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Altersrente, 60 Monate Mindest-Rentenbeitragszahlung

| 24.02.2014 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Zusammenfassung: Wie kann man den Rentenversicherungsverlauf im Alter nachweisen, wenn keine Unterlagen mehr vorhanden sind.

Ich bin 71 Jahre alt. Bis auf ca. 9 Jahre in meiner Jugend, Lehrzeit, Bundeswehr etc. war ich selbständig und habe keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt.

Um die die Altersrente zu beantragen, muss ich nachweisen, dass ich mindesten 60 Monate (5 Jahre) als Angestellter tätig war.

Den Nachweis über den Zeitraum 1959 bis 196(4) kann ich durch Aufrechnungsbescheinigungen erbringen (somit 45 Monate belegbar, dass Rentenversicherungsbeiträge gezahlt wurden),
der Restzeitraum ist von mir nicht beweisbar, da die Unterlagen verloren gingen und da sämtliche Unternehmen, bei denen ich als Angestellter tätig war, nicht mehr existieren und eine Nachfrage nicht mehr möglich ist.

Da mir die Nachweise für den Zeitraum von 196(4) bis 1967 fehlen, riet mir der Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung Hessen bei der DAK einen Antrag bzw. eine Mikrofilm-Anfrage
zu stellen, dessen Ausgang ich jedoch nicht sehr optimistisch bewerte, da die Mikrofilm-Konten lediglich einer 30-jährigen Aufbewahrungsfrist. unterliegen.

Welche Möglichkeiten habe ich, welche Schritte würden Sie mir empfehlen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hinweise.
Schönen Gruss,
RD

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Welche Möglichkeiten habe ich, welche Schritte würden Sie mir empfehlen?"


Je älter man wird, desto schwieriger wird naturgemäß die Beitragszeiten gem. § 55 SGB VI nachzuweisen. Wartet man zu lange, kann es schwierig bis unmöglich werden, den Versicherungsverlauf lückenlos darzustellen.

Um dies zu vermeiden gibt es das Kontenklärungsverfahren. Versäumen Sie die frühzeitige Klärung der maßgeblichen zeiten, geht dies langfristig zu Ihren lasten, weil Sie nunmehr einen anderen Versicherungsverlauf beweisen bzw. glaubhaft machen müssen.

Wenn Sie wenigstens belegen könnten, dass Ihnen in der Zeit ab 1964 Gehalt gezahlt wurde, so könnten Sie die Beweiserleichterung des § 286 IV SGB VI für sich in Anspruch nehmen. An dem Nachweis der Gehaltszahlung wird es nach Ihrer Schilderung aber vermutlich auch schon fehlen.

Somit bleibt Ihnen nur die Glaubhaftmachung einer versicherungspflichtigen Beschäftigung gemäß § 286 V SGB VI. Danach gilt:

Machen Versicherte für Zeiten vor dem 01. Januar 1973 glaubhaft, dass sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt ausgeübt haben, die vor dem Ausstellungstag der Versicherungskarte liegt oder nicht auf der Karte bescheinigt ist, und für diese Beschäftigungszeit entsprechende Beiträge gezahlt worden sind, ist die Beschäftigungszeit als Beitragszeit anzuerkennen.

Insofern ist die Anfrage bei Ihrer Krankenkasse, ob aus der Zeit Unterlagen vorhanden sind, in jedem Fall vorzunehmen.

Ansonsten bliebe Ihnen nur noch eine Zeugenerklärung ( z.B. Mitarbeiter in der Firma, die bestätigen, dass Sie dort gearbeitet haben) sowie die eidesstattliche Versicherung über die Beitragszeiten.

Dies wäre dann vor dem Sozialgericht auszufechten.






Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit gern zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

----------------------------------------------
Wambeler Straße 33
44145 Dortmund


Telefon: 0231 / 13 7534 22
Telefax: 0231 / 13 7534 24

email: info@ra-fork.de
Internet: http://www.ra-fork.de


Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2014 | 13:53

Vielen Dank für die Möglichkeit einer Nachfrage!

Es gibt keine noch lebenden Ex-Kollegen, die mir eine solche Eidesstattliche Versicherungen ausstellen könnten. Leider!

Gibt es eine Massnahme, um diese Informationen von der DAK zu erhalten? Welche Möglichkeit habe ich also noch? Genügt eventuell eine nur von mir geleistet Eidesstattlich Versicherung?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüssen
RD

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2014 | 14:09

Nachfrage 1:
"Gibt es eine Massnahme, um diese Informationen von der DAK zu erhalten?"


Einfach die anfrage bei Ihrer damaligen Krankenkasse stellen und den Zusammenhang erklären.



Nachfrage 2:
"Welche Möglichkeit habe ich also noch? Genügt eventuell eine nur von mir geleistet Eidesstattlich Versicherung?"



Die eidesstattliche Versicherung des Versicherung ist allerdings das schwächste und allerletzte Mittel, wenn eine Glaubhaftmachung aus anderen Günden aussscheidet.


Zudem müssen Sie auch bedenken, dass Rente erst ab Antragsstellung geleistet wird. Insofern wird es sich sicher empfehlen - wenn Sie dies nicht ohnehin bereits getan haben - auch tatsächlich einen Rentenantrag zu stellen und im Rahmen der Ablehnung wegen Nichterreichen der Wartezeit von 5 Jahren Ihre Beitragszahlung glaubhaft machen.

Bewertung des Fragestellers 05.08.2014 | 08:15

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"Die Antwort auf meine Anfrage war prompt und ausführlich. Vielen Dank nochmals.

Wie ich jetzt weiss, ist das nicht unbedingt die Regel auf diesem Portal."
Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für Ihre Bewertung. Ich wünsche Ihnen alles Gute und stehe Ihnen jederzeit gerne wieder zur Verfügung. < MfG RA Raphael Fork, Dortmund