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Untermietvertrag kündigen


| 05.02.2007 04:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,
ich habe dem Hauptmieter, welcher mit in der betreffenden Wohnung wohnt am 25.01. die Kündigung zum 31.04. in den Briefkasten geworfen. (An diesem Morgen flog ich für 1 Woche sehr früh weg, daher keine persönliche Übergabe)
Mein Verlobter, der mit mir Untermieter ist und ebendiese Kündigung mit unterschrieben hat, war bei dieser "Zustellung" dabei.
Der Vater des Hauptmieters ist mit ihm zusammen Hauptmieter und da die Kündigung an alle Hauptmieter gerichtet sein muß habe ich diesselbe Kündigung auch seinem Vater per Post geschickt, allerdings als ganz normalen Brief.
Keiner von beiden hat sich bisher dazu geäußert, zumal das Verhältnis mit dem mit uns zusammenwohnenden Hauptmieter, also dem Sohn, mehr als abgekühlt ist (mit ein Grund für die Kündigung).
Nun ist meine Befürchtung, daß er im Falle des Auszugs Ende April behauptet, keine Kündigung bekommen zu haben und weiter Miete verlangt.
Reicht es daß mein Verlobter beim Einwurf der Kündigung in den Briefkasten (im Haus) als Zeuge dabei war?
Oder wenn ich eine Freundin fragen würde, die hier oft zu Besuch ist, ob sie vom Hauptmieter von unserer Kündigung erfahren hat (sie ist zum Glück unparteiisch in diesem Fall)?
Wie kann ich mich noch absichern, damit ich auf jeden Fall für April die letzte Miete zahle und nicht noch irgendwelche Forderungen auf mich zukommen?
Ich möchte ungern nochmal mit dem Hauptmieter reden, dar er sehr unvernünftig argumentiert und immer abschätzig mit uns redet, das wäre mir wirklich zuwider...
Vielen Dank schonmal im Vorraus
Mit freundlichen Grüßen
rasterfahndung
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Da es sich bei einer Kündigung um eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung handelt, ist zwingend notwendig, dass diese dem Kündigungsempfänger bzw. den –empfängern zugegangen sein muss.
Diesen Zugang werden Sie und Ihr Verlobter als Absender der Kündigung nachzuweisen haben.
Bei der Kündigung eines Mietverhältnisses ist es nicht erforderlich, dass in Ihrem Fall die Hauptmieter als Vermieter sich zu dieser in irgendeiner Form äußern müssen.
Wie bereits oben vorgetragen, kommt es diesbezüglich auf den rechtzeitigen Zugang an, um die Kündigungsfrist zum Laufen zu bringen, so dass von einer fristgerechten Kündigung des Mietverhältnisses zum 30.04.07 ausgegangen werden kann.
Sie führen Ihren Hauptmieter als Zeugen an, um nachzuweisen, dass die Kündigung rechtzeitig in den Briefkasten des Sohnes als Hauptmieter/Vermieter eingeworfen wurde.
Dieser kann als glaubwürdiger Zeuge durchaus tauglich sein, insbesondere auch zu dem Thema, dass dieser Brief auch tatsächlich eine Kündigung enthält, da Sie diesen vermutlich als gemeinsame Mietparteien auch gemeinsam eingetütet haben.
Dieser Umstand wird sich bei Bestreiten einer etwaigen Kündigung in einer Beweisaufnahme in einem Prozess auf „Weiterzahlung“ der Miete, da das Mietverhältnis nicht beendet zu sein scheint, klären müssen.
Das „Ausfragen“ durch die Freundin könnte ggf. ebenfalls tauglich sein, wenn sich der Sohn als Hauptmieter zu der Kündigung ihr gegenüber äußert, da diese sodann dem Empfang derselben bestätigen kann.
Wenn Sie jedoch gewusst haben, dass der Sohn als Vermieter für längere Zeit abwesend ist, kann Ihnen dieser Umstand ebenfalls ggf. zum Nachteil gereichen, da Sie sehenden Auges seiner Abwesenheit versucht haben, die Kündigung zuzustellen.
Der Vater, der ebenfalls Hauptmieter ist könnte selbstredend ebenfalls zur Unwirksamkeit der Kündigung führen, wenn er vorträgt, eine solche nicht erhalten zu haben.

