wunsch haben, Ihr Testament zu hinterlegen – was ich grdsl. als sinnvoll erachte – so können Sie dies beim Nachlassgericht tun. Im Testament ist es möglich, ein Wohnrecht einzuräumen. Dies wäre eine Auflage für den Erben. Falls Sie sonst nichts weiter im Testament geregelt hätten und Sie zum Zeitpunkt des Todes noch verheiratet gewesen wären, würden Sohn und Ehefrau je zur Hälfte Erbe der Wohnung und die Ehefrau wäre mit der Auflage belastet, dass der Sohn ein Wohnrecht hat.
Eine weitere Möglichkeit wäre, Ihren Sohn zum Alleinerben einzusetzen. Allerdings wäre er dann wohl mit einem Pflichtteil gegenüber der Frau belastet, sofern die Ehe zum Zeitpunkt des Todes noch besteht. Hier sollten Sie auch in Erwägung ziehen, für den Fall, dass Ihr Sohn beim Erbfall noch nicht volljährig ist, einen Testamentsvollstrecker zu benennen falls Sie eventuelle Verfügungen der Mutter des Sohnes als gesetzliche Vertreterin über Ihr Vermögen ausschließen wollen.

4. Eine Absicherung ist grundsätzlich nicht notwendig, da – wie ausgeführt – Ihr Sohn schon gesetzlich zur Hälfte Erbe wird, wenn die Ehe beim Erbfall noch bestand. Geht es Ihnen aber darum, Ihrem Sohn Ihr gesamtes Vermögen zukommen zu lassen, so führt an der Verfügung von Todes wegen kein Weg vorbei. Allenfalls ein Vertrag mit Ihrer Frau, dass sie auf Ihr Erbe verzichtet – dieser müsste notariell beurkundet werden – kommt in Betracht. Ob Ihre Frau sich hierauf einlässt, kann ich aber nicht beurteilen.


Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2009 | 13:52

Zum Sachverhalt möchte ich noch anmerken , daß ich in erster Ehe verlassen geschieden bin und keine zweite Scheidung anpeile.
Ich habe die Antwort so in etwa erwartet. Ich möchte aus in der Antwort beschreibenenen Gründen kein Testament machen . Ich suche aber lediglich noch eine gute Lösung, falls der Erbfall vor der Volljährigkeit von meinem Sohn eintritt.Ich möchte auch nicht Geld auf die Seite schaffen ( vor meiner Frau ). Eine neutrale Möglichkeit um meinem Sohn für diesen Fall etwas Geld für später zukommen zu lassen. Ich habe gemeinsames Sorgerecht mit meiner Exfrau. Idee?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2009 | 14:55

Sehr geehrter Fragesteller,
eine weitere Möglichkeit wäre es, Ihrem Sohn Geld über ein Schenkungsversprechen von Todes wegen nach § 2301 I BGB zukommen zu lassen. Ein Schenkungsversprechen von Todes wegen ist die versprochene, erst nach dem Tod des Schenkers und nur bei Überleben des Beschenkten zu erfüllende Schenkung.
Allerdings ist zu beachten, dass auch hier das Schenkungsversprechen notariell beurkundet werden muss.

Ein „auf die Seite schaffen“ des Geldes ist unter anderem auch dann nicht gegeben, wenn Sie einen Testamentvollstrecker derart einsetzen, dass Ihrem Sohn sein Erbe bzw. ein Großteil hiervon erst bei Eintritt der Volljährigkeit ausgezahlt wird und das Vermögen zuvor nur verwaltet wird.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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