Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verjährung Steuerhinterziehung

21.07.2016 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


ich habe einen Geldbetrag angelegt aus versteuerten Geld nur die daraus erziehlten
Aktiengewinne...sind nicht versteuert ca € 30.000 nun die Frage......unter welchen
vorrausetzungen zählt die
5 Jährige bzw. die 10 Jährige Verjährung...........

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Bei der einfachen Steuerhinterziehung gemäß § 370 AO beläuft sich die Verjährungsfrist gem. § 78 Abs.3 Nr.4 Strafgesetzbuch (StGB) auf 5 Jahre. Bei besonders schweren Fällen gemäß § 370 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 bis 5 AO beträgt die Verjährungsfrist demgegenüber 10 Jahre. Ein besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung liegt regelmäßig insbesondere dann vor, wenn der Hinterziehungs-/Verkürzungsbetrag 50.000 € gem. übersteigt (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshof vom 27.10.2015 – 1 StR 373/15). Die Steuerhinterziehung kann danach strafrechtlich verfolgt und geahndet werden, solange die Tat nicht verjährt ist.

Daneben spricht man im Steuerrecht von der sog. Festsetzungsverjährung. Die Steuerfestsetzung sowie ihre Aufhebung oder Änderung sind nicht mehr zulässig, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist (§ 169 Abs. 1 Satz 1 AO). Ist die Festsetzungsverjährung eingetreten, darf die Steuerfestsetzung nicht mehr aufgehoben oder geändert werden.Die Festsetzungsfrist verlängert sich auf zehn Jahre, soweit eine Steuer hinterzogen, und auf fünf Jahre, soweit eine Steuer leichtfertig verkürzt worden ist (§ 169 Abs. 2 Satz 2 AO). Abweichend davon beginnt die Festsetzungsfrist, wenn eine Steuererklärung oder eine Steueranmeldung einzureichen oder eine Anzeige zu erstatten ist, mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuererklärung, die Steueranmeldung oder die Anzeige eingereicht wird, spätestens jedoch mit Ablauf des dritten Kalenderjahrs, das auf das Kalenderjahr folgt, in dem die Steuer entstanden ist, es sei denn, dass die Festsetzungsfrist gemäß § 170 Abs. 1 AO später beginnt.

Auf Ihren Fall bezogen ist also sowohl für die Frage der Verfolgungs- als auch der Feststetzungsverjährung entscheidend, ob der Hinterziehungsbetrag aus den nicht versteuerten Aktiengewinnen einen Betrag in Höhe von 50.000 € übersteigt oder nicht. Da Sie hierzu keine Angaben gemacht haben, bitte ich um Verständnis, dass ich hierzu auch keine Einschätzung abzugeben vermag.

Abschließend möchte ich vorsorglich auf die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige gem. § 371 AO hinweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Sollten Sie eine weitergehende (Selbstanzeige-)Beratung wünschen, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Unsere Kanzlei ist vorwiegend im Steuerrecht tätig.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 76131 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Auskunft der Spitzenklasse, weit ueber meinen Erwartungen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und sehr verständliche Rückmeldung. Ich hatte bei meiner Frage mit einer deutlich knapperen Antwort gerechnet, aber so bin ich jetzt sehr positiv überrascht worden. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnell und umfassend eine Antwort bekommen! ...
FRAGESTELLER