Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Umwandlung Gemeinschaftseigentum in Sondereigentum

13.01.2009 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


09:38

Guten Tag,
ich bin Eigentümerin einer DG-Wochnung in einer Wohneinheit mit insgesamt 19 Miteigentümern. Über meiner Wohnung befindet sich ein Spitzboden, der in der Teilungserklärung bislang nicht erwähnt ist, den ich aber gerne als Sondereigentum meiner Wohnung hinzufügen würde. Als Kaufpreis würde ich der Eigentümergemeinschaft nur einen minimalen Preis anbieten, da der Raum völlig unausgebaut ist, von niemandem genutzt wird und die Eigentümergemeinschaft durch eine Änderung der Eigentumsverhältnisse nur profitieren würde (Stichwort höhere Umlage meinerseits). Hintergrundinformation zur Eigentümergemeinschaft: es besteht kein sehr großes Interesse an den Belangen des Gesamteigentums, teilweise ist es sogar schwer, zu den Versammlungen beschlußfähig zu werden, da einige Miteigentümer noch nie erschienen sind. Nun meine Frage:

Mir ist klar, daß ich diese Änderung in der Teilungserklärung eintragen lassen müßte. Ist für eine solche Änderung ein einstimmiger Beschluß, der auf einer Eigentümerversammlung getroffen wird, ausreichend, auch wenn nicht alle Eigentümer anwesend waren? Und die noch wichtigere Frage lautet: wären ALLE Eigentümer aufgrund eines solchen Beschlusses zur Mithilfe verpflichtet und müßten die notwenige Zustimmung beim beurkundenden Notar zwingend abgeben?

Ich freue mich auf eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Kasten

13.01.2009 | 16:16

Antwort

von


(115)
Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock
Tel: 0381-25296960
Web: http://www.mv-recht.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Die Umwandlung von Gemeinschaftseigentum in Sondereigentum bedarf nach § 4 WEG: Formvorschriften der Einigung aller Wohnungs- bzw. Teileigentümer. Dies hat in der Form der Auflassung (§ 925 BGB: Auflassung ) zu erfolgen. Auflassung bedeutet die Erklärung der Einigung zwischen dem Veräußerer und dem Erwerber vor einem Notar. Hierzu ist die gleichzeitige Anwesenheit gesetzlich vorgeschrieben.
Die Umwandlung bedarf darüberhinaus der Grundbucheintragung und unter Umständen der Zustimmung Dritter.

Ein einfacher Beschluss ist keinesfalls ausreichend, da die Eigentümerversammlung insoweit nicht zuständig ist. Der Beschlussfassung der Wohnungseigentümer unterliegen nämlich nur solche Angelegenheiten, die das WEG oder eine Vereinbarung der Wohnungseigentümer der Beschlussfassung unterstellt, § 23 WEG: Wohnungseigentümerversammlung .

___

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren. Nutzen Sie hierzu die kostenlose Nachfragefunktion, die persönliche Beratungsanfrage oder die kanzleieigenen Kontaktmöglichkeiten. Beachten Sie bitte, dass im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion nur Fragen beantwortet werden können, die den Regeln dieses Forums entsprechen.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen. Die hier gegebene Antwort basiert vollständig auf Ihren eigenen Angaben.


Rechtsanwalt Mirko Ziegler

Rückfrage vom Fragesteller 15.01.2009 | 09:30

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Müssen alle 19 Eigentümer wirklich GLEICHZEITIG zu einem einzigen Notartermin erscheinen, oder geht dies nicht auch nacheinander?

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Kasten

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.01.2009 | 09:38

Sehr geehrte Fragestellerin,
Die Vorschrift des § 925 zwingt die Beteiligten nicht, persönlich beim Notar zu erscheinen.
Es ist auch möglich, einen Vertreter mit diesem Rechtsgeschäft zu betrauen. Übernimmt eine Person die Vertretung mehrerer, reduziert sich die Zahl der zwingend Anwesenden.
Nacheinander können die Willenserklärungen vor dem Notar aber nicht abgegeben werden.

ANTWORT VON

(115)

Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock
Tel: 0381-25296960
Web: http://www.mv-recht.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Zivilrecht, Verwaltungsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81014 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Antwort. Sehr verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam sehr schnell und überdies wurde die Rückfrage prägnant und zügig beantwortet. Ich würde mich jederzeit wieder vertrauensvoll an ihn wenden. Jedem, der dringend juristischen Rat sucht, nur zu empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr Freundlich und kompetent sehr Ausführlich weitergeholfen nur zu Empfehlen . Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER