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ch habe bei eBay eine Gutschein im Wert von 100 Euro für 82 Euro versteigert, Jetzt: Anklage wegen B

31.08.2009 17:41 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Ich habe bei ebay eine Gutschein im Wert von 100 Euro für 82 Euro versteigert. Gutschein war verschwunden, als ich ihn verschicken wollte als habe ich den Käufer hingehalten und am Monatsanfang einen neuen gekauft und ihn verschickt. Jetzt: Anklage wegen Betruges, da der Gutschein erst am 4.3. ausgestellt, Ware aber Anfang Februar versteigert. Sollte 600 € zahlen, habe Widerspruch eingelegt, da der Käufer den Gutschein erhalten hat, jetzt ist Verhandlung am 24.9. Was erwartet mich?

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Was Sie erwartet, hängt natürlich davon ab, was während der Verhandlung festgestellt wird. Deshalb rate ich Ihnen auch dringend, sich durch einen Anwalt verteidigen zu lassen. Dies ist zwar nicht vorgeschrieben, jedoch kann ein Anwalt durch seine Erfahrung zielgerichteter argumentieren, als dies Ihnen selbst möglich sein wird. Zwar sollte das Ergebnis der Verhandlung nicht von der Qualität des Anwalts abhängen, in der Realität ist dies aber leider oftmals so.

Zum Sachverhalt ist zu sagen, dass ich hier keinen Betrug erkennen kann.
Sie haben bei Ebay einen Gutschein im Wert von 100 € für 82 € verkauft. Diesen haben Sie schließlich auch geliefert. Somit ist schon kein Schaden eingetreten, welcher ein notwendiges Tatbestandsmerkmal für den Betrug ist. Auch lässt sich aus dem, was Sie vortragen, keinerlei Schädigungsabsicht erkennen, welche auch ein Merkmal des Betrugs ist.
Schließlich liegt meines Erachtens aus oben genannten Gründen auch kein versuchter Betrug vor. Selbst wenn dies angenommen werden könnte, so kann man in dem Erwerb des neuen Gutscheins einen strafbefreienden Rücktritt sehen, so dass keine Verurteilung stattfinden kann.

Wie sie sehen, ist die Argumentation nicht ganz einfach, weshalb ich Ihnen nochmals rate, einen Anwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.
Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2009 | 09:00

In der Anklageschrift steht, dass in meinen Mails an den Käufer eine Hinhaltetaktik zu erkennen ist und dies den Tatbestand des Betruges vermuten lässt.
Kann ich den vor Gericht schildern, dass der Gutschein weg war und ich bis anfang des Monats warten musst um einen neuen kaufen zu können und die Hinhaltetaktik zugeben oder wäre das eher unvorteilhaft?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2009 | 10:13

Sehr geehrte Fragestellerin,

die besagte Hinhaltetaktik legt natürlich für die Staatsanwaltschaft die Vermutung nahe, dass Sie ursprünglich nicht vorhatten, den Gutschein zu besorgen bzw. dem Käufer zu übereignen. Sie müssen also in jedem Fall erklären, warum Sie mit der Übersendung des Gutscheines gewartet haben. Daher sollten Sie durchaus die in Ihrer Ausgangsfrage geschilderte Wahrheit sagen und glaubhaft erklären, dass Sie den Gutschein zur Zeit der Auktion tatsächlich hatten und auch übersenden wollten, diesen letztlich aber verloren haben und, um Streitigkeiten zu vermeiden, auf die nächste Möglichkeit gewartet haben, einen solchen gleichen Gutschein zu besorgen, um Ihrer privatrechtlichen Verpflichtung nachkommen zu können.
Insbesondere wenn sich der Sachverhalt anders darstellt oder wenn weitere Punkte in der Anklageschrift Ihre Strafbarkeit ausführen, rate ich Ihnen nochmals an, sich vor Gericht anwaltlich verteidigen zu lassen. Die Beauftragung eines Rechtsanwalts rechnet sich zwar nicht immer finanziell, dafür aber so gut wie immer beim Urteil des Gerichts.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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