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Umgangsrecht Leiblicher Vater in Brasilien Mitgliedstaat Haager Abkommen

| 23. Februar 2022 09:18 |
Preis: 65,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich habe vor dieses Jahr meine Freundin aus Brasilien zu heiraten. Diese lebt zur in Brasilien mit einer Tochter 8 Jahre alt. Sie hat das Kind zusammen mit ihrem ehemaligen Freund (nicht verheiratet) und das Sorgerecht liegt bei ihr. Der Kindesvater hat lediglich Umgangsrecht und noch nicht einmal das Recht bekommen, dass sein Kind bei ihm übernachten kann, wenn die Mutter dem nicht ausdrücklich zustimmt. Nun aus Rache und materiellen Gründen möchte er nicht zustimmen, dass sein Kind das Land verlässt. In Brasilien nimmt er sein Besuchsrecht / Umgangsrecht nur so wahr wie es seine Lust und Zeit erlaubt. Oftmals erscheint er um das Kind für 2 h zum Eis essen einzuladen und gibt es danach sofort wieder bei der Kindsmutter ab. Er hat nun angemerkt er würde eine schriftliche Erklärung abgeben, das er mit dem Umzug der Mutter nach Deutschland nebst Kind zustimmen würde, wenn diese das Haus was in ihrem Namen ist verkauft und er die Hälfte des Geldbetrages bekommt. Nun merkt er an das er in dieser Vereinbarung, dass sein Kind das Land verlassen darf den Passus mit einbringen möchte, dass er 1-mal im Jahr das Umgangsrecht für sein Kind wahrnehmen möchte. Und ich somit ihm sein Kind zuführen möchte, da er die Auslagen dafür nicht bezahlen will (Flugticket) , da es ja nicht in seinem Sinn ist das sein Kind das Land verlässt.

Da ich rein menschlich diesen Zug nachvollziehen kann kommt es mir komisch vor da er von seinen Umgangsrecht schon in Brasilien keinen großen Nutzen zieht und jetzt das. Ich habe angst vor der Finanziellen Belastung die da für mich entstehen könnte. Da die kleine mit 8 Jahren nicht alleine fliegen kann sind das 2 Tickets pro Jahr mit rund 2.500 EUR. Dafür muss ne Oma lange stricken und so wäre der Jahresurlaub welchen ich mit meiner dann wenn man so will neu gewonnen Familie auch weit entfernt. Man könnte dann sicher zusammen fliegen für 3.000 EUR.

Nun meine Frage ist das rechtens oder hat der Vater Hol-und Bringpflicht inklusive Ticket wenigstens für die Tochter?



Einsatz editiert am 23.02.2022 09:59:43

23. Februar 2022 | 18:10

Antwort

von


(851)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Ihre Freundin mit Kind das Land verlassen darf, gilt deutsches Recht. Dann wäre es tatsächlich so nach der Rechtsprechung, dass sich entweder die Eltern das Bringen/Holen zur Hälfte teilen. Einige Gericht urteilen sogar, dass wenn eine Mutter derart weit weg zieht, dass sie komplett Holen und Bringen muss.

Nach brasilianischem Recht müsste sie anwaltlich vor Ort klären - also bis er dem Umgang zustimmt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Verkehrsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 23. Februar 2022 | 22:52

Ok, das heißt holen und bringen die Kosten für die Reise ( Flugtickets) gehen zu Lasten der Kindsmutter bei Ihrer Ausführung zu etwaigen Gerichtsurteilen. Verstehe ich Sie da richtig? Wow starker Tobak , der hat sich nie für das Kind interessiert jetzt gerade um sich an mir zu rächen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23. Februar 2022 | 23:08

Es kommt ja immer auf den Einzelfall und Einzelrichter an - aber das wäre das, was wohl deutsche Gerichte entscheiden würden. Er hat nunmal ein Recht auf Umgang, auch wenn er es nur aus Rache ausübt. Da die Kindesmutter die räumliche Distanz zwischen beiden schafft, muss sie das quasi als Ausgleich übernehmen - so hatten wir einen vergleichbaren Fall mit Bremen - Frankfurt. Anders: Bremen - Lörrach, dort hat man sich auf der Hälfte getroffen zur Übergabe.

Ich würde hier vielleicht anders ansetzen: ob quasi der Umgang überhaupt dem Kindeswohl entspricht, also ob es sich überhaupt allein in der Fremde wohlfühlt. Das wäre jedoch dann eine Frage, die vor Gericht mit einem Gutachter geklärt werden müsste. Wir hatten einen ähnlichen Fall in Kanada, da musste der Kindesvater herkommen, weil das Kind so klein war und nicht mental in der Lage war, 1-2 Wochen so weit weg von Mama.

Also es ist alles möglich und alles eine Frage der Argumentation - letztendlich immer orientiert am Kindeswohl.

Sobald die Kindesmutter hier ist, wenden Sie sich kurzfristig an einen Anwalt. Gerne helfen wir weiter!

Ergänzung vom Anwalt 23. Februar 2022 | 18:12

OLG Oldenburg (ganz holen/bringen oder 1/2 Teilung), OLG Stuttgart (1/2 Teilung)

Bewertung des Fragestellers 25. Februar 2022 | 07:33

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