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Börsenbrief Abo: Kündigungsfrist überzogen

18.09.2018 20:02 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Kündigungsfrist Probeabo

Moneymoney bewarb ein Abo über drei Monate für kleines Geld, ich habe am 21. Juni zugegriffen.
Betont wurde eine Stornierungsfrist von zwei Wochen. Auch die AGB weisen auffällig als Extrapunkt ein Monats-Probeabo mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen aus. Auf einen anderen Zeitraum sollte man gar nicht kommen.
Fünf Wochen vor Ablauf kündigte ich und bekam eine Bestätigung, allerdings für 2019 (= ca 2000 €!)
Die Mitarbeiterin behauptete, die Frist betrage 6 Wochen (für 12 Wochen Abo!) und lehnte mit ganz herzlichen Grüßen ab. Auf die Frist sei hingewiesen worden.
Das Inhaltsverzeichnis hat keinen Punkt "Kündigung". Man sucht natürlich erst zu spät im Fließtext, welchem manipulierten Irrtum man erlegen ist. (Bei den Telediensten wurde die entsprechende Mitteilung längst festgelegt)
Zuletzt schickte ich ihr meinen Rentenbescheid (630€) mit dem Hinweis, dass bei mir auch nichts zu pfänden ist, sie sollen mich aus der Pflicht lassen. Trotzdem bestehen sie natürlich weiterhin auf ihrer Forderung.

Der Text unter ". Laufzeit, Preis, Preisanpassung, Verzug" lautet:
"...Zweijahresabonnement und das Siebenjahresabonnement verlängern sich automatisch um ein Jahr, sofern der Abonnent den weiteren Bezug nicht fristgemäß 12 Wochen vor Ablauf des jeweiligen Bezugszeitraums kündigt.

Das Vierteljahresabonnement verlängert sich automatisch um ein Jahr, sofern der Abonnent den weiteren Bezug nicht fristgemäß 6 Wochen vor Ablauf des jeweiligen Bezugszeitraums kündigt.

Die Kündigung bedarf der Textform (z.B. E-Mail oder Brief) und ist an folgende Adresse zu richten: Service@MoneyMoney.de oder PID Plata Informations Dienst GmbH, Sophie-Charlotten-Str.30, 14059 Berlin, Deutschland. Dem Abonnenten obliegt der Nachweis des Zugangs der Kündigung beim Herausgeber. Sollte eine Kündigungsbestätigung nicht innerhalb einer Woche beim Abonnenten eingehen, sollte zur Sicherung des Kündigungsnachweises das Serviceteam kontaktiert werden."

Für das Probeabonnement gelten auf Grund der kürzeren Laufzeit gesonderte Kündigungsfristen.

Es gelten die Punkte unter: C. MoneyMoney 30 tägiges Probeabonnement....

Mein Abo war jedoch ein "ermäßigtes Vierteljahresabo", das ich als Probeabo aufgefasst hatte.
Die erforderlichen Haken hab ich bei Bestellung leider auch gemacht...
Unerschwinglicher Irrtum, was kann ich bloß tun? Werde wohl nicht die Einzige sein, die bei dem Fischzug ins Netz gegangen ist...

Alle Aktien, die sie am Anfang zum Kauf empfohlen hatten, sollten nach angemessener Zeit, als keine Kündigung mehr möglich war, mit Verlust wieder verkauft werden.


Mit freundlichen Grüßen und letzter Hoffnung

P.S.: Sollte eine Aussicht bestehen, bin ich bei Erfolg gerne bereit, mehr zu spenden...
19.09.2018 | 09:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Solche Probeabos sind darauf aus, den Verbraucher in ein langfristiges Abonnement hineinlaufen zu lassen.

2. Aus Ihren Angaben ist zu entnehmen, dass lediglich das Monatsabo mit einer kurzen zweiwöchigen Kündigungsfrist versehen ist, während das Dreimonatsabo mit einer längeren Kündigungsfrist ausgestattet ist.
Im Rahmen der Verwendung der AGBs kann der Anbieter sich nicht darauf berufen, er hätte auf diese unterschiedlichen Kündigungsfristen hingewiesen, die zudem nicht leicht auffindbar sind. Vielmehr vermittelt das Angebot, dass auch das Vierteljahresabo mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen kündbar ist. Unklarheiten gehen hier zu Lasten des Verwenders, so dass die Kündigungsfrist in den AGBs nicht greift, wenn der Anbieter eine gesonderte kürzere vertragliche Kündigungsfrist suggeriert.

3. Im weiteren ist zu beachten, dass Ihnen bei einem online oder brieflich abgeschlossenen Abo ein Widerrufsrecht zusteht. Erfolgte keine Widerrufsbelehrung können Sie das Abo auch jetzt noch widerrufen.

4. Insoweit verweisen Sie bei der Antwort an den Anbieter auf die kurze Kündigungsfrist, die den Regelungen in den AGBs vorgeht und widerrufen Sie vorsorglich das Abo.

5. Die Qualität der Zeitung und deren Empfehlung sollten Sie hierbei nicht weiter problematisieren, da dies keinen Einfluss auf das Abo hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Nachfrage vom Fragesteller 19.09.2018 | 10:36

Vielen Dank für Ihre Antwort, ich hatte schon bestätigt, das Widerrufsrecht zu akzeptieren.

Aber wenn Sie schreiben " ...Unklarheiten gehen hier zu Lasten des Verwenders..." Bin nicht ich der "Verwender"?

Würde den Text gerne in Ihrer Formulierung weitergeben.
Gibt es dafür einen Paragraphen oder Präzedenzfall?

Ich bedanke mich ganz herzlich im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.09.2018 | 10:51

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Verwender meint hier den Anbieter als Verwender der AGBs.

Die Regleung findet sich in § 305c Abs. 1 BGB, wonach unklare Regelungen nicht Vertragsbestandteil werden.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt


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