Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

was kommt auf mich zu? Betrug? Untreue?


20.03.2007 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



folgender Sachverhalt:

Ich bin Auslieferungsfahrer für einen Getränkemarkt. Manchmal fahren wir mit einem beladenen LKW Kunden ab und fragen, was sie bräuchten. Nun bin ich zu so einem Kunden gefahren und er wollte 5 Kisten einer bestimmten Spirituose, so schrieb er es auch auf den Lieferschein, bevor dieser den Unterschrieb ging er nochmal an sein Handy telefonieren und legte den Lieferschein weg, diese Gelegenheit nuzte ich um aus der 5 eine 15 zu machen. Er Unterschrieb den Lieferschein anschließend ohne die Veränderung der Zahl bemerkt zu haben. Diese Lieferscheine werden an seinen Chef (durchschrift) weitergegeben, der diese dann mit meinem Chef abrechnet und bezahlen muss. Ich habe nun die 10 übrigen Kisten privat weiterverkauft und den Gewinn eingestrichen (ein Gewinn von über 500 €, es waren recht teure Spirituosen).

meine Frage nun ist was auf mich zukommt? Wie habe ich mich Strafbar gemacht? Betrug? ich meine getäuscht hab ich den Händler oder den Chef ja nicht, er hat ja das unterschrieben was er auch dachte was er unterschreibt oder? Soweit ich mich nun im Internet informiert habe kommt noch Untreue ggü meinem Chef in Betracht oder Urkundenfälschung wegen Verändern des Lieferscheins??? noch irgendetwas?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Hier liegen meiner Ansicht nach eine Urkundenfälschung und (versuchter) Betrug in Tatmehrheit vor.
Die Besonderheit beim Betrug ist, dass der Getäuschte (Unterschreibende) und der Geschädigte (hier der Chef des Unterschreibenden) nicht identisch sein müssen. Wichtig ist nur, dass der Getäuschte „im Lager“ des Geschädigten steht, was hier der Fall ist, weil der Getäuschte der Angestellte des Geschädigten ist.

Eine Untreue nach § 266 StGB mag ich hier so nicht zu erkennen.

II. Es ist, was das konkrete Strafmaß angeht, prinzipiell kaum erheblich, ob hier eine Urkundenfälschung allein oder in Tatmehrheit mit Betrug vorliegt. Als Strafe können Sie mit einer Geldstrafe rechnen, ca. in Höhe von 30 Tagessätzen à 1/30 des monatlichen Nettoeinkommens.
Allerdings soll noch darauf hingewiesen werden, dass das konkrete Strafmaß Sache des Tatrichters ist.

III. Im Übrigen m,möchte ich darauf hinweisen, dass ein Geständnis sich strafmildernd auswirken würde. Allerdings müssten Sie im Fall des Entdeckens mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis hin zur Kündigung rechnen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER