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Wann sollte ich meine Erwerbsminderungsrente umstellen auf Altersrente

09.10.2009 14:40 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Ich( Männl.) bin am xx.11.1950 geboren.
Seit 1.5.2001 erhalte ich unbefristete Erwerbsunfähigkeitsrente.
Ich arbeitete im Öffent. Dienst als Angestellter,
beziehe somit eine Zusatzrente von der VBL. Ich bekomme dadurch ca 95 % meines letzten durchschn. Nettogehalts als monatl. Rente ausgezahlt.
Ich bin 70 % Schwerbehindert ( ohne Zusatzzeichen).
Ich bin erst 2006 in die neuen BL umgezogen
Frage :
Ab wann kann / sollte ich die Umstellung auf Altersrente bei der DRV beantragen, ohne dass mir seitens beider Versicherer ein finanzieller Nachteil entsteht.
Ich erhoffe davon eher einen finanziellen Vorteil, da ich u.a. den vollen KV-Beitrag bei der VBL selbst tragen muss.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage, die ich gerne im Rahmen einer ersten Einschätzung beantworte:

Um die Rente wegen Alters für Schwerbehinderte ab 60 Jahren in Anspruch zu nehmen, müssten Sie die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben. Ist das überhaupt der Fall?

Eine geringfügig höhere Altersrente kann sich ergeben durch zusätzlich gezahlte Beiträge/Entgeltpunkte wegen Krankheit oder Arbeitslosigkeit und rückwirkender Verrentung auf Beginn der Erkrankung. Einen deutlichen Einfluss auf die Rentenhöhe können Regressbeiträge (§119 SGB X) haben, wenn die EU-Rente auf einem Schadensereignis (Unfall etc.) mit Fremdverschulden beruht. Diese werden bei Beginn der Altersrente einberechnet und können somit zu einer höheren Altersrente führen. Werden diese Beiträge üner das 60. Lebensjahr hinaus gezahlt, so wird auch die Regelaltersrente neu berechnet.

Auf die Krankenversicherungsbeiträge wird die Rentenart keinen Einfluß haben. Seit 1. Januar 2004 müssen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung auf ihre „sonstigen Versorgungsbezüge“ wie etwa Betriebsrenten, Zusatzversorgung und Beamtenpension den vollen Krankenversicherungsbeitrag entrichten. Daran ändert sich nichts beim Übergang von Erwerbsminderungs- auf Altersrente.

Ich rate Ihnen, von der DRV eine Auskunft einzuholen, ob und in welcher Höhe Sie eine vorgezogene Altersrente beziehen können und davon Ihre Entscheidung abhängig zu machen.

Ich hoffe, dass meine Auskünfte Ihnen geholfen haben und eine erste Orientierung in der Sache ermöglichen. Bitte berücksichtigen Sie, dass dies auf der Grundlage der von Ihnen gegeben Informationen beruht. Abweichungen, die Ihnen geringfügig erscheinen mögen, können schon zu erheblich unterschiedlichen Bewertungen in der Angelegenheit führen.

Sehr gerne können Sie mich in dieser Angelegenheit auch beauftragen. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar.

Gerne können Sie kostenlos eine Nachfrage stellen - gerne auch via Fax oder Email. Sollte ich etwas bei Ihrer Frage nicht richtig verstanden haben, bitte ich um einen Hinweis.

Ich wünschen Ihnen gute Entscheidung und verbleibe

Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2009 | 18:33

.. danke für Ihre Antwort.
Um Gegenfragen zu vermeiden habe ich die wichtigsten Punkte knapp und kurz erwähnt, die von Bedeutung sein sollten.
Leider habe ich dabei übersehen, dass es dabei doch noch zu Missverständnissen kommen kann.

!!!!!!! Der Schwerpunkt meiner Frage ist :
Ich beziehe zu 100 %Erwerbsminderungsrente ( der Grund - sollte doch hier keine Rolle spielen - ist berufsbedingt - es war kein Unfall )
!!!!!! Ab welchem Alter sollte ich die Regelaltersrente beantragen, ohne finanzielle Verluste ? Ich werde im November 59


Gerne gehe ich nach Ihrer folgenden Antwort auf Ihren Hauptvorrschlag ein, doch noch die DRV zu befragen. Dort hole ich mir eine kostenlose rechtsverbindliche Auskunft ein.

Wie schwer doch einfache Fragen zu beantworten sind, ich hätte es nie gedacht.

Mit freundlichen Grüßen

X. xxxxx



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2009 | 20:53

Sehr geehrter Fragesteller,

//( der Grund - sollte doch hier keine Rolle spielen - ist berufsbedingt - es war kein Unfall ) //

nur zur Erläuterung: Bei einem Unfall, den ein Dritter verschuldet, zahlt dieser Dritte bzw. seine Versicherung als Schadensersatz auch Rentenversicherungsbeiträge.

//Ab welchem Alter sollte ich die Regelaltersrente beantragen, ohne finanzielle Verluste ? //

Verluste gegenüber Ihrer bisherigen Rente werden Sie auf keinen Fall erleiden, weil es eine Bestandssicherung der Entgeltpunkte gibt, wenn Sie im Anschluß an eine EU/EM-Rente Altersrente beziehen.

Leider haben Sie nicht auf meine Nachfrage geantwortet, ob Sie überhaupt die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben. Da die Rente Mai 2001 begonnen hat, könnten Sie die Wartezeit allenfalls erfüllt haben, wenn Sie bereits im Mai 1966, also im Alter von 15 Jahren, in Ausbildung/Arbeit waren, denn Schulzeiten zählen erst ab dem 17. Lebensjahr als Anrechnungszeiten - von dort an kommen Sie bis zum Rentenbeginn erst auf 33,5 Jahre.

Sollten Sie die Wartezeit nicht erfüllen ist die Frage leicht beantwortet, da dann nur die Regelaltersrente in Frage kommt.

Sollten Sie die Wartezeit erfüllt haben, so können Sie die vorzeitige Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 60 Jahren in Anspruch nehmen - mit Rentenabschlägen von 10,8 % auf Dauer.

Ohne Abschläge können Sie die Altersrente für schwerbehinderte Menschen nach derzeitigem Recht ab dem 63. Lj. in Anspruch nehmen, also im November 2012.

Ich rate Ihnen daher dazu, Anfang/Mitte 2012 eine Rentenauskunft einzuholen, um dann ggf. eine bessere Entscheidungsgrundlage zu haben. Ein Rentenbeginn zuvor lohnt sich m.E. nicht, schon gar nicht wg. der von Ihnen erwähnten Krankenkassenbeiträge, da es dort keine Unterschiede in den Rentenarten gibt.

Guten Abend und freundliche Grüße

N. Unruh

FRAGESTELLER 09.10.2009 2,6/5,0
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