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Unfall mit Fahrerflucht unter Alkoholeinfluss

22.05.2013 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

ich hätte da eine Frage zu folgendem Sachverhalt.
Mein Bruder (21 – seit 3 Wochen aus der Probezeit raus) hat nachts um 05:00 alkoholisiert bei uns in der Straße 2 Autos angefahren (Schaden laut Polizei-Einschätzung 6000-9000 Euro, ohne Eigenschaden!), Fahrerflucht begangen, ist nach Hause und ins Bett… wusste am Morgen von dem Vorfall wenig.
Polizei stand dann morgens um 9:00 Uhr bei uns Zuhause und hat ihn mitgenommen.
Beim Blasen hatte er Restalkohol von 0,6 o/oo. Nach der Aussage wurde er zur Blutentnahme ins KH gefahren, Polizei meinte zum Unfallzeitpunkt hätte er schätzungsweise 1,2 o/oo gehabt.
Führerschein ham sie natürlich einbehalten. Auf Nachfrage bei der Versicherung hieß es bei Alkoholeinfluss trägt er die gesamten Unfallkosten selbst.
Ich hab dazu mehrere Fragen:
- Ich hab gelesen ein MPU ist ab 1,6 o/oo fällig, da er aber kurz nach Ablauf der Probezeit straffällig geworden ist, kann hier auch ein MPU angeordnet werden?
- Ist es ratsam einen Anwalt einzuschalten? (es liegt eine Rechtsschutz vor!) Immerhin wurde die Aussage noch unter Alkoholeinfluss abgenommen – muss dazu sagen dass mein Bruder noch ziemlich jung ist und sich Zuhause um nichts kümmern muss und zu dem Zeitpunkt psychisch fix und fertig war und ihm wahrscheinlich nicht mal wirklich bewusst war was da passiert war…. Ob man an der Aussage noch was ändern kann?
- Die Versicherung meinte, wenn der Unfall verhindert werden hätte können, kann es sein dass ein Teil der Kosten übernommen wird – hängt vom Polizeibericht ab (zum Beispiel dass er irgendwas ausgewichen ist etc.)
- weiterhin, mit welcher Geldstrafe hat er zu rechnen?

Vielen Dank schon mal.

A.
Eingrenzung vom Fragesteller
22.05.2013 | 14:05
22.05.2013 | 14:38

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, wie ich wie folgt beantworten möchte:

So, wie Sie den Sachverhalt hier schildern, könnte sich Ihr Bruder gemäß §§ 315c Abs. 1 Nr. 1a, Abs. 3 Nr. 1, 142 StGB wegen Gefährdung des Straßenverkehrs in Tatmehrheit mit Unfallflucht strafbar gemacht haben. Sofern er nicht vorbestraft ist, muss er wohl mit einer Geldstrafe rechnen. Die Höhe der Geldstrafe setzt sich stets aus der Tagessatzhöhe sowie der Anzahl der Tagessätze zusammen. Die Tagessatzhöhe richtet sich dann nach dem jeweiligen Nettoeinkommen.

In jedem Fall kommt auch die endgültige Entziehung der Fahrerlaubnis in Betracht. In diesem Fall müsste Ihr Bruder damit rechnen, dass eine Sperrfrist von einem Jahr angeordnet wird.

Dies ist nur der erste Teil meiner Antwort. Ich werde endgültige Beantwortung der Frage durch Ergänzung meiner Antwort nachher abschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Ergänzung vom Anwalt 22.05.2013 | 17:58

Sehr geehrte Ratsuchende,

hiermit setze ich die Beantwortung Ihrer Fragen wie folgt fort:

Ihr Bruder muss auch damit rechnen, dass im Falle des Antrags auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis eine MPU angeordnet werden wird.

Die Behörde kann eine MPU dann anordnen, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. Aufgrund des von Ihnen beschriebenen Sachverhalts kann die Behörde in jedem Fall solche Zweifel erheben.

Wenn ihr Bruder nach Ablauf der Sperrfrist die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beantragt, wird die Führerscheinstelle somit aller Wahrscheinlichkeit nach eine MPU anordnen.

Die Einschaltung eines Rechtsanwalts kann hier durchaus Sinn machen und ist in jedem Fall empfehlenswert. Der Verteidiger kann Einsicht in die Ermittlungsakten nehmen und kann dann auch genauer einschätzen, wie sich die Aussage Ihres Bruders auswirken wird. Außerdem kann der Verteidiger Ihren Bruder auch umfassend beraten und die beste Verteidigungsstrategie erarbeiten.

Was die Rechtsschutzversicherung anbelangt, so wird diese die durch sie regulierten Rechtsanwalts- und Gerichtskosten von Ihrem Bruder allerdings zurückverlangen, sollte er wegen Unfallflucht oder wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs verurteilt werden.

Die Rechtsschutzversicherung trägt in solchen Fällen die Kosten nur dann, wenn das Verfahren entweder eingestellt wird, man freigesprochen oder wegen einer Fahrlässigkeitstat verurteilt wird. Sollte Ihr Bruder also wegen Unfallflucht verurteilt werden, wird er trotz Rechtsschutzversicherung wahrscheinlich die Kosten selbst tragen müssen.

Die Kfz-Versicherung nimmt den Versicherungsnehmer bei einer Vorsatztat in Regress. Sollte Ihr Bruder also wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs verurteilt werden, muss er damit rechnen, dass die Kfz-Versicherung sich bei ihm schadlos halten wird.

Was das weitere Verfahren anbelangt, so muss Ihr Bruder damit rechnen, einen Strafbefehl zugestellt zu bekommen. Gegen diesen kann dann innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch eingelegt werden.

Ich hoffe, Ihre Fragen in Ihrem Sinne beantwortet zu haben und wünsche Ihnen alles Gute in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

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