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eBay Kauf


| 17.01.2006 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,



Folgende Situation:

Ich bestelle am Di, der 03. Jan 2006 eine Tisch-Spülmaschine bei ebay.

Einige Tage später wird die Spülmaschine in das Geschäft wo ich Arbeite geliefert.

Der Postbote hat sein Elektronisches Gerät rausgeholt wo er meinen Namen eintippte und ich mit diesem Plastik Stift eine Unterschrift auf das Display des Gerätes gemacht. ( ich gehe davon aus das dies nur eine Empfangsbestätigung ist? )

Dann habe ich das Paket ausgepackt mit einem Mitarbeiter zusammen, und habe festgestellt das die Spülmaschine auf der Rückseite stark beschädigt ist und das ganze Gerät verzogen ist.


Sofort habe ich dem Verkäufer eine eMail geschrieben und ihm das Problem geschildert das es nicht wirklich sichtbar war am Karton das Beschädigungen vorliegen.

Heute habe ich diese eMail bekommen:
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wenn sie trotz beschädigung am karton eine unterschrift leisten das alles io ist dann müßen sie sich auch eine weile gedulden denn sie haben mit ihrer unterschrift bestätigt das das teil io ist obwohl am karton was sie hätten sehen müßen eine beschädigung ist laut urteil von 02/03 vom amtsgeticht berlin haben sie keinen anspruch auf eine erstattung das sie den mangel hätten sehen müßen
und da wir hier eine kulanz beantragt haben dauert das
ich kann gerne die kulanz zurückziehen und ihnen das gerät zurücksenden da erspeare ich mir viel zeit
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Meines Erachtens ist diese eMail recht unfreundlich, darauf habe ich geantwortet das ich von meinem Kauf zurücktrete und mein Geld wiederhaben möchte.


10 Minuten später hat der Verkäufer mich in meinem Geschäft angerufen und mich die ganze zeit nicht zu Wort kommen lassen und rumgeschriehen und gesagt das ich eine neue Maschine bekomme sobald der Kulanz fall bei der dpd abgeschlossen ist.

Daraufhin habe ich ihm direkt gesagt das ich das gar nicht mehr möchte da ich genervt bin über seine Unfreundlichkeit mir gegenüber.

Dann hat er mir gesagt ok kein Problem er schickt einen Anwalt auf mich und erwirkt eine Unterlassungerklärung gegen mich! Und so was kann mich als Käufer locker 10.000Euro kosten (er hat sich durchgehend auf ein Urteil berufen).

Und das er ganz sicher am längeren Hebel sitze was für mich sehr teuer werden kann sollte ich jetzt mein Geld zurückverlangen. „Wir können uns gerne vor Gericht wieder sehen“

Nun bin ich mittlerweiße so was von Sauer da ich keinerlei Fehler gemacht habe, und einfach nur mein Geld zurück haben möchte und die Sache vergessen.


Was stehen mir für Möglichkeiten ?

Er gibt mir nun 2-4 Stunden Zeit mich zu entscheiden ob ich warten will und eine neue Maschine haben möchte (wenn die alte per Kulanz von der Post bezahlt wird)

Oder er mir seinen Anwalt auf den Hals schickt.

Sollte ich ihm Recht sein (wovon ich stark ausgehe) würde ich mich gleich freuen wenn sich hier ein Anwalt findet der sich die Sache annimmt, sofern ich da ohne Kosten rauskomme weil ich ja im Recht bin.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne beantworte.

Zunächst einmal: Recht haben und recht bekommen ist bekanntermassen nicht immer das Gleiche. Auch kann Ihnen keiner garantieren, dass Recht bekommen nichts kostet, nur weil Sie im Recht sind (was natürlich immer etwas Subjektives in sich birgt). Zumindestens an den Kosten einer anwaltlichen Erstberatung via FEA werden Sie nicht vorbeikommen, wenn denn diese nicht im Rahmen eines späteren Prozesses als sog. Rechtsverfolgungskosten anerkannt werden (so zB AG Lüdenscheid, Az.: 95 C 246/05).

