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Umgangsrecht/ Vaterschaftsanfechtung/ Ämter verklagen

| 12.01.2015 14:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zum Vorgehen bei einer beabsichtigten Vaterschaftsanfechtung

Guten Tag,
ich habe ein paar Fragen...
1.) Hat mein Ex- Mann als Scheinvater ( nicht leiblicher Vater) ein Recht auf sein Umgangsrecht mit dem Kind weiterhin? Obwohl nun ein Vaterschaftsgutachten besagt, dass ein anderer Mann der Vater des Kindes ist... Mein Ex- Mann und sein Anwalt ignorieren dieses und fordern weiterhin einen Umgang mit dem Kind, obwohl mein Ex- Mann keine sozial- familiäre Bindung zu diesem Kind hat, er hat noch nie Unterhalt geleistet für dieses Kind, und wollte es eigentlich abgetrieben haben, machte auch nie Geschenke dem Kind zu Weihnachten/ Ostern, oder seinem Geburtstag... Sein Interesse zu dem Kind ist wenig, nur dann, wenn es um seine Umgangstermine geht, die er zur Vorlage benötigt, bei der Ausländerbehörde wegen seiner Aufenthaltssache!
2.) Kann ich als Mutter nun beim Familiengericht, selber ohne einen Anwalt, für das Kind die Vaterschaft alleine schriftlich anfechten...??? Den der von mir als Mutter privat in Auftrag gegebene Vaterschaftstest mit dem anderen Mann, welcher auch der Vater ist, liegt ja dem Jugendamt und der Ausländerbehörde vor!
3.) Mit welchen Kosten muss ich rechnen- für diese Vaterschaftsanfechtung für das Kind???
Da ich nur von ALG II und Unterhaltsvorschuss, Kindergeld und Elterngeld und von einem anderen Kind (aus erster Ehe) Kinderunterhalt- lebe, mit meinen Kindern.
4.) Was kann man gegen die Ausländerbehörde und gegen das Jugendamt machen? Kann man diese verklagen, wegen Untätigkeit???? Auch ohne Anwalt?
Da diese Ämter die Umstände kennen und nicht ihre 100 % Arbeit dies bezüglich machen- sprich die Scheinvaterschaft von meinem Ex- Mann wissentlich noch unterstützen, ihn nicht zum Unterhalt fürs Kind heran nehmen, da er ja auch Arbeitet- oder ihn aufklären, damit er die Vaterschaft an zu fechten hat, auf Grund der Scheinvaterschaft!!!
Da es doch deutlich auf der Hand liegt, dass dieser Mann das Kind und seine Scheinvaterschaft nur benutzt für seine Aufenthaltssache!!!
Bitte um Rat, und bedanke mich für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen
wie folgt beantworten:


1.) Hat mein Ex- Mann als Scheinvater ( nicht leiblicher Vater) ein Recht auf sein Umgangsrecht mit dem Kind weiterhin? Obwohl nun ein Vaterschaftsgutachten besagt, dass ein anderer Mann der Vater des Kindes ist... Mein Ex- Mann und sein Anwalt ignorieren dieses und fordern weiterhin einen Umgang mit dem Kind, obwohl mein Ex- Mann keine sozial- familiäre Bindung zu diesem Kind hat, er hat noch nie Unterhalt geleistet für dieses Kind, und wollte es eigentlich abgetrieben haben, machte auch nie Geschenke dem Kind zu Weihnachten/ Ostern, oder seinem Geburtstag... Sein Interesse zu dem Kind ist wenig, nur dann, wenn es um seine Umgangstermine geht, die er zur Vorlage benötigt, bei der Ausländerbehörde wegen seiner Aufenthaltssache!

