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hat eine Minderjährige Recht auf Anwalt?

| 15.06.2008 02:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Hallo und guten Tag,
wir haben erheblichen Stress mit dem JA und den SoDi von Karlsruhe . Meine Tochter ist 15 Jahre, schwanger und leidet an Schulangst. Wegen dem neuen Schulgesetz soll sie gegen ihre Schulangst therapiert werden.
Der SoDi hat die Gesundheitsfürsorge, das Aufenthaltsbestimmungsrecht und das Recht, Hilfen zur Erziehung zu beantragen, und will sie nun zwingen zu einem Psychiater zu gehen den sie nicht leiden kann und natürlich auch kein Vertrauen hat. Und will sie ins Mutter-Kind-Heim stecken, obwohl sie die blanke Angst davor hat - alles zu ihrem Besten natürlich.
Ich kann mir keinen Anwalt leisten - hatte nur ein Beratungsgespräch. Dieser Anwalt sagte, daß man unbedingt dagegen vorgehen müsste.
Mir wurde heute gesagt, daß sie Anspruch auf einen eigenen Anwalt hat um gegen das JA vorzugehen, den dann der Staat zahlt.
Ich will nun wissen ob das richtig ist und wenn:
- wo sie den beantragen muß
- bekommt sie einen Anwalt gestellt oder darf sie sich einen suchen
- wer muß den wirklich bezahlen?
Ich bedanke mich schon mal für Ihr Interesse.
mfg Lisali

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Tochter kann in der Tat einen eigenen Anwalt nehmen, wobei Sie als Sorgeberechtigte hierzu noch Ihre Zustimmung erklären müssen.

Nachdem eine Rechtsverfolgung und anwaltliche Vertretung hier erforderlich erscheint und Ihre Tochter kein eigenes Einkommen hat, kann sie als bedürftige Rechtssuchende (am Besten mit Ihnen gemeinsam) bei dem örtlichen Amtsgericht in der Rechtsantragsstelle einen sogenannten Berechtigungsschein für Beratungshilfe in der vorliegenden Rechtsangelegenheit beantragen.

Mit dem Berechtigungsschein kann Ihre Tochter dann einen Rechtsanwalt ihrer Wahl (am Besten vor Ort) beauftragen und muss dann nur einen Unkostenbeitrag in Höhe von € 10 an den Anwalt bezahlen. Die Beratungshilfe umfasst über die Beratung hinaus auch die außergerichtliche Vertretung. Für eine etwa erforderliche gerichtliche Vertretung müsste dann gesondert Prozesskostenhilfe beantragt werden, und zwar in diesem Fall bei dem Familiengericht, bei dem der Prozess dann zu führen wäre.

Der beauftragte Rechtsanwalt erhält im Rahmen der Beratungshilfe und der Prozesskostenhilfe ein Honorar aus der Staatskasse (oder aber von der Gegenpartei, wenn diese im Rechtsstreit unterliegt).

Auch die Gerichtskosten werden vom Staat übernommen. Ihre Tochter muss aber gegebenenfalls die Kosten eines von der Gegenpartei beauftragten Anwalts tragen, wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommt und sie verlieren sollte. Das Jugendamt als Beteiligte in einem familiengerichtlichen Verfahren ist aber in aller Regel nicht Gegenpartei und auch nicht anwaltlich vertreten.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen verständlich beantworten, sonst können Sie gerne noch Rückfragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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