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Wasserschaden durch Boilerversagen - wer trägt die Schuld und Kosten?


| 14.06.2006 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag

Ich bin vor 2 Wochen erst eingezogen und gleich gings los.
Nach 3 Tage platze an der Küche -Wasserboiler(wir haben in die Küche nur Kaltwasseranschluss und das Gerät wurde von Vermieter auf die Wand aufgehängt)
Nur dank,dass wir zu Hause waren konten wir das Problem schnell und ohne Schäden lösen.
Ich meldete der Ausfall des Gerätes bei meine Hausverwaltung und sie schickten einer Elektriker der das kapute Geräte austauschen sollte.
Nach 2 Tage war der neue Wasserboiler da, der Elektriker meinte es sei komisch,weil normaleweise platzen die Dinge nie.
Dann hat er das Gerät selbst angeschlossen und nach meine Frage ob jetzt alles in Ordnung wäre und das nicht noch mal vorkommt,meine -nein.
Heute in der Nacht platzte das Ding wieder und dabei überflütete das Wassser alle Zimmer bis in die Nachbarwohnung unten.
Nach dem wir es versucht haben die Wohnung wieder trocken zu bekommen,ging ich ins Hauswerwaltung und meldete der Fall.
Sie meinten es sei nicht meine Schuld, dass das Gerät unter Gewärleistungsschutz steht und schickten diesen Elektriker von der Baufirme wieder.
Der kamm mit einer Kamera hat 2 Fotos von die Wasseranschlussstelle gemacht und gleich dann gesagt,
dass das meiner Schuld ist,weil
1)hier ein speziele Wasserhan verwendet werden sollte und nicht der übliche Wasserhan.
2)die Anschlusse wurden ziemlich kompliziert und nicht fachmänisch ausgefuhrt

Nach meine Bemerkung das eigentlich beim 2 mal hat er das Wasserboiler selbst eingeschlossen,meinte er:
Zitat
Ich habe nur 2 Schläuche eingedreht und die Steckdose eingeschlossen,aber nicht der Wasserverteiler einbau durchgefuhrt.

Dazu muss ich bemerken das er mir bei seiner 2 Besuch,nach meine Frage ob jetzt alles OK währe,meinte -Ja und dazu hatte ich 2 Zeugen in der Wohnung.

Die Hausverwaltung fordert dass ich jetzt alles aufshreibe was und wie passiert ist und an die abgebe.

Die Frage:
Soll ich es wirklich?Oder man hollt sich gleich lieber die Hilfe eines Anwalts?
Wer hat denn recht überhaupt?

Danke 1000 mal.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Wenn der Wasserboiler in der Tat von Ihrem Vermieter gestellt worden ist, dann haftet grundsätzlich auch Ihr Vermieter für die Schäden, die durch den Wasserboiler entstanden sind. Etwas anderes könnte dann gelten, wenn Sie sich im Mietvertrag verpflichtet haben, für die Funktionstüchtigkeit des Wasserboilers Sorge zu tragen. Zur Klärung dieser Frage sollten Sie unbedingt einmal in Ihren Mietvertrag schauen.

Sollten Sie für die Funktionsfähigkeit des Boilers verantwortlich sein, dann könnten Sie einen Anspruch gegen den Elektriker haben, wenn Sie diesem den Auftrag zur Reparatur erteilt haben.

Wenn die Hausverwaltung den Elektriker beauftragt haben sollte, dann käme ein Anspruch der Hausverwaltung gegen den Elektriker in Betracht. Diesen Anspruch müßte die Hausverwaltung dann unter Umständen an Sie bzw. Ihren Vermieter abtreten.

Grundsätzlich bestehen keine Bedenken, den gesamten Vorfall für die Hausverwaltung schriftlich festzuhalten. Natürlich sollten Sie darauf achten, dass Sie nichts für Sie Negatives aufschreiben und eine Kopie davon selbst behalten.
Sie sollten auf alle Fälle für sich selbst festhalten, wann wer was in dieser Angelegenheit gesagt oder getan hat und wer Ihre Zeugen sind.

Ob Sie einen Anwalt einschalten sollten, hängt davon ab, ob jemand gegen Sie irgendwelche Ansprüche geltend macht bzw. ob Sie die Ihnen entstandenen Schäden geltendmachen wollen.

Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob Sie Ihre Hausratversicherung o.ä. informieren müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen.
Selbstverständlich wäre ich auch bereit, in dieser Sache für Sie tätig zu werden, falls Sie dies wünschen.

Mit freundlichen Grüßen

Ina Hänsgen
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 14.06.2006 | 18:47

Im Vertrag steht:
Die nachvolgende Wartungsarbeiten übernimmt der Mieter:
... Warmwassergeräte fachmännisch warten und reinigen lassen,soweit die Kosten hierfür im Jahr nicht 5% der Jahresnettomiete überschreiten(im meinem Fall 210 Euro).
Der Mieter hat alljährlich eine fachmännisch erfolgte Wartung/Reinigung dem Vermieter nachzuweisen.

Mehr ist nicht drin und wie ich schon sagte bin erst vor 2 Wochen eingezogen.

Bei das gespräch mit dem Elektriker habe ich zugegeben das Wasserverteiler an der Wand ich selbst angebracht habe,aber nicht das Wasserboileranschluss.Ob das eine Rolle spielt?

Was meine Hausratversicherung angeht,habe ich im Moment keine.
Obwohl im Vertrag steht:
Der Mieter ist verpflichtet,eine ausreichende Haftpflichversicherung gegen Schäden aller Art,die sich aus dem Mietverhältnis zu seinen Lasten ergeben können,abzuschliessen und während der Laufzeit des Mietvertrages auch zu unterhalten.
Der Abschluss der Versicherung ist dem Vermieter bei Vertragabschluss nachzuweisen,spätestens 3 Monate nach Einzug.

Bei der Vertragabschluss wurde mir nichts gesagt und ich wollte das einfach später tun.
Ist das jetzt immer noch ratsam währe?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2006 | 11:52

Wenn der Schaden bereits zwei Wochen nach Ihrem Einzug entstanden ist, dann kann der Vermieter normalerweise gegen Sie keinen Anspruch aus Ihrer Verpflichtung zur Wartung ableiten, denn er ist jedenfalls verpflichtet, Ihnen den Wasserboiler in einem funktionstüchtigen und gewarteten Zustand zu übergeben. Die Reparaturkosten muss ebenfalls der Vermieter tragen, da Sie verpflichtet sind die Kosten für Wartung und Reinigung zu tragen.
Etwas anderes gilt dann, wenn die Ursache für den Wasserschaden bei dem von Ihnen angebrachten Wasserverteiler zu suchen ist. In diesem Fall würden Sie für die entstandenen Schäden haften.

Zur Sicherheit sollten Sie zunächst dazu schweigen, dass Sie den Wasserverteiler angebracht haben, solange nicht geklärt ist, ob der Wasserverteiler für den Schaden (mit)verantwortlich ist.

Wenn Sie laut Mietvertrag verpflichtet sind, eine entsprechende Versicherung abzuschließen, dann sollten Sie dies auch tun. Für den bereits entstandenen Schaden kommt die Versicherung aber nicht auf.

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