Solange die Vaterschaft im Rechtssinne besteht, hat er grundsätzlich auch das Umgangsrecht. Allerdings besteht das Umgangsrecht nur, soweit es dem Wohl des Kindes dient. Wenn dies, wie aus Ihrer Schilderung ersichtlich, eher nicht der Fall ist, können Sie den Umgang verweigern. Ihr Mann muss den Umgang dann gerichtlich durchzusetzen versuchen. Mit der Anfechtung der Vaterschaft können Sie Ihrem geschiedenen Mann das Umgangsrecht nehmen.


2.) Kann ich als Mutter nun beim Familiengericht, selber ohne einen Anwalt, für das Kind die Vaterschaft alleine schriftlich anfechten...??? Den der von mir als Mutter privat in Auftrag gegebene Vaterschaftstest mit dem anderen Mann, welcher auch der Vater ist, liegt ja dem Jugendamt und der Ausländerbehörde vor!

Es besteht kein Anwaltszwang. Dennoch empfehle ich die Beauftragung eines Anwalts. Dieser kann für Sie Verfahrenskostenhilfe beantragen. Wenn diese gewährt wird - und davon gehe ich aus, wenn Sie ALG II beziehen - übernimmt die Landeskasse sowohl die Anwalts- als auch die Gerichtskosten.


3.) Mit welchen Kosten muss ich rechnen- für diese Vaterschaftsanfechtung für das Kind???
Da ich nur von ALG II und Unterhaltsvorschuss, Kindergeld und Elterngeld und von einem anderen Kind (aus erster Ehe) Kinderunterhalt- lebe, mit meinen Kindern.

Wenn Verfahrenskostenhilfe gewährt wird, müssen Sie vermutlich nichts zahlen. Üblicherweise beträgt der Verfahrenswert bei Abstammungssachen 2.000 €, in diesem Fall wären (ohne Verfahrenskostenhilfe) Gerichtskosten von 267 € zu zahlen. Die Anwaltskosten sind hierin nicht enthalten. Falls das Gericht noch ein Vaterschaftsgutachten in Auftrag gibt, kämen die Gutachterkosten hinzu.


4.) Was kann man gegen die Ausländerbehörde und gegen das Jugendamt machen? Kann man diese verklagen, wegen Untätigkeit???? Auch ohne Anwalt?
Da diese Ämter die Umstände kennen und nicht ihre 100 % Arbeit dies bezüglich machen- sprich die Scheinvaterschaft von meinem Ex- Mann wissentlich noch unterstützen, ihn nicht zum Unterhalt fürs Kind heran nehmen, da er ja auch Arbeitet- oder ihn aufklären, damit er die Vaterschaft an zu fechten hat, auf Grund der Scheinvaterschaft!!!
Da es doch deutlich auf der Hand liegt, dass dieser Mann das Kind und seine Scheinvaterschaft nur benutzt für seine Aufenthaltssache!!!

Ob hier eine Handhabe besteht, lässt sich allein aus Ihrer Schilderung nicht entnehmen. Die Entscheidung, die Vaterschaft nicht anzufechten, ist jedoch höchstpersönlich und steht dem Scheinvater, nicht der Ausländerbehörde zu. Ob hier Unterhaltsansprüche durchzusetzen sind, müsste ggf. geprüft werden.

ich empfehle Ihnen, sich einen im Familienrecht erfahrenen Anwalt zu suchen und mit einem Antrag auf Verfahrenskostenhilfe die Vaterschaft anzufechten. Damit erledigt sich, wenn dem Antrag stattgegeben wird, für die Zukunft auch das Umgangsrecht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Bewertung des Fragestellers 14.01.2015 | 15:42

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Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie bewerten deutlich unterdurchschnittlich (Durchschnitt: 4,6), ohne dass erkennbar wäre, was Ihnen bei meiner Antwort fehlt. Eine Nachfrage erfolgte nicht. Bei vier Fragen, die Sie insgesamt (!) zum Mindesteinsatz (!) stellen, empfinde ich die bemängelte Ausführlichkeit als Unverschämtheit.

Anja Holzapfel
FRAGESTELLER 14.01.2015 3,6/5,0
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