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Umsatzsteuer bei Vermittlungsverkäufen auf Ebay

| 19.07.2012 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Kehl


Sehr geehrte Anwälte/innen,

ich möchte professionell, also gewerblich, Artikel (vorwiegend gebraucht) bei Ebay für Dritte verkaufen. Es ist also eigentlich ein Vermittlungsgeschäft bzw. eine Dienstleistung, jedoch muß ich ja auch bei Ebay gewissermaßen als Verkäufer auftreten. Ich kümmere mich auch meist treuhänderisch um alles und empfange auch erst einmal die Zahlung, bevor ich sie an meinen Auftraggeber/Kunden weiterleite.

Frage:
Kann ich den Artikel trotz gewerblichen Kontos mehrwertsteuerfrei einstellen und auch ohne Rechnung verkaufen? Eine versteuerte Rechnung stelle ich ja meinem Auftraggeber. Wenn ich Steuern für Artikelverkäufe zahlen sollte, die mir gar nicht gehören, würde das so sehr ins Geld gehen, daß sich ein Verkauf auf diese Weise nicht lohnt, womit ich dem Kunden nicht mehr helfen könnte.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Für die umsatzsteuerliche Bestimmung der sog. Leistungsbeziehung ist auf das Außenverhältnis abzustellen. Wenn Sie also bei eBay als Verkäufer auftreten, erbringen Sie Leistungen an den Käufer (§ 3 Abs. 3 und Abs. 11 UStG). Diese unterliegen gem. § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG der Umsatzsteuer.

Daher können Sie insoweit nicht mehrwertsteuerfrei bei eBay verkaufen.

Möglicherweise ist für Sie aber die Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG interessant. Diese könnte einschlägig sein, wenn Ihr Gesamtumsatz im Vorjahr die Grenze von 17.500 EUR nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 EUR voraussichtlich nicht übersteigen wird. Nachteil ist dann aber auch, dass kein Vorsteuerabzugsrecht besteht.


Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Kehl
Rechtsanwalt

Bernburger Straße 7
06108 Halle (Saale)
Telefon: (0345) 29 26 7 0
Telefax: (0345) 29 26 7 29
Internet: www.mlw-law.com

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2012 | 10:33

Vielen Dank Herr Kehl, ja die Antwort hat mir weitergeholfen. Über die Kleinunternehmerregelung ist nachzudenken, aber man soll sich dabei ja wohl auf jeweils 5 Jahre festlegen.

Eine andere Idee wäre, den Personen den Gegenstand vor der Versteigerung abzukaufen und dann nach dem Verkauf nach Differenzbesteuerung zu versteuern. Das wäre doch wohl korrekt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2012 | 11:47

Wenn Sie über die Umsatzgrenzen kommen, wird die Kleinunternehmerregelung im Folgejahr nicht mehr angewendet.

Die Bindung an 5 Jahre gilt nach § 19 Abs. 2 S. 2 UStG) nur, wenn Sie - obwohl die Umsatzgrenzen nicht erreicht sind - auf die Kleinunternehmerregelung verzichten (z.B. durch Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung) und die Steuerfestsetzung unanfechtbar geworden ist.

Bei der Differenzbesteuerung brauchen Sie nur noch die Marge zu versteuern, also den Unterschiedsbetrag zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufspreis. Bei Ware, mit einem Einkaufspreis von jeweils bis zu 500 EUR, kann die Bemessungsgrundlage nach der Gesamtdifferenz im Besteuerungszeitraum ermittelt werden.

Bewertung des Fragestellers 20.07.2012 | 13:52

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Stellungnahme vom Anwalt:
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