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Umzug/ Aufentshaltsbestimmungsrecht/ Alleinentscheidungsbefugnis


| 17.10.2006 09:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Meine Frage:

Ich habe eine Tochter 7 Jahre, Sie lebt seit der Geburt bei mir.
Ihr Vater und ich haben beide das Sorgerecht, waren aber nie verheiratet und haben nur ein Jahr gemeinsam zusammengelebt.

Er zahlt keinen Unterhalt und sieht das Kind unregelmässig.
Mal hören wir drei Monate nichts von ihm.
Sie haben beide noch nie länger als 2 Tage miteinander ausgehalten, dann wollte Sie immer wieder nach Hause.
Ich habe den Umgang mit Ihrem Vater immer gefördert, da Sie an ihm auch trotz vieler Enttäuschungen hängt.

Ich lebe in einer Großstadt in Deutschland und heirate demnächst meinen Freund, er ist Schweizer Staatsbürger.
Ich will dann mit meiner Tochter in die Schweiz ziehen.
Für uns gibt es dann nur Verbesserungen.
Wir leben dann in einer ländlichen Gegend, in einem Haus mit Garten und haben eine eigene Firma.
Ich müsste nicht mehr Vollzeit arbeiten und hätte auch mehr Zeit für meine Tochter.

Sie kommt gut klar mit meinem Mann und auch mit seinem Sohn der auch in Ihrem Alter ist.
Sie möchte auch mitkommen und bei mir leben.

Ich habe Ihrem Vater dies mitgeteilt das wir umziehen möchten, aber von der Heirat nichts erwähnt, um nicht mehr Salz in die Wunde zu streuen.

Er will nicht das Sie wegzieht.
Er unterschreibt keine Generalvollmacht und auch keine Teilvollmachten.
Er macht auch keine Vorschläge wie es laufen könnte oder ob er das Kind nehmen möchte.
Er sagt einfach "nein" und macht gar nicht.

Meine Frage:
Kann ich einfach wegziehen ohne sein Einverständniss?
Wenn ich dies brauche, muss ich es dann schriftlich haben?
Muss ich beim Familiengericht im Eilantrag das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen oder habe ich es schon automatisch, da meine Tochter ja schon immer bei mir lebt.

Ich habe im Internet diese gelesen:
Angelegenheiten des täglichen Lebens,Alleinentscheidungsbefugnis

... Aufenthaltsbestimmung im täglichen Leben: Wahl des Wohnsitzes, Besuch, Urlaub.......trifft das auch in meinem Fall zu?
Was wäre aus Ihrer Sicht und mit Ihren Erfahrungen der nächste Schritt?

Könnte er mich im schlechtesten Falle wegen Kindesentzug anzeigen und wie kann ich dem Vorbeugen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe



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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage bentworte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Leben die Eltern getrennt und üben sie die elterliche Sorge gemeinsam aus, müssen Entscheidungen, die für das Kind von grundsätzlicher Bedeutung sind, im gegenseitigen Einvernehmen der Eltern getroffen werden.

Grundsätzlich gehören dazu:
- Wahl der Erziehungsmaximen,
- Aufenthaltsbestimmungsrecht,
- Auswanderung des Kindes,
- Ferienaufenthalt des Kindes, uam.

Der Umzug in die Schweiz fällt unter das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Dieses steht Ihnen gemeinsam zu. Dass Ihre Tochter den gewöhnlichen Aufenthalt bei Ihnen hat, steht dem nicht entgegen.

Können sich die Eltern nicht einigen, kann das Aufenthaltsbestimmungsrecht trotz des gemeinsamen Sorgerechts auf einen Elternteil übertragen werden, wenn dies zum Wohle des Kindes erforderlich ist.

Dazu müssten Sie beim zuständigen Familiengericht einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes auf sich stellen.

Falls Sie mit Ihrer Tochter ohne die Zustimmung des Vaters oder alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht in die Schweiz ziehen, kann dies ein widerrechtliches Vorenthalten des Kindes darstellen, was dem Vater einen Anspruch auf Herausgabe des Kindes geben würde.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen im Rahmen der Erstberatung eine erste rechtliche Orientierung geben. Sollte etwas unklar sein, nutzen Sie bitte die Nachfragemöglichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Peter
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2006 | 09:53

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung!
Wie hoch oder wie gut sind meine Chancen das ich über einen Eilantrag das Aufenthaltbestimmungsrecht zugesprochen bekomme?

Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2006 | 16:11

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Ihre Nachfrage kann ich Ihnen keine pauscale Antwort oder eine Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Verfahren nennen. Dies kommt, wie so oft auf die Umstände des Einzelfalls an.

Zentraler Aspekt für die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes auf nur einen Elternteil ist das Kindeswohl.

Für die Kindeswohlprüfung sind verschiedene Kriterien maßgebend.

So z.B. die Frage, welcher Elternteil in der Vergangenheit die größeren Erziehungsanteile gehabt hat. Oder auch welcher Elternteil besser in der Lage sein wird, das Kind zu fördern, ihm künftig die meiste Unterstützung für seine geistige, körperliche und seelische Entwicklung zukommen lassen kann.

Außerdem sind die Betreuungsmöglichkeiten beider Elternteile zu berücksichtigen.

Weiter werden die Bindungen des Kindes an seine Eltern berücksichtigt, genauso nach dem Willen des Kindes gefragt.

Sie sehen also, dass eine Vielzahl von Aspekten die Entscheidung des Richters/der Richterin beeinflussen wird.

Daher empfehle ich Ihnen, sich ausführlich anwaltlich beraten zu lassen, damit Ihre einzelnen Umstände genau bewertet werden können.

Herzliche Grüße

Sabine Peter
Rechtsanwältin

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