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Autokauf bei Händler ( Schaden festgestellt )

| 29.05.2017 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Hallo,

wir haben im Oktober 2014 ein Mercedes beim Händler gekauft.
Soweit war alles in Ordnung. Bis heute!
Waren gerade bei Mercedes um den Service B zumachen.
Da wurde festgestellt das der Wagen ein Unfall hatte.
Der Meister ist mit einem Lackmesser um das Auto gelaufen und hatte festgestellt
das am Heck wohl gespachtelt und lackiert wurde ( Normwert 100 - 150 ).
Bei uns war 200 - 400. Auf der Hebebühne sah man das eine Querstrebe unter der Stoßstange verbogen ist. Der vom Autohaus meinte das der Wagen auf jeden fall ein Unfall hatte.

Im Kaufvertag steht das der Wagen keine Rahmenschäden hat.
Lackierarbeiten oder Blecharbeiten können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Aber wen die Strebe so verbogen ist, kann das doch nur ein Rahmenschaden sein.
Das hätte doch ein gewerblicher Händler wissen müssen.
Was kann ich da tun wen der Kauf schon 2 Jahre her ist.
Haben es durch den Service B erst festgestellt.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Gesetz hilft Ihnen hierbei ggf. weiter, vgl. § 438 Verjährung der Mängelansprüche

(1) Die in § 437 Nr. 1 und 3 bezeichneten Ansprüche verjähren

[...]
3.
im Übrigen in zwei Jahren.

(2) Die Verjährung beginnt bei Grundstücken mit der Übergabe, im Übrigen mit der Ablieferung der Sache.

(3) Abweichend von Absatz 1 Nr. 2 und 3 und Absatz 2 verjähren die Ansprüche in der regelmäßigen Verjährungsfrist, wenn der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen hat."

Letzteres wäre also zu prüfen:
Sie können und sollten hier in zweierlei Hinsicht vorgehen:
Zum einen können Sie wegen arglistiger Täuschung die Rückabwicklung des Kaufvertrages verlangen und zum anderen können Sie Mängelgewährleistungsrechte geltend machen.

Letzteres hat allerdings den Nachteil, dass Sie grundsätzlich zunächst von Ihren Nacherfüllungs- beziehungsweise Nachbesserungsrecht Gebrauch machen müssen, bevor Sie zum Rücktrittsrecht und damit zur Rückabwicklung des Kaufvertrages übergehen können. Hier ist ganz regelmäßig eine Frist zur Nacherfüllung/Nachbesserung zu setzen.

Allerdings könne man darüber nachdenken, ob Ihnen ausnahmsweise der sofortige Übergang auf das Rücktrittsrecht zu gewähren wäre, was aber in aller Regel nicht anzunehmen ist.

Sie sollten daher, wenn Sie keine Reparatur des KfZ haben wollen, allein vom Anfechtungsrecht Gebrauch machen beziehungsweise sich die Geltendmachung von Gewährleistungsrechten in einem Schreiben vorbehalten. Dabei ist dann aber eben die Frist von drei Jahren zu beachten, wobei durch die Klageerhebung insbesondere erst die Verjährungsfrist gehemmt würde.

Die Anfechtung sollten Sie schriftlich unverzüglich erklären und diesbezüglich alle Beweise sichern, insbesondere durch Fotos und Zeugen.

Es reicht aus, wenn Sie schreiben, dass Sie aufgrund der nachträglich entdeckten Tatsachen bei dem Kaufvertragsschluss arglistig getäuscht worden sind und Sie nach allen Umständen von nicht verunfallten KfZ ausgehen konnten.

Der Hinweis im Kaufvertrag hindert diese Geltendmachung nicht, Sie müssten aber im Klagefalle die arglistige Täuschung, das vorsätzliche Unterlassen der Aufklärung, beweisen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.05.2017 | 12:17

Hallo Herr Hesterberg,

danke für die schnelle Info.
Aber wie kann ich im Klagefall die arglistige Täuschung beweisen.
Da es ja schon so lange her ist.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.05.2017 | 12:49

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Ihre Nachfrage antworte ich Ihnen gerne wie folgt:

Das wird nur mithilfe eines Sachverständigengutachtens gehen, ggf. aber schon mittels der Hilfe des Mercedes-Autohauses bei dem Sie kürzlich waren und die das so festgestellt haben. Ich würde das dann mit einem Anwalt vor Ort klären.
Der kann dann prüfen, ob deren Aussage/Begutachtung schon ausreicht oder ob noch ein externer Sachverständiger hinzugezogen werden muss.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.05.2017 | 14:23

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