Sicher können Sie im Übrigen nur gehen, wenn Sie die Kündigung über den Gerichtsvollzieher unter Verlust eines Monats der Kündigungsfrist zustellen lassen.
Zum einen stellt der Gerichtsvollzieher eine Kündigung offen zu, was bedeutet, dass dieser weiß, was er zustellt.
Zum anderen hinterlegt dieser als wirksame Zustellung bei Nichtanwesenheit oder Nichtannahme die Kündigung beim zuständigen Amtsgericht und lässt Ihnen ein dementsprechendes Zustellungsprotokoll zukommen.
Dies hat auch den Vorteil gegenüber dem Einschreiben mit Rückschein, da bei dessen Nichtannahme die Zustellung im Mietrecht nicht wirksam ist.
Des Weiteren bestätigt ein Empfänger eines Einschreibens mit Rückschein lediglich einen Brief erhalten zu haben, nicht aber dessen Inhalt.
Eine weitere Alternative, wenn die Kündigung gemeinsam eingetütet wird, wäre noch da so genannte Einwurfeinschreiben, da mit diesem Abschnitt, den man bei der Post erhält und es keinen „Rückläufer“ die Zustellung durch Einwurf in den Briefkasten erfolgt ist Diesbezüglich wäre aber wieder die längere Abwesenheit des Sohnes als Vermieter zu beachten, die Ihnen ja nach Ihrem Vortrag bekannt ist.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2007 | 04:51

Hallo zurück,
nun, wie sich herausgestellt hat ist mit der Kündigung nun alles in Ordnung. Nun beschäftigt mich nur noch eine Sache. Ich und mein Verlobter waren letzte Woche in Köln. Wir haben unser Zimmer und das Kinderzimmer abgeschlossen um ganz beruhigt fahren zu können. Jedoch war der gute Herr Hauptmieter der Meinung mit der dem Vermieter in unsere Zimmer gehen zu müssen, um die Fenster zu untersuchen, die jedoch völlig in Ordnung sind, lediglich die Fenster im Büro sind undicht. So kam es dann, daß der Hauptmieter die von uns versteckten Schlüssel gesucht hat und einfach in die Zimmer gegangen ist mit dem Vermieter ohne unser Wissen und ohne uns zu fragen. Bemerkt haben wir es, weil er nicht wieder abgeshlossen hat und unser Mitbewohner mir gestern erzählte was passiert war. Wir wußten ja nicht einmal daß der Vermieter vorbeikommen würde, während wir nicht da sind und man hätte uns jederzeit telefonisch erreichen können um zu fragen, ob man in unsere Zimmer darf. Nach unserer Rückkehr hat er dann beide Zimmerschlüssel behalten und bis jetzt nicht herausgegeben. Unserem Freund und Mitbewohner gegenüber hat er wohl gesagt, daß ab der Kündigung alle Räume jederzeit frei zugänglich sein müßten für den Vermieter und mögliche Nachmieter. Ich habe nun im Internet nachgeschaut. Es ist doch richtig, daß er Hausfriedensbruch begangen hat und ich 1. dadurch fristlos kündigen kann und ihn 2. theoretisch auch anzeigen könnte? Wie ist das mit den Schlüsseln? Ist das schon Diebstahl bzw Unterschlagung? Wir fühlen uns mehr als unwohl bei dem Gedanken daß er nun jederzeit einfach in unsere Zimmer kann, wie es ihm beliebt. Können wir einfach die Schlösser auswechseln?
Kurz und knapp: Kann ich nun fristlos zum 28.02. kündigen mit dem Vorwurf des Hausfriedensbruchs? Ich möchte schon lange nichts sehnlicher als endlich hier ausziehen.
Mit freundlichen Grüßen
rasterfahndung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.02.2007 | 01:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Ihre "Nachfrage" dergestalt gehalten ist, dass es sich um einen völlig neuen Sachverhalt darstellt.
Diesen sollten Sie einer weiteren Anfrage zuführen, da Ihr Einsatz für die Beantwortung der "Nachfrage" sich als unangemssen darstellt.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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