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abo für 96 Euro ohne Anmeldung


05.08.2007 19:28 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Hallo Anwälte und interessierte online-user !

Habe eine Rechnung erhalten von freesexfilms.yy.
Die yy stehen hier Schutz siehe unten P.S.

Per email jetzt Ende Juli 2007. dort stand:
Hans-Peter Buhlen 63785 obernburg Deutschland

Himmel (name geändert) GmbH Bahnsteigstrasse 1A
8212 Neuhausen www.freesexfilms.yy Zürich, 27.07.2007

Rechnung Nr. 8770

Guten Tag,

wir verrechnen unsere Leistungen wie folgt: ....etc. 96 Euro.
#####

Hab mich aber meines Wissens nie angemeldet.
Und heiße auch nicht Hans-Peter Buhlen und bin nicht aus Obernburg.
aber die email ist meine. (und die lautet buhlen@online.de
(name geändert, aber Nachnahme@online.de stimmt)

Habe dies geschrieben und die antworten:

Wir haben es leider sehr oft, dass sich Leute mit falschen Adressen
anmelden.

Wir haben die Email und IP Adresse, da wird sich klar herausstellen welches
System sich angemeldet hat.

Ihre Anmeldungsdaten: Nr./Nickname/Passwort/Name/Land/Anmeldungsdatum
8770 misxxx hamburgxx buhlen hans-peter Deutschland 06.05.2007 aktiv
(die xxxx oben:
damit nicht jemand dies versucht mit diesen nicknames und dann denselben Ärger hat)
Sie haben bei Ihrer Registrierung die AGB´s akzeptiert und dort sind die
Geschäftsbedingungen klar definiert.

Habe jetzt per Einschreiben mit Rückschein (sitzen in der Schweiz)
erklärt, dass ich mich nicht angemeldet habe. und vorsichtshalber gekündigt, falls
hier jemand mit meiner email eine Falschanmeldung getätigt hat.

Wie kann ich die Rechtmäßigkeit der Rechnung überprüfen.
Welche Daten kann ich verlangen...
müssen die nachweisen , dass ich die AGBs gelesen habe..?
http://www.freesexfilms.yy/de/agb.htm

Meine Recherche bei allen, die hier an meinem PC noch Zugang haben, hat ergeben, dass
evtl. eine mail verschickt wurde mit dem Inhalt:
kostenloser download ...freesexfilms.yy mit user/passwort

Loggt man sich dann (angeblich kostenlos ) ein ,
greift die agb mit einer Kündigungsfrist von 3 Tagen (Ihr lest richtig) 3 Tage.(Ziffer3.1)

Müssen die nicht nachweisen, dass ich volljährig bin, das ich die abgs
akzeptiert habe oder sie die zugeschickt haben... ?

Ist ein Gerichstverfahren bei 96 Euro überhaupt möglich und vertretbar ?

Die haben mir jetzt aus Kulanz 50 Euro Sofortzahlung angeboten.
Sie schrieben:
Sie haben die 3-tägige Frist zur Kündigung nicht wahrgenommen und schulden
uns deshalb den Mitgliedsbetrag.

Wir würden Ihnen als Kulanz, da Sie scheinbar die AGB´s nicht gelesen haben
anbieten den Betrag von 50 Euro bis Ende nächster Woche zu überweisen. Sonst
werden die Kosten für das Verfahren für beide Seiten halt teurer. Falls
diese Frist verstreicht, werden wir auf den 96 Euro beharren.

Habe geantwortet: bitte mein Einschreiben mit Rückschein beantworten und ich hätte gern alles
schriftlich.

Wie soll ich das jetzt am besten weiterführen...?
Würde ein Gerichtsverfahren in der Schweiz stattfinden....
Wird das alles nicht viel teurer als die 96 Euro.
Oder ist das deren Masche ?

Die haben auf der website keine Telefonnummer und kein fax.
Ist das zulässig !
Verbindlichen Dank für jede nützliche Hilfe.
ist evtl. auch für ANDERE interessant, da dies
sicher nicht einmalig geschieht.

P.S.: die yy hinter freesexfilms.yy sind reine Vorsicht um hier keine internetadresse zu sagen
Die stehen aber als Werbung überall, auch im TV.

Notfall?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich lässt sich ein Zivilprozeß auch für 96 € führen.

Allerdings habe ich nachhaltige Zweifel, dass es hier auch dazu kommt.

Die Gegenseite ist voll beweispflichtig für den Vertragsschluss durch Sie, für die Kenntnisnahme der AGB und vor allem für deren Rechtssicherheit nach deutschen Maßstäben.

Ohne dies explizit dem an Sie herangetretenen Unternehmen unterstellen zu wollen (eine Prüfung der Website nebst AGB kann im Rahmen einer Erstberatung zum Mindesteinsatz von 20 € naturgemäß nicht erfolgen), hat die Erfahrung der Vergangenheit gelehrt, dass Unternehmen aus der Erotikbranche mit einem Sitz im Ausland auch Forderungen, die in Deutschland nicht durchsetzbar sind, zunächst mit Nachdruck geltend machen- dann aber aufgeben, wenn keine Reaktion erfolgt und geklagt werden müsste (ein entsprechendes Indiz ist auch das "Friedensangebot", die Sache nun bereits für 50 € auf sich beruhen lassen zu wollen).

Mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, bei dem ein Anbieter aus dem Ausland seine vermeintliche Forderung dann auch vor einem deutschen Gericht geltend gemacht hätte.

Da Sie sich nach Ihren Angaben selbst nicht angemeldet haben, rate ich Ihnen, jegliche Forderung als unbegründet zurückzuweisen, auch wenn die Gegenseite dann mit Gerichts- und Anwaltskosten drohen sollte.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
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