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Vermieter betritt unangekündigt Haus


01.05.2007 12:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,
der Sturm "Kyrill" löste auf dem von uns angemieteten Haus 5 Dachpfannen, die aber nicht heruntergefallen waren, sondern nur gerutscht und vor der Dachrinne auf der untersten Reihe lagen. So bemerkten wir dies auch längere Zeit nicht. Als wir es jetzt bemerkten, informierten wir den Vermieter.

Gestern kam ich nach Hause und die Haustüre stand offen. Der Vermieter war im Haus mit seinem Enkel (ein Dachdecker-Azubi), der sich bereits auf dem Speicher befand. Die Speichertreppe war mit dem Öffnungshaken geöffnet worden. Dieser stand jedoch in einem der oberen Zimmer, d.h. die Herren waren oben in jedem Raum gewesen, um diesen Haken überhaupt zu finden.

Ich machte darauf aufmerksam, dass das nicht in Ordnung sei, warum man mich denn nicht informiert hätte. Der Vermieter sagte, man habe mich angerufen, ich sei ja nicht zu Hause gewesen.

Als zweites sprach ich den Briefkasten an, der sich nicht mehr zu- und aufschließen lässt und an dem ich mir dadurch schon mehrfach die Finger aufgeschnitten habe. Man antwortete, wir müssten einen neuen besorgen und anbringen. Ist das richtig?

Wir hatten bisher immer ein gutes Verhältnis, haben uns über die normale Mieterpflicht hinausgehend um Haus und Garten gekümmert (Strauchschnitt, Entsorgung von Baumschnitt, Verschönerungsarbeiten am Gebälk des Balkons, Terasse mit Hochdruckreiniger gesäubert usw.). Im Gegenzug haben die Vermieter auf die Zahlung der Schornsteinfegerkosten verzichtet. Also bisher alles ein angenehmes Geben und Nehmen.

Um so bestürzter sind wir über den jetzigen Vorfall. Was können wir tun? Wir sind nicht sicher, ob wir Anzeige wg. Hausfriedensbruch stellen sollen, um das Verhältnis nicht weiter zu "vergiften". Wir möchten es allerdings in irgendeiner Form schriftlich dokumentieren (für den Fall, dass es einmal zu Streitigkeiten kommt). Wie machen wir das am besten? Oder doch eine Anzeige?

Vielen Dank für eine schnelle Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Grundsätzlich darf der Vermieter ohne Zustimmung des Mieters keinen Schlüssel für das Mietobjekt innehaben.
Somit muss diesem ggf. die Möglichkeit bestehen, bei Gefahr im Verzug, was in der Regel stets einer Prüfung des Einzelfalles bedarf, gar das Mietobjekt „aufbrechen“ zu dürfen.
In Ihrem Falle scheint die Gefahr im Verzug eher nicht vorzuliegen, so dass der Vermieter, auch um derartige Reparaturen durchzuführen, sich vorher angemessen anmelden muss.
Von einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch ist wohl eher abzuraten, da Sie Ihr Dauerschuldverhältnis, zumal Sie dieses bisher als angenehm empfunden haben, doch aufs Spiel setzen würden.
Sie sollten sich vielmehr mit dem Vermieter ins Benehmen setzen, um über eine etwaige Gefahr im Verzug bzw. deren Ausräumung zu diskutieren.
Hinsichtlich des Briefkastens ist noch vorzutragen, dass ein funktionierender Briefkasten zum vertragsgemäßen Gebrauch zu rechnen ist, wofür stets der Vermieter zuständig sein wird.
Etwas anderes läge jedoch vor, wenn Ihr Vermieter im Umgang mit demselben Ihnen vertragswidrigen Gebrauch nachweisen könnte.
Sollte diesem dies wider Erwarten gelingen, wären Sie für die Instandsetzung des Briefkastens zuständig.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt


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