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Vermietung einer ETW abtreten?


14.11.2007 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Abend,

ich bewohne eine selbstgenutzte Eigentumswohnung, der Kredit wurde vor ca. 2 Jahren aufgrund Zahlungsschwierigkeiten gekündigt und seither ist nichts passiert - keine Mahnungen der Bank, kein Beginn des Zwangsversteigerungsverfahrens.

Nun ziehe ich aus der Wohnung aus und überlege krampfhaft welcher Weg der beste ist.

Erstmal habe ich die Wohnung zur Vermietung angeboten im Internet in Zeitungen, etc.! Allerdings tut sich bisher nicht viel, da genau zum gleichen Zeitpunkt 2 weitere Wohnungen in den Neubaukomplexen, wo ich wohne, frei geworden sind.

Da ich ggf. Insolvenz anmelden möchte, ist die weitere Vorgehensweise natürlich maßgeblich - mir wurde aber auch gesagt ich könnte die Vermietung der Wohnung an die Hausverwaltung abtreten um die Nebenkosten weiter zu decken.

Ich bin einfach verunsichert........einerseits tut sich hier gar nichts, obwohl es ein nettes Objekt ist und andererseits möchte ich nicht auf dem Geld sitzen bleiben und suche nach der geeigneten Lösung - die trotz meines Umzugs - möglich ist und mir unterm Strich "das meiste bringt". Die Bank forciert weder einen Verkauf oder sonst nach etwas in der Art und es haben sich 2 Gläubiger eine Sicherungshypothek eintragen lassen (u.a. auch die Hausverwaltung.)

Welcher Weg ist nun der sinnvollste? Kann ich unter den o.a. Umständen überhaupt vermieten? Soll ich die Vermietung lieber abtreten oder soll ich die Bank einschalten - wie gesagt keinen Kontakt mehr seit 2 Jahren.

Danke für Ihre Hilfe
Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Welches in Ihrem konkreten Fall die günstigste Verwertungsform ist, lässt sich ohne weiter Einsicht in die Unterlagen nicht ermitteln. Inwieweit ein Verkauf lohnenswert ist, kann nur bei Kenntnis der möglichen Mieteinnahmen, des Objektwertes, des zu erzielenden Erlöses, der konkreten Belastungen etc. ermittelt werden. Dieses ist im Rahmen dieser Plattform leider nicht zu leisten.

Die von Ihnen angesprochene "Abtretung der Vermietung" bedeutet, dass Sie die Hausverwaltung beauftragen, eigenständig das Objekt zu vernmieten und zu unterhalten. Die Ihnen zustehenden Mietzinsansprüche können hierbei in Höhe der entstandenen Kosten und Aufwendungen an die Hausverwaltung abgetreten werden.

Zu beachten ist aber, dass auch bei dieser Variante grundsätzlich das Vermietrisiko beim Eigentümer verbleibt. Der Hausverwalter ist regelmäßig verpflichtet, eine bestmögliche Verwertung vorzunehmen. Einzelheiten regelt der jeweilige Hausverwaltervertrag.

Grundsätzlich müssen Sie im Fall der Insolvenz damit rechnen, dass die Immobilie zwangsverwertetwird. Ich rate Ihnen jedoch unter den dargestellten Umständen eher davon ab, von sich aus die Bank zu Rate zu ziehen, um nicht "schlafende Hunde zu wecken".

Die eingetragenen Sicherungshypotheken stehen einem freien Verkauf nicht im Wege, wenn durch den Verkauf die gesicherten Forderungen beglichen werden können. Regelmäßg sind Immobilien frei von Rechten Dritter zu veräußern.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierungshilfe gegeben zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolai F. Zutz
-Rechtsanwalt-


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