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Untreue Haftbefehl Verjährung


| 10.07.2007 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



X ist als Prokurist von 1998 bis 2001 bei GmbH Y (amerikanische Muttergesellschaft) angestellt. Mitte 05/2001 verläßt er das Unternehmen um ins europäische Ausland zu ziehen.
GmbH Y zeigt X nach Verlassen des Unternehmens wegen Untreue an „Schaden“ 90.000 Euro. (GmbH & STA sind Aufenthaltsort von X im Ausland bekannt, da auch Verfahren beim Arbeitsgericht anhängig war).
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue und erläßt 09/2002 Haftbefehl gegen X.
X erfährt im Ausland niemals von dem Vorwurf/Anzeige/Haftbefehl – keine Zustellung – keine Vernehmung.
X wendet sich 05/2007 an Konsulat um Reisepass zu verlängern was 06/07 versagt wird, mit Hinweis auf vorliegenden Haftbefehl.

X zu Tode erschrocken ruft den ermittelnden Staatsanwalt daraufhin an. Der rät einen Rechtsanwalt einzubeziehen, was für X schwierig ist, da Aufenthalt im Ausland.
STA sagt X weiterhin, daß er den Haftbefehl X zufaxen wird. Nach bisher 6 Tagen noch nicht eingegangen.

Beim vorgestellten Sachverhalt einfach mal davon absehen, daß der Vorwurf durch X bestritten wird. Da mit dem ehem. Arbeitgeber div. Streitigkeiten vor Verlassen den Unternehmens anstanden.

Was kann X jetzt tun?
Ist o.g. Fall bereits verjährt?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes sowie Ihrer Sachverhaltschilderung wie folgt beantworten möchte:

Die Verfolgungsverjährung, also derjenige Zeitraum nach dem die Verjährung der Verfolgung von Straftaten eintritt, richtet sich nach den §§ 78 ff. StGB (Strafgesetzbuch).

Die Verfolgungsverjährung bei der Untreue - strafbar gemäß § 266 StGB - tritt nach fünf Jahren ein (§ 78 Absatz 3 Nr. 4 StGB), denn § 266 StGB bedroht die Untreue im Höchstfall mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren.
Allerdings beträgt die Verfolgungsverjährung für die Untreue in einem besonders schweren Fall - strafbar gemäß § 266 Absatz 1 und Absatz 2 in Verbindung mit § 263 Absatz 3 StGB - 10 Jahre (§ 78 Absatz 3 Nr. 3 StGB), da hierfür eine Höchststrafe von 10 Jahren Freiheitsstrafe vorgesehen ist.
Mangels Aktenkenntnis kann vorliegend nicht abschließend beurteilt werden, wann vorliegend die Verfolgungsverjährung eintritt. Insbesondere fehlen Informationen hinsichtlich der Art und Weise der eventuellen Begehung der Straftat, welche hinsichtlich der Frage, ob ein besonders schwerer Fall vorliegt oder nicht, relevant sind.

Der Beginn der Verjährung richtet sich nach § 78 a StGB. Danach beginnt die Verjährung mit Beendigung der Tat. Dieser Zeitpunkt liegt bei der Untreue mit dem Eintritt des Gefährdungsschadens.

Ich empfehle Ihnen insbesondere im Hinblick auf den bestehenden Haftbefehl dringend, über einen Strafverteidiger Ihres Vertrauens Akteneinsicht bei bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zu nehmen. Gerne stehe auch ich in der dahingehend zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt Kämpf - Strafverteidiger in München
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