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Händler moniert Hagelschaden nach Autokauf

| 10.07.2014 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mein 3 Jahre altes Auto an einen Händler verkauft. Der Händler hat das Auto von einem Mitarbeiter bei mir zu Hause abholen lassen und auf eigener Achse überführt.

Vor dem Verkauf wurde das Auto vom Mitarbeiter begutachtet und auch mit einem Lackmessgerät überprüft. Danach wurde der Kaufvertrag unterschrieben, das Geld bezahlt und das Fahrzeug übergeben. Im Vertrag ist die Sachmängelhaftung ausgeschlossen, das Auto als Unfallfrei deklariert und ein leichter Schaden am Rechten Vordrreifen angegeben. Ansonsten sind keine weiteren Schäden angegeben.

Daraufhin ist der Mitarbeiter mit dem Auto zwecks Überführung zum Händler losgefahren. Zu diesem Zeitpunkt war das Auto noch auf mich zugelassen und mit meinen Kennzeichen versehen. Der Händler hat mir zugesichert, dass Auto abzumelden.

Einen Tag nach dem Verkauf hat der Händler bei mir angerufen und meinte das Auto hätte einen Hagelschaden, den ich nicht angegeben hätte. Den Schaden würde man auch nur im besonderen Licht sehen. Er möchte, dass ich den Schaden über meine Teilkaskoversicherung regulieren lasse. Ansonsten würde er mich wegen "Betruges" anzeigen und den Vertrag rückabwickeln wollen.

Meines Wissens hatte mein Auto kein Hagelschaden und das habe ich ihm daraufhin auch entgegnet. Da man den vermeintlichen Schaden wohl auch nur im besonderem Licht sieht und ich kein Fachmann bin, konnte ich den wohl auch schlecht sehen. Außerdem könnte das Auto ja den vermeintlichen Schaden auf der Überführung bekommen haben.

Meine Fragen dazu sind nun:

a) Kann der Händler irgendwelche Ansprüche gegen mich geltend machen und die Rückabwicklung des Kaufvertrages fordern und mich sogar wegen Betruges oder vorsätzlicher Täuschung belangen?

b) Würden Sie mir raten auf die Forderung den Schaden über meine Teilkasko regulieren zu lassen einzugehen oder soll ich es "darauf ankommen lassen".

c) Nach Abschluss des Kaufvertrages, ist da die KFZ Versicherung überhaupt für mich zuständig? Geht da die Versicherung nicht automatisch auf den Käufer über?


Vielen Dank für die Hilfe schon mal im Voraus.





Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Ihr Fall hängt entscheidend davon ab, wann die Hagelschäden entstanden sind und ob der Händler nachweisen kann, dass Sie von dem Hagelschaden VOR Übergabe wußten. Entscheidender Zeitpunkt dabei ist die Übergabe an den Mitarbeiter.

Wenn der Händler den Nachweis führen kann, hat er gegen Sie einen Schadensersatzanspruch bzw. einen Anspruch auf Rückabwicklung. Zugleich kann er Sie dann in der Tat wegen Betruges anzeigen. Allerdings ist der Beweis unmöglich zu führen, da der Hagelschaden nur in bestimmten Licht zu sehen ist. Wenn zudem nach Übergabe an den Mitarbeiter Hagelwetter herrschte, hat der Händler keinerlei Aussichten auf Erfolg.

Sie sollten sich den Schaden erstmal anschauen, ob man den tatsächlich nur bei bestimmten Licht sehen kann. Zudem sollten Sie prüfen, ob nach Übergabe an den Mitarbeiter Hagelwetter herrschte. Dennoch kann es nicht schaden, die Versicherung kurz über den Schaden zu informieren. Sie müssen die Versicherung eh über den Verkauf in Kenntnis setzen, da empfehle ich, den Streit über den angeblichen Schaden in einem Nebensatz zu erwähnen.

In der Tat steigt der Käufer mit Übergabe des Wagens in den Versicherungsvertrag ein und übernimmt alle Rechte und Pflichten. Allerdings entstand der Schaden möglicherweise vor dem Verkauf.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 10.07.2014 | 15:56

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 10.07.2014 4,8/5,0
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