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'Betrug' und 'Urkundenfälschung'

14.06.2014 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Ich habe eine Frage zum Thema "Betrug" und "Urkundenfälschung".
Seit 07.04. bin ich Schüler und wollte mir eine Schüler-Monatskarte der Deutschen Bahn holen. Leider hatte ich zum 07.04. noch nicht das ausgefüllte Antragsformular von der Schule erhalten (dieses bekam ich erst zum 08.04.).
Da ich als Vollzeit-Schüler keine Einnahmen habe, wollte ich mir für den 07.04. das Zugticket sparen und am 08.04. dann die Monatskarte kaufen.
Ich wollte aber nicht ganz ohne Ticket fahren und habe daher leider dummerweise mein letztes Jobticket kopiert und den Monat abgeändert. Prompt wurde ich an diesem Tag kontrolliert und habe nun eine polizeiliche Ermittlung wegen Betrug und Urkundenfälschung.
Seit dem 08.04. habe ich mein besagtes Monatsticket für Schüler.
Ich fahre bereits seit 10 Jahren jeden Wochentag mit der Deutschen Bahn und habe noch nie ein Ticket gefälscht und bin noch nie schwarz gefahren.
Ich hätte auch die damit gerechnet, dass das solch eine Anklage nach sich ziehen würde.
Die 40€ wegen Schwarzfahren habe ich bereits beglichen.
Nun benötige ich Ihre Hilfe, wie ich mich in dem Äußerungsbogen der Polizei äußern soll.

Soll ich mich dazu überhaupt äußern. Und wenn ja, soll ich die Tat zugeben oder nicht zugeben und wie soll ich das am besten erläutern?
Und wäre ich bei Einstellung des Verfahrens mit einer Geldstrafe einverstanden?

Tausend Dank im Voraus!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten nicht versuchen, die Sache "auf eigene Faust" zu regeln, also den Äußerungsbogen der Polizei - außer den Angaben zur Person - auszufüllen. Ohne Aktenkenntnis ist man damit als Laie überfordert und macht meist Sachen, die ein Verteidiger später nur schwer wieder gerade rücken kann.

Ich stelle Ihnen anheim, mir den bisherigen Schriftverkehr als PDF-Datei per Email in meine Kanzlei zu senden. Sofern eine Stellungnahme in einem öffentlichen Forum zu verantworten wäre, könnte das dann nachgeholt werden.

Anderenfalls erhalten Sie weitere Hinweise per Email.

Auf Wunsch kann ich dann - oder natürlich ein(e) Kollege/in Ihres Vertrauens für Sie Akteneinsicht anfordern und eine zielführende Einlassung für Sie abgeben.

Jedenfalls sind Sie nicht verpflichtet, sich in irgend einer Weise schriftlich oder persönlich bei der Polizei zu äußern.

Selbstverständlich können Sie auch die Nachfragefunktion nutzen



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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