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Fahrerflucht in der Probezeit

| 11.11.2012 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Hallo, unser Sohn hat ganz frisch seinen Führerschein gemacht, weil er ihn beruflich dringend braucht. Weil er ein nur sehr geringes Einkommen hat, haben wir ihm ein kleines, gebrauchtes Auto gekauft und auf meinen Namen zugelassen, damit er nicht die hohe Versicherung zahlen muss.

Vor ca. 3 Wochen - kurz nachdem er das Auto von uns bekommen hatte - erzählte unser Sohn, er habe beim Zurücksetzen evtl. ein anderes Fahrzeug beschädigt, sei sich aber nicht sicher. Seine erste Reaktion sei dummerweise die Flucht gewesen. Er war völlig außer sich.

Gestern kam ein Zeugenanhörungsbogen zur Fahrerfeststelung ins Haus, in dem ich binnen einer Woche Angaben zum Verkehrsunfall/Tatvorwurf: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" schildern soll und wer das Fahrzeug gefahren hat.

Als Mutter habe ich ein Problem damit, meinen Sohn anzugeben. Ich kann vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen. Aber wie geht es dann weiter?

Für meinen Sohn wäre es schrecklich, den gerade erworbenen Führerschein zu verlieren, da er den ja beruflich braucht.

Was soll ich tun? Ich habe ja nur ein paar Tage Zeit zur Entscheidung. Soll ich den Vorfall auf meine Kappe nehmen? Dass ich meinen Führerschein verliere, wäre unwahrscheinlicher, als bei meinem Sohn, der sich noch in der Probezeit befindet.

Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben bereits richtig erkannt, dass Sie nicht verpflichtet sind, Ihren Sohn als Fahrer anzugeben.

Allerdings ist in diesem Fall mit weiteren Ermittlungen durch die Behörde zu rechnen. Möglicherweise erfolgt eine Vorladung, in der Sie als Zeugin aussagen sollen (was Sie wiederum nicht tun müssten) oder Nachbarn sowie Arbeitskollegen werden befragt. Denkbar ist auch, dass es Zeugen des Unfalls gab, die gesehen haben, dass der Fahrer männlich war, sodass die Behörde die richtigen Schlüsse zieht. Kann der Fahrer nicht ermittelt werden, wäre es im schlimmsten Falle möglich, dass man Ihnen auferlegt, ein Fahrtenbuch zu führen. Der denkbar schlechteste Weg wäre, dass Sie den Vorfall auf sich nehmen.

Die strafrechtlichen Konsequenzen hängen von den Umständen des Einzelfalles und hier insbesondere von der Höhe des verursachten Schadens ab. In jedem Falle muss Ihr Sohn mit einer Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre sowie der Anordnung eines Aufbauseminars rechnen, wenn nicht die Fahrerlaubnis entzogen wird. Zudem ist mit einer Geldstrafe zwischen 20 und 40 Tagessätzen zu rechnen.

Da mir die Einzelheiten des Unfalls nicht bekannt sind, kann ich Ihnen zunächst nur raten, von einem Kollegen vor Ort Akteneinsicht nehmen zu lassen. Erst danach sollte entschieden werden, ob Angaben zur Sache gemacht werden oder nicht.
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Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2012 | 20:25

Vielen Dank für die Antwort. Es handelt sich hier um einen geringen Schaden. In der Zeugenanhörung ist ja das Kennz. des Geschädigten angegeben. Mein Sohn hat sich das Auto daraufhin angesehen und nichts sehen können. Zudem ist ja auch nur eine winzig kleine Delle in der Stoßstange des Fahrzeug meines Sohnes. Es kann also kein schlimmer Schaden sein.

Können wir darauf hoffen, dass er seinen Führerschein behalten kann, wenn wir gleich offen zugeben, dass er es war und es sich nur um einen geringen Schaden handelt?

Dies noch einmal als einmalige Nachfrage.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2012 | 08:22

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Unter den geschilderten Umständen wird Ihr Sohn seine Fahrerlaubnis wohl behalten. Er muss aber dennoch mit einer Verlängerung der Probezeit sowie einem Aufbauseminar rechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 14.11.2012 | 09:53

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