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Versteckter Mangel beim Autokauf - Kann ich von dem Händler neue Reifen verlangen?

19.03.2010 20:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo.
Im Oktober 2009 kaufte ich bei einem Autohändler einen Mercedes CL Baujahr 2001 gebraucht.
Während der Verhandlung um den Kaufpreis fiel mir auf das neben meinem jetzigen Auto nochmal der Baugleiche Typ stand. Da dies aber ein Benziner war kam dieser nicht für mich in Frage.
Da mir allerdings die Alu Felgen an dem anderen Auto sehr gefielen fragte ich den Autohändler, ( dies war im übrigen auch der Chef) ob er mir die Alu Felgen auf mein Auto montieren wurde.
Er stimmte zu und versprach mir die neuen Reifen auch gleich Eintragen zu lassen da mein Auto sowieso noch frisch zum TÜV gebracht werden sollte.
Für mich war dies der Entscheidende bzw. letzte Impuls zum Kauf dieses Autos.
Am nächsten Tag konnte ich mein Auto abholen mit den neuen montierten Sommerreifen und neuem TÜV. Zu erwähnen gilt, dass der TÜV bereits mit den defekten Reifen erteilt wurde. Als ich daraufhin zu einer Werkstatt eines Freundes fuhr stellte dieser Fest das die Sommerreifen die Montiert wurden porös waren und an einer Stelle bereits der Schlauch raus drückte. Dies war ein erheblicher Sicherheitsmangel.
Gleich darauf fuhr ich wieder zum Autohaus und zeigte dies dem Chef. Er meinte daraufhin er hat mir ja schon einen Gefallen getan mit der Montage der besseren Alu Felgen.
Gut, ich dachte mir. Immerhin sind die Felgen hochwertig und auch sonst passt alles.
Ich ließ die alten Felgen noch am gleichen Tag abmontieren um kein weiteres Risiko einzugehen.
Heute war der Tag wo ich meine neuen Sommerreifen auf die Alu Felgen montieren lassen wollte. Kurz nach Abgabe meines Autos bekam ich einen Anruf der Werkstatt, ( hierbei handelt es sich nicht um den Verkäufer des Autos) das ich vorbei kommen sollte da meine Felgen beschädigt sind.
Entsetzt stellte die Werkstatt fest das 2 Felgen die beide rechts montiert waren gerissen waren. Einer der Reifen war an der Riss stelle sogar bereits mit einem Stift Markiert worden. Diese befanden sich an der Innenseite und waren nicht sichtbar für mich. Somit war ich der Gefahr ausgesetzt das die Felge bei einem Schlagloch hätte reißen können…
Als ich den Verkäufer meines Wagens darauf mit dieser Tatsache konfrontierte kam er mir wiederrum mit der Aussage, dass er mir einen Gefallen getan hat und es nicht einsieht, dass er für den Schaden aufkommen soll. Er war nur bereit zu schauen ob er mir günstige Felgen besorgen kann. Zahlen müsste ich diese Allerdings selber
Für mich bedeutet das ich musste bereits neue Reifen kaufen wegen dem bereits bekannten Defekt, sowie neue Felgen. Somit ist mein Schaden den ich beim Kauf unmöglich bemerken konnte bei etwa 1500€.
Zu meinen Fragen:
1. Kann ich von dem Händler neue Reifen oder zu mindestens den Preis für die neuen Felgen verlangen?
2. Welche Möglichkeiten habe ich falls der Händler weiter blockt und nicht bereit ist zu zahlen ?

Vielen Dank für Ihre Mühen

19.03.2010 | 21:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Hier liegt ein Fall der Sachmängelhaftung vor. Grundsätzlich gilt Folgendes: Der Verkäufer haftet mindestens ein Jahr für Sachmängel, die bereits bei Übergabe des Fahrzeugs vorgelegen haben. Zu beachten ist die gesetzliche Beweislastumkehr zugunsten des privaten Käufers: Tritt der Mangel innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf des Fahrzeugs auf, wird vermutet, daß der Mangel bereits bei Übergabe vorgelegen hat. Der Verkäufer muß das Gegenteil zu beweisen. Nach Ablauf der sechs Monate muß der Käufer den Beweis erbringen, daß der Mangel bereits bei Übergabe vorgelegen hat.


2.

Sie beschreiben zwei Mängel: zum einen die porösen Reifen und zum anderen die gerissenen Felgen.

Beides sind, auch wenn es sich um ein Gebrauchtfahrzeug handelt, nicht bloße Verschleißspuren, sondern Sachmängel.

Damit können Sie von dem Verkäufer verlangen, ein mangelfreies Fahrzeug zu erhalten. D. h.der Käufer muß auf Ihre Forderung hin verkehrssichere mangelfreie Reifen (nicht Neureifen) und intakte Felgen liefern.

D. h., Sie setzen dem Verkäufer eine dem Datum nach bestimmte Frist, innerhalb der mängelfreie Reifen und Felgen zu liefern sind.

Erhalten Sie weder mangelfreie Reifen noch Felgen, d. h. schlägt der Anspruch auf Nacherfüllung fehl oder ist die Fristsetzung gem. § 323 Abs. 2 BGB entbehrlich, weil der Verkäufer die Nacherfüllung ernsthaft und endgültig verweigert, können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten oder stattdessen den Kaufpreis mindern.

Das sind die Rechte, die das Gesetz vorsieht. Einen Anspruch auf den Preis für neue Reifen haben Sie dagegen nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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