1.
Sie haben in der Tat nur –wie im neuzeitliche Paketverkehr üblich- den Empfang der Sendung bestätigt. Würden Sie dies nicht tun, wäre eine Verweigerung der Übergabe durch den Postboten wahrscheinlich. Diese Bestätigung besagt zunächst einmal nur, dass die „Hülle“ von Ihnen entgegengenommen wurde, mehr nicht.

2.
Das von Ihnen zitierte E-Mail ist nicht nur der Tat unfreundlich und orthographisch verunglückt, sondern auch rechtlich unzutreffend. Der Verkäufer muss beweisen, dass er Ihnen die Ware im mängelfreien Zustand zukommen liess. Dies gilt, solange kein WIRKSAMER Haftungsausschluss vereinbart wurde, was ich aber trotz Ihres Schweigens hierüber schon deswegen für unwahrscheinlich halte, weil der Verkäufer ja die Absendung einer mängelfreien Spülmaschine behauptet.

3.
Allerdings gibt es beim sog. Versendungskauf eine Erleichterung bei Gefahrübergang dergestalt, dass der Verkäufer die Ware nur einem Spediteur übergeben muss, dadurch erfolgte der sog. Gefahrübergang zu Lasten des Verkäufers (§ 447 BGB). Dies ist beim sog. Verbrauchsgüterkauf (Verkäufer: Unternehmer, Käufer: Verbraucher), wovon ich in Ihrem Fall eigentlich ausgehe, aber ausgeschlossen (§ 474 II BGB).

4a.
Wie auch immer: Aus den eher rüpelhaften Äußerungen des Verkäufers lässt sich herauslesen, dass dieser schlussendlich auch von einem Transportschaden ausgeht („neue Maschine, solange Kulanz DPD“). Allerdings handelt es sich nicht um Kulanz des Spediteurs. Sondern entweder es lag ein Verbrauchsgüterkauf vor, dann geht Sie die Beschädigung nichts an und Sie haben Anspruch auf Lieferung einer mängelfreien Ware.

4b.
Oder aber es lag kein Verbrauchsgüterkauf vor und der obig beschriebene „Gefahrübergang“ erfolgte bereits zu Ihren Lasten. Dann muss der Verkäufer nach herrschender Rechtsauffassung seine Forderungen gegen die Spedition, die nichts mit Kulanz zu tun haben, an Sie abtreten.

5.
Also bewahren Sie ruhig Blut und lassen sich nicht unter Druck setzen. Prüfen Sie noch einmal, ob ein Verbrauchsgüterkauf vorlag. Falls ja, gehen Sie morgen via Einschreiben/Rückschein nach Ziff.4a vor; falls kein Verbrauchsgüterkauf vorliegt, worüber Sie aber im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion hier noch näheres mitteilen können, verfahren Sie bitte nach Ziff. 4b .


Die restlichen Ausführungen des Verkäufers wie „Er schickt einen Anwalt auf Sie und erwirkt eine Unterlassungserklärung gegen Sie! Und so was kann Sie als Käufer locker 10.000 Euro kosten.“ liegen schlicht neben der Sache.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ wie schon geschrieben gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen!

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


ra.schimpf@gmx.de


www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 17.01.2006 | 18:59

vielen Dank für Ihre Hilfe !

Der Verkäufer hat knapp 20.000 Bewertungen, aus dem Impressum geht es nicht hervor ob das eine GmbH etc ist.

Ich habe das als Privat gekauft.


Was schicke ich dem Herrn denn per einschreiben ?! einfach meine bankdaten mit dem hinweis das er xy Tage Zeit hat mir mein Geld zurückzusenden !?

Es wäre super wenn Sie mir einige Punkte nennen könnten was da genau rein muss

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.01.2006 | 19:07

Sehr geehrter Herr E.,

danke für Ihre Nachfrage.

Schicken Sie mir doch einfach den Auktions-Link an meine E-Mail-Adresse, dann schreib ich Ihnen nicht ausversehen etwas, was im konkreten Fall ohne genaue Einsicht meinerseits in den Vertrag dann vielleicht doch nicht zutrifft.

Ich sende Ihnen im Rahmen dieser Nachfragefunktion dann kurz ein paar Stichpunkte für Ihr Schreiben retour.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


ra.schimpf@gmx.